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FC Bayern: Live vom Tegernsee zugeschaltet - Hoeneß setzt Nagelsmann eine Frist

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Von: Antonio José Riether, Patrick Mayer

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Beim FC Bayern läuft es in der Bundesliga so gar nicht. Auch zu den Länderspielen der Münchner Stars gibt es Redebedarf. Der News-Ticker zum Rekordmeister.

Update vom 26. September, 10.55 Uhr: Klartext vom Tegernsee: FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat den Münchner Trainer Julian Nagelsmann vor den kommenden Wochen vor der Fußball-WM 2022 in Katar (20. November bis 18. Dezember) unmissverständlich in die Pflicht genommen.

Im Interview mit dem TV-Sender RTL erklärte der Vereinspatron: „Ich denke, dass man in der Bundesliga und in der Champions League in den nächsten vier bis sechs Wochen die Möglichkeit hat, an der Form zu arbeiten. Man muss sagen, unsere Mannschaft hat zuletzt nicht gut gespielt. Und wenn unsere Spieler bei Bayern wieder in ihre Form kommen, wird auch die Nationalmannschaft davon profitieren.“ Das klang schon wie eine Frist für Ergebnisse und einen Entwicklungsschritt, mindestens wie ein Warnsignal für den Trainer.

TV-Interview zum FC Bayern: Uli Hoeneß erhöht den Druck auf Trainer Julian Nagelsmann

Hoeneß war live von seinem Wohnort in Bad Wiessee in der RTL-Sendung nach dem hektischen 3:3 (0:0) des DFB-Teams in England zugeschaltet. Mit Joshua Kimmich, Leroy Sané und Jamal Musiala standen drei Bayern-Spieler in der Startelf von Bundestrainer Hansi Flick, Routinier Thomas Müller und Außenangreifer Serge Gnabry wurden in London in der zweiten Halbzeit eingewechselt. „Unsere ganze Mannschaft hat zuletzt nicht die Leistungen gebracht, die man gewohnt war“, sagte Hoeneß weiter mit Blick auf seine Münchner: „Zu Beginn der Saison waren es ja überragende Spiele. Da hat man wirklich hervorragend gespielt. Diese Form war zuletzt nicht da, und da wird über Spieler des FC Bayern immer diskutiert.“

Ungefragt wandte er sich ein weiteres Mal klar an den FCB-Coach: „Der Trainer, Julian Nagelsmann, kann sich jetzt auf die Spiele vorbereiten, die da kommen. Wenn unsere Spieler wieder ihre Form kommen, wird auch die Nationalmannschaft davon profitieren.“ Der 35-jährige Nagelsmann war zuletzt in die Kritik geraten, nachdem seine Mannschaft viermal in Folge in der Bundesliga nicht gewinnen konnte. Insbesondere in der zweiten Halbzeit gegen den VfB Stuttgart (2:2) und beim 0:1 in Augsburg hatten die Bayern eine schwache Leistung abgeliefert. Nagelsmann nahm sich jedoch anfangs von der Kritik aus, was offenbar nicht jedem gefiel.

Ehrenpräsident des FC Bayern: Uli Hoeneß.
Ehrenpräsident des FC Bayern: Uli Hoeneß. © Sven Hoppe/dpa

Hasan Salihamidzic äußert sich: Sportvorstand will Thema Harry Kane angeblich „nicht zu groß machen“

Update vom 26. September, 13.48 Uhr: Beim FC Bayern läuft bereits die Zukunftsplanung, Münchner haben offenbar einen hochkarätigen Knipser auf der Liste. Wie der Kicker bereits im Juli berichtete, interessieren sich die Bayern für den Angreifer Harry Kane von Tottenham Hotspur. Nun schreibt das Blatt, dass es erste Annäherungen zwischen den beiden Seiten gab, konkreter spricht die Fachzeitschrift von einem „sanften Abtasten“ mit der Spielerpartei.

