Lewandowski, FC Bayern, Hoffenheim
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Oans, zwoa, gwunna! Lewandowski traf gegen Hoffenheim zwei Mal und steht nun bei 19 Saisontoren.

Maulwurfssorgen werden weggesiegt

Problemloser Bayern-Sieg dank Lewandowski-Doppelpack

  • Ludwig Krammer
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  • José Carlos Menzel López
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  • Sven Westerschulze
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München - Ohne große Probleme hat der FC Bayern München sein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen. Robert Lewandowski erzielte gegen die Kraichgauer zwei Tore.

Das Leben ist eine Einbahnstraße mit Gegenverkehr“ schrieb der 2015 verstorbene Philosoph Manfred Hinrich. Die Bundesligaspiele des Guardiola-FC Bayern konnte der Mann damit kaum gemeint haben. Denn Gegenverkehr gibt es bei den neuerdings Maulwurf-Geplagten lдngst nur noch in Ausnahmefällen.

Auch gestern in der ausverkauften Arena gegen die TSG Hoffenheim war die Überlegenheit des Tabellenführers mit „erdrückend“ noch harmlos beschrieben. 74,2 Prozent Ballbesitz, 10:2 Ecken, 29:5 Torschüsse – nur das Ergebnis sprach für den Abstiegskandidaten aus dem Kraichgau. Mit dem schlanken 2:0 durch einen Doppelpack von Robert Lewandowski (32. und 64. Minute) war die überforderte Truppe von Trainer Huub Stevens bestens bedient. Sehenswert war vor allem der zweite Treffer, als Lewandowski die Kugel nach Zuckerpass von Philipp Lahm mit feinem Füßchen über Keeper Oliver Baumann ins Netz lupfte. Es war das 19. Ligator des Polen und bereits sein 26. Pflichtspieltor in dieser Saison. Beeindruckende Werte.

Bayern siegt dank Lewy - klare Eins für den Doppeltorschützen

Einmal die Eins & viele Dreier! Bilder und Noten zu Bayern - Hoffenheim

Im Blickpunkt steht derzeit freilich weniger der Angriff, sondern die Abwehr des FC Bayern. Nachdem nun auch noch Javi Martinez verletzt ist stellte Pep Guardiola gestern Joshua Kimmich neben Holger Badstuber in die Innenverteidigung. „Josh hat’s super gemacht“, lobte Torwart Manuel Neuer den Ex-Leipziger hinterher. Allzu viel Arbeit hatte die Viererkette an diesem Tag allerdings nicht. „Ich war enttäuscht über die Hilflosigkeit der Hoffenheimer“, sagte Franz Beckenbauer nach Abpfiff im Sky-Studio. „Sie waren nicht mutig genug.“ Dabei habe man einige Male gesehen, „wie leicht die bayerische Abwehr auszuspielen“ sei bei Kontern. Der Kroate Andrej Kramaric hatte die beste Chance der TSG in der 56. Minute, als er der Bayern-Deckung entwischte und knapp am linken Pfosten vorbeizielte.

Ein besserer Gegner hätte den FCB möglicherweise in Verlegenheit bringen können durch diese Nadelstich-Taktik. Ob bis zum Transferschluss heute um 18 Uhr noch ein Innenverteidiger verpflichtet wird? Vorstandschef Kar-Heinz Rummenigge wollte es gestern bei Sky nicht völlig ausschließen: „Aber es ist nicht davon auszugehen, dass noch jemand kommt. Ich gehe davon aus, dass Martinez nicht so lange ausfällt. Und es ist Fakt, dass Qualität nicht auf dem Markt ist. Es gibt keine guten Spieler, die von einem guten Verein im Winter abgegeben werden, das würden wir auch nicht tun.“

Bleibt noch die Maulwurf-Geschichte zu debattieren. Jerome Boateng meinte: „Schade, dass so etwas nach außen dringt, es stimmt nicht mal. „Wir haben das intern früher schon angesprochen, dass es nicht sein kann, dass von der Mannschaft etwas nach außen dringt.“ Manuel Neuer sagte knapp: „Alles in Ordnung. Wir halten zusammen.“ Und die Vorgesetzten? Während Rummenigge die Existenz des Maulwurfs bezweifelt und keine wirklichen Kommentare dazu abgeben wollte, fiel es Matthias Sammer schwerer, bei dem Thema ruhig zu bleiben. „Das, was geschrieben wird, ist völliger Blödsinn“, sagte der Sportvorstand mit ernstem Blick. „Journalisten müssen ihre Arbeit machen und versuchen Informationen herausfinden, beim FC Bayern gilt das vielleicht noch mehr, das ist legitim. Aber für uns gibt es nur eine Antwort, es ist ganz leicht: Wir müssen nur jedes Spiel gewinnen, dann gibt es keine Fragen mehr.“ Zumindest keine sportlichen.

Ticker zum Nachlesen: Abgeklärter FCB-Sieg gegen Hoffenheim

LOP, SW, LK

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