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Thomas Müller zeigte sich treffsicher gegen den Viertligisten.

Müller überragend im Pokalspiel

5:0 gegen Rehden: Bayern "auf einem guten Weg"

  • vonJan Janssen
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Osnabrück - Premiere ohne großen Pepp: Glanzlos hat der FC Bayern München das erste DFB-Pokalspiel seines neuen Trainers gewonnen.

Der Trainer nahm es beinahe regungslos zur Kenntnis: Nur ein winziges Lächeln umspielte Pep Guardiolas Mundwinkel beim Schlusspfiff. Mit 5:0 gewannen die Bayern in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Viertligisten BSV Rehden. Pflicht erfüllt. Mann des Tages: Thomas Müller, der drei Tore schoss und sich damit nachhaltig für Pep Guardiolas A-Elf empfahl. „Wir sind gut drauf, wir haben von allen Spielen bisher nur eins verloren, leider das gegen Dortmund. Aber es läuft schon ganz gut. Ich sehe uns auf einem guten Weg, obwohl wir erst einen Monat zusammen sind“, sagte Müller.

Pep: "Ich bin kein Super-Super-Trainer"

Der Trainer selbst war zufrieden. „Es ist ein K.o-Spiel, das ist immer gefährlich. Es sind ja schon vier Bundesligisten ausgeschieden. Deswegen sind wir zufrieden, weil wir weiter sind. Aber auch mit dem Spiel bin ich zufrieden“, sagte Pep, der versuchte den Erwartungsdruck der Fans zu mindern. „Wir sind erst sieben Wochen zusammen, das ist nicht einfach für mich. Ich bin ja auch erst seit fünf Jahren Trainer, ich muss bei Bayern erst meine Erfahrung machen“, so Guardiola. Für die Mannschaft aber, seien seine Umstellungen nicht problematisch, so der Trainer: „Das ist doch nicht schwierig! Ich bin doch ein normaler Trainer, kein Super-Super-Trainer. Die Leute glauben, wir müssen immer 7:0 gewinnen, aber das ist unmöglich. Wir müssen Schritt für Schritt gehen.“

Viele hatten sich die Frage gestellt, mit welcher Formation Pep Guardiola denn in seinem ersten „echten“ Pflichtspiel antreten würde. Mit seiner Top-Elf? Mit einer B-Elf? Antwort: Es wurde eine Mischung aus beidem. So blieben beispielsweise Ribéry, Lahm und Thiago auf der Bank, Robben, Schweinsteiger und Müller standen von Beginn an auf dem Platz.

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Die beste Mannschaft der Welt gegen einen Viertligisten – wenig verwunderlich, dass das schnell eine klare Angelegnenheit wurde: Shaqiri spitzelte einen Robben-Schuss aus drei Metern zum 1:0 über die Linie. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Thomas Müller dann per Kopf auf 2:0.

Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Bayern dominant, Rehden wehrt sich. Irgendwann aber wurde der Druck zu groß: Müller wird im Strafraum gelegt, Elfmeter. Der Stürmer verwandelt selbst (58.). Überhaupt Müller: Der Nationalstürmer zeigte erneut, wie wertvoll er für den FC Bayern ist. Nicht elegant, aber unglaublich torgefährlich. Zum Beispiel beim 3:0 der Bayern (64.): Ecke Robben, Kopfball Müller – Tor. Nicht spektakulär, aber erfolgreich. Wichtig für Müller, denn auch er muss sich im extremen Konkurrenzkampf im Bayern-Mittelfeld behaupten.

Das tat er auch beim letzten Tor, als er nach einem tollen Dribbling den Ball für Robben auflegte. Am Ende waren die Bayern mit dem 5:0 zufrieden – vor allem einer: Thomas Müller.

mic, jj

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