Auch für Philipp Lahm war der Sieg bei Bremen kein Selbstläufer.
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Auch für Philipp Lahm war der Sieg bei Bremen kein Selbstläufer.

Mühevoller Sieg gegen Bremen

Lahm selbstkritisch: „Wir können und müssen besser spielen“

München - Besonders die zweite Halbzeit gegen Bremen hatten sich viele der Bayern-Akteure weniger schwer vorgestellt. Vor allem der Kapitän legte den Finger in die Wunde. Die Stimmen zum Spiel.

Von Anfang an lief das Auswärtsspiel der Bayern an der Weser nicht unbedingt so, wie das von vornherein prophezeit worden war. Zwar war der Rekordmeister durch Statistik (Erster gegen 15.) und Gewohnheit (12 Spiele waren die Roten ungeschlagen, die letzten 28 Tore bei Aufeinandertreffen schoss der FCB) deutlicher Favorit, doch schon in der ersten Halbzeit zeichnete sich ab, was dann in der zweiten nach dem Anschlusstreffer durch Kruse vollends Realität wurde: Dieses 1:2 war kein leicht dahingespieltes. Zumal es den Münchnern grundsätzlich an einer gewissen Selbstverständlichkeit fehlte. Man kennt das Problem ja auch noch aus der Hinrunde. Entsprechend waren auch die Reaktionen der Beteiligten:

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Es war ein wichtiger Sieg in einem schwierigen Spiel. Nach dem Gegentor haben wir unsere Spielidee ein Stück weit verloren. Wir waren schon ein bisschen ängstlich, haben uns Sorgen gemacht, das muss ich zugeben. Gegen Ende hatten wir das Spiel wieder unter Kontrolle. Es gibt immer Schwierigkeiten während einer Saison. Heute war es schwierig, aber wir haben verdient gewonnen.“

Philipp Lahm: "Wichtig ist, dass man gewinnt. Dass wir besser spielen können und müssen ist aber klar. Ich habe von keinem gehört, dass er sagt, es sei alles bester Ordnung, alles super und wie wir durch die Liga marschieren, wäre perfekt. Vor allem, wenn es in die entscheidende Phase geht, müssen wir besser spielen. Jeder Spieler ist sehr, sehr selbstkritisch. Dass man bei einer Führung einen offensiven Spieler (Müller) runternimmt und einen defensiven (Sanches) bringt, ist völlig normal im Fußball."

Arjen Robben: „Da gehst du 2:0 in Führung und dann muss es eigentlich vorbei sein. Bremen hat in der zweiten Halbzeit noch mehr Druck gemacht, spielt noch mehr nach vorne und dann muss es eigentlich einfacher werden für uns. Dann entsteht mehr Raum für uns. Das müssen wir viel besser ausspielen. Wenn wir das besser machen, muss es eigentlich drei oder vier null stehen. Wir müssen besser organisiert spielen und das Spiel in Ballbesitz kontrollieren. In der ersten Halbzeit haben wir auch zu viele Konter zugelassen. Es gibt noch einiges zu verbessern.“

Alaba: Im Training hat es nicht so gut geklappt

David Alaba: "Ich habe am Freitag im Training noch Freistöße geübt. Wir waren ein bisserl länger draußen, leider hat es jedoch nicht so gut funktioniert. Heute um so besser. Ich habe mich heute im Spiel gut gefühlt, deswegen habe ich den Freistoß geschossen, die Situation war ja auch auf meiner Seite.“

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Wir haben uns gegen zwei gute Gegner nicht belohnen können. Die Art und Weise gibt uns aber unheimlich viel Mut. Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit gut standen. Wir wollen daran arbeiten, dass wir gute Leistungen auch in Punkte ummünzen."

Max Kruse (Werder Bremen): „Freiburg hat letzte Woche auch gezeigt, dass man gegen die Bayern spielen kann. Und wenn man sich traut, so wie wir das in der zweiten Halbzeit gemacht haben, dann ist es auch möglich. Auch wir haben unsere Qualitäten im fußballerischen Bereich, aber eine Halbzeit reicht nicht. Wenn du gegen Bayern punkten willst, musst du 90 Minuten gut spielen. Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber am Ende stehen doch null Punkte.“

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bix/pm

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