Die Entscheider um Hasan Salihamidzic wollen das Thema aber wohl „nicht zu groß zu machen“, vermutlich um der derzeitigen Mannschaft nicht das Selbstvertrauen zu nehmen. Der Transfer könnte allerdings kompliziert werden, noch ist Kane bis 2024 bei den Spurs unter Vertrag, dennoch soll er im Falle einer neuen Herausforderung zum FC Bayern tendieren, wie Sky-Reporter und Transferexperte Florian Plettenberg kürzlich berichtete. Vor allem Titel, die mit Tottenham schwer zu gewinnen sind, wären ein Argument für einen Wechsel an die Isar.

Für eine baldige Verpflichtung müsste der FC Bayern jedoch recht tief in die Tasche greifen. Nach Angaben von transfermarkt.de beläuft sich Kanes Marktwert auf 90 Millionen Euro. Berichten zufolge würde die Ablöse bei etwa 150 Millionen Euro liegen. Aktuell scheint ein Geschäft dieser Größenordnung nur schwer vorstellbar.

Harry Kane ist offenbar ein Transferkandidat beim FC Bayern.
Harry Kane ist offenbar ein Transferkandidat beim FC Bayern. © PA Images/imago

FC Bayern: Hoeneß erklärt Anruf im Doppelpass - und will lieber „vor der eigenen Haustür kehren“

Update vom 26. September, 10.08 Uhr: Der Anruf von Uli Hoeneß im Sport1-Doppelpass am Sonntag schlug hohe Wellen. Der FC-Bayern-Macher und Initiator der Katar-Partnerschaft verteidigte das Emirat und behauptete, dass die Bedingungen für Arbeitsmigranten im Land durch das Engagement des FC Bayern verbessert wurden. Nun erklärte der Ehrenpräsident des FCB seinen überraschenden Anruf im Live-TV.

Auslöser seines Anrufs war „die Aussage von Alfred Draxler, den Sport nicht zu überfrachten“, wie Hoeneß zu Bild meinte. „Das ist der Punkt. Katar ist Anteilseigner z.B. von VW und der Deutschen Bank. Der Bundeskanzler bittet in Katar um Öl und Gas. Da geht es um unser Land. Sonst könnten wir nur noch mit 17 Prozent der Welt Geschäfte machen. Wir Deutsche müssen aufpassen, dass wir uns nicht isolieren.“ Es geht Hoeneß nach eigener Aussage darum, „dass wir vor unserer eigenen Haustür kehren sollten, anstatt scheinheilige Diskussionen zu führen.“

Auch die Menschenrechtslage habe sich durch die WM laut Hoeneß verbessert, das macht er an einem Beispiel fest. „Die Frauen-Mannschaft des FC Bayern hat vor einigen Jahren als erstes Frauen-Team in Katar mit kurzen Hosen gespielt. Das war eine Sensation und ein Durchbruch für den Frauenfußball.“

Die Diskussionen um Katar seinen „genau das, was wir brauchen“, so der 70-Jährige im Nachgang. „Dank des Fußballs ist der Fokus auf Katar gerichtet, das bringt Veränderungen. Ich habe dort selbst vernünftige Gespräche mit Verantwortlichen geführt.“

FC Bayern: Benjamin Pavard erzählt von depressiver Phase in seiner Karriere

Update vom 25. September, 18.12 Uhr: FCB-Abwehrspieler Benjamin Pavard hat eingestanden, vor einiger Zeit eine depressive Phase erlebt zu haben. Der Franzose sagte dem französischen Blatt Le Parisien: „Zuerst sagst du dir, dass es nichts ist, dass es vorbeigehen wird. Aber wenn du siehst, dass es anhält, dass du ins Training gehst und keinen Spaß hast, musst du reagieren.“

Inzwischen habe er diese schwierige Zeit, die auch durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgelöst wurde, allerdings überwunden. Es gehe ihm wieder besser, meinte Pavard. Dazu habe auch ein Gespräch mit Julian Nagelsmann beigetragen. Der Bayern-Coach habe dem Franzosen gesagt, wie wichtig er in dessen Planungen sei.

