Adrian Fein (M.) beim Lauftraining mit Mitspielern des FC Bayern.
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Adrian Fein (M.) spielt seit Sommer bei der SpVgg Greuther Fürth - dort aber keine große Rolle.

Youngster spielt fast keine Rolle

Bayern-Leihgabe enttäuscht auf ganzer Linie - Trainer sauer: „Muss sich steigern“

  • Florian Schimak
    VonFlorian Schimak
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Der FC Bayern wollte einem Youngster die Möglichkeit geben, in der Bundesliga Spielpraxis zu sammeln. Bisher kann Fürth-Leihe Adrian Fein aber nicht überzeugen.

München - Der FC Bayern* hat sich nicht erst seit der Corona-Krise groß auf die Fahne geschrieben, zukünftig mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und Talente aus dem FCB-Campus zu formen. Mit Jamal Musiala hat dies nun schon ganz gut geklappt, auch wenn der Youngster erst 2019 vom FC Chelsea an die Säbener Straße* kam.

Bei Adrian Fein ist das anders. Der gebürtige Münchner wechselte 2006 im Alter von sieben Jahren vom TSV 1860 zu den Bayern und durchlief dort sämtliche Jugendteams. 2018 wurde er zu Jahn Regensburg verliehen, ehe er 2019 beim Hamburger SV mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte. In der vergangenen Saison wurde er in die niederländische Eredivisie zur PSV Eindhoven verliehen, wo er aber keinen Fuß fassen konnte.

Da die Konkurrenz im Mittelfeld des FC Bayern zu groß war, wurde der 21-Jährige in diesem Sommer zum Bundesliga*-Aufsteiger Greuther Fürth verliehen. Allerdings kommt er dort noch so gar nicht zum Zug. Fürth-Trainer Stefan Leitl fand jetzt deutliche Worte in Richtung Fein.

FC Bayern: Leihgabe enttäuscht auf ganzer Linie - Trainer findet ganz klare Worte

Auf die Frage, warum der Youngster nicht spiele, sagte Leitl im kicker: „Das entscheidet er, da bin ich ganz offen und ehrlich. Adrian hat hier während der Woche die Möglichkeit zu zeigen, dass er spielen und in die Startelf möchte.“ Heißt, Fein fehlt es am Willen? Nein, offenbar erwartet man beim Kleeblatt andere Dinge vom technisch versierten Sechser. „Die Priorität muss anders gesetzt werden. Das Defensivverhalten ist für uns entscheidend“, erklärt Leitl: „Wir können uns in dieser Liga nicht über Ballbesitzfußball definieren.“

Also passt Fein aktuell nicht ins System des Aufsteigers, da er nicht als Zweikampfmonster gilt? „Da muss er sich steigern. Wir haben es angesprochen, unterstützen ihn dabei“, sagt Leitl weiter: „Adrian muss es auf den Trainingsplatz hinbekommen.“

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Das Leihgeschäft scheint somit für alle drei Parteien keine gewinnbringende Situation zu sein. Fein bekommt nicht die erhoffte Spielpraxis und kann sich so nicht für den FC Bayern empfehlen, wo er noch einen Vertrag bis 2023 hat - und die Fürther haben einen Spieler, der derzeit nicht in die Spielphilosophie passt.

Sieht ganz so aus, als müsste man die ganze Konstellation überdenken. Am Freitagabend trifft der Rekordmeister auf den Aufsteiger. Für Fein ein besonderes Spiel, an dem aber wohl nicht teilnehmen darf. (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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