Mehrere Banner

Südkurve bezieht mehrfach deutlich Stellung gegen RB

  • Xaver Bitz
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München - Die Ultras des FC Bayern nutzten die große Bühne gegen RB Leipzig um mit einigen Bannern Stellung zu beziehen. Dabei war die Wortwahl teils sehr deutlich.

Alle Augen auf die Allianz Arena hieß es, als der FC Bayern seinen überraschend ärgsten Verfolger empfing. Das Spitzenspiel der Bundesliga fand als passender Höhepunkt vor der Winterpause statt. In der Südkurve wurde die große Bühne dementsprechend auch genutzt, um einige klare Statements zu verbreiten.

Nachdem am Montag schