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Rafinha fassungslos: Schiedsrichter Guido Winkmann schickte Niklas Süle vom Feld - aber erst nach Ansicht der Videobilder.

Eklat im DFB-Pokal-Viertelfinale

Nach Rot im DFB-Pokal: So lange ist Süle gesperrt

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Nach Nutzung des Videobeweises schickte Schiedsrichter Guido Winkmann Niklas Süle gegen Heidenheim vom Feld. Nun ist die Dauer der Sperre bekanntgegeben worden. 

Update vom 4. April 2019: Niklas Süle muss nach seiner vermeintlichen Notbremse im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Heidenheim und der daraus resultierenden Roten Karte mit dem Halbfinale lediglich ein Spiel aussetzen. Das gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag bekannt. Im Finale jedoch kann der Innenverteidiger wieder eingesetzt werden. 

Nach Rot-Eklat im Viertelfinale: Bayern-Fans sauer auf Schiri Winkmann

München - Eigentlich schien es für die Fans des FC Bayern ein ruhiger Abend zu werden: Schon nach zwölf Minuten brachte Leon Goretzka den Rekordmeister gegen den Underdog aus Heidenheim in Front. Keine komplette Zeigerumdrehung später kochten die Emotionen aber doch hoch.

Denn Niklas Süle brachte den Richtung Bayern-Tor stürmenden Angreifer Robert Andrich kurz vor dem Strafraum mit einer rüden Grätsche von der Seite zu Fall. Schiedsrichter Guido Winkmann griff zur gelben Karte - ehe er für alle überraschend mit Verzögerung doch noch zum Videobeweis schritt. Mehrfach schaute sich der Unparteiische die Szene auf dem Bildschirm an. Und schickte Süle schließlich mit einer glatten roten Karte vom Feld.

FC Bayern gegen Heidenheim - Süle fliegt nach Videobeweis mit rot

Die Szene warf Fragen auf: Ist ein Videobeweis überhaupt gerechtfertigt - oder handelte es sich bei der gelben Karte nicht eher um eine Tatsachenentscheidung, die doch recht weit von einem krassen Schiedsrichterfehler entfernt war? Und wofür sah Süle überhaupt rot? Eine Notbremse schien angesichts den neben den Kontrahenten postierten Joshua Kimmich fragwürdig. Auch ein grobes Foulspiel lag zumindest nicht zwingend vor.

Die Bayern-Fans im Netz nahmen den strittigen Videobeweis jedenfalls mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis. „Entweder pfeift der Schiri sonst in der Regionalliga oder alle Spiele von Neymar“, ätzte ein Twitter-User. Andere griffen zu handfesten Beleidigungen gegen Winkmann - „das ist niemals rot!!“ gehörte zu den gemäßigteren Feststellungen. Sogar Betrugsvorwürfe wurden laut.

Süle-Rot: Geteilte Meinungen im Netz - FC Bayern reagierte verunsichert

Dass die Szene durchaus ein Fall für Debatten beim Schiedsrichterlehrgang werden könnte, zeigen jedoch andere Meinungen: „Rot kann man schon geben! Ohne das Foul wäre das 1 gegen 1 gegen Ulreich“, analysierte ein weiterer Twitter-Kommentator.

Die Spieler des FCB reagierten jedenfalls verunsichert auf die harte Entscheidung im zweiten Anlauf: Die Fehlpässe häuften sich in der Folge - und eine Viertelstunde nach dem Vorfall erzielte Ex-Löwe Robert Glatzel den Ausgleich für die Heidenheimer. Der Videobeweis kann also sogar die ganz Großen des deutschen Fußballs durcheinanderbringen.

Als sich der Rekordmeister kurz vor der Halbzeit fing, gab es sogar den nächsten Ärger: Thomas Müller kam seinerseits kurz vor dem Strafraum in einer etwas undurchsichtigen Szene zu Fall - Winkmann ließ weiterlaufen. Im Netz hatten einige einen Tipp für ihn parat: „Videobeweis“.

Auch vor dem Elfmeterpfiff für Heidenheim in der zweiten Hälfte verzichtete der Schiedsrichter aber auf Rücksprache mit seinen Kollegen vor den Bildschirmen. Später profitierte dann aber auch noch der FC Bayern von den Entscheidungen im Kölner Keller - nach Rücksprache mit den Videoreferees gab Guido Winkmann doch noch das zunächst aberkannte 4:2 von Serge Gnabry. Bei diesem Tor war allerdings auch unstrittig, dass Winkmann falsch gelegen hatte.

Niklas Süle selbst zeigte nach dem Spiel übrigens Verständnis für den Platzverweis: „Es war ein Foul, aber ob es rot ist? Vom Gefühl auf dem Platz würde ich sagen: 'Ja, den kann man geben'", zitiert ihn Eurosport.

Irrer Pokalabend: Die wilden Bilder zum Pokal-Sieg des FC Bayern

fn

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