FC Bayern: Wut-Anruf von Uli Hoeneß im Doppelpass wegen WM in Katar

Update vom 25. September, 16.05 Uhr: Mit einem spontanen Anruf im Sport1-Doppelpass hat sich Uli Hoeneß zu Wort gemeldet. Dabei schien dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern der TV-Talk rund um das Thema WM 2022 in Katar die Laune verhagelt zu haben.

Kritik an den Arbeitsbedingungen im Wüstenstaat bei der Errichtung der WM-Stadien ließ Hoeneß nicht gelten. „Eines ist sicher, die WM, das Engagement des FC Bayern und andere sportliche Aktivitäten werden dazu führen, dass die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter dort besser werden und nicht schlechter“, behauptete die FCB-Legende.

Und griff Katar-Kritiker Andreas Rettig scharf an. „Ich möchte den Andreas Rettig, den König der Scheinheiligen, mal fragen, ob er im Winter nicht mehr so warm duscht und ob er sich zum Gas aus Katar schon Gedanken gemacht hat“, polterte Hoeneß. Der Gescholtene konterte die Hoeneßsche Verbalattacke umgehend. Rettig, dem Hoeneß eine „katastrophale“ Argumentation unterstellte, äußerte sich daraufhin ebenfalls und entgegnete: „Es überrascht mich nicht, dass Sie als Botschafter von Katar so argumentieren. Sie sind ja seit Jahren verbunden mit dem Hause“, entgegnete Rettig.  

FC Bayern News: Salihamidzic vertraut Nagelsmann - „Er und sein Trainer-Team wissen genau, was zu tun ist“

Erstmeldung vom 25. September: München - Drei Unentschieden und zuletzt sogar eine blamable Pleite in Augsburg, der Bundesligist FC Bayern ist stark außer Form. Was in den bisherigen Champions-League-Spielen gegen Inter Mailand und den FC Barcelona klappte, will auf nationaler Ebene derzeit einfach nicht funktionieren. Für Hasan Salihamidzic liegt es jedoch nicht am Trainer, gegenüber Sport Bild formulierte der Bosnier dennoch deutliche Erwartungen an Nagelsmann.

Nach den negativen Ergebnissen der letzten Wochen analysierten die Verantwortlichen offenbar die Lage mit dem 35-jährigen Übungsleiter. „Wir haben mit Julian über alle Aspekte unseres Saisonstarts gesprochen, auch die positiven, denn es gab ja nicht nur die Niederlage in Augsburg, sondern viele Tore zu Beginn und zwei Siege ohne Gegentor in der Champions League“, meinte Salihamidzic zu Sport Bild. Besonders die Niederlage in Augsburg habe der Trainer „sehr intensiv analysiert.“

Hasan Salihamidzic stellt sich in der Krise klar hinter Nagelsmann.
Hasan Salihamidzic stellt sich in der Krise klar hinter Nagelsmann. © Goldberg/imago

„Julian ist sehr klar. Er und sein Trainer-Team wissen genau, was zu tun ist“, meinte der Ex-Profi, der offenbar ein ausführliches Gespräch mit dem Landsberger geführt hatte. „Vor allem weiß Julian, dass er die ganze Rückendeckung des FC Bayern hat, das muss jetzt auch nicht immer wieder betont werden“, fügte Salihamidzic bei der Gelegenheit hinzu.

FC-Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic: Mannschaft soll „sich als Einheit pushen“

Für Salihamidzic stehe es außer Frage, „dass bei dieser außergewöhnlich anspruchsvollen Saison mit einer Weltmeisterschaft mittendrin nur die Teams eine Chance auf Titel haben, die als gesamte Kadergruppe einen Rhythmus finden, die ihren Rotationsstil entwickeln und sich als Einheit pushen“. Brazzo nimmt also nicht nur den Trainer, sondern vor allem die Mannschaft selbst in die Pflicht.

„Unsere Spieler haben Qualität, Mentalität und Charakter, das wollen und werden sie zeigen. Die kommenden Spiele gegen Leverkusen, Pilsen und in Dortmund sind genau die richtige Bühne dafür.“ Am Freitag wollen die Münchner im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen die Wende erzwingen. (ajr)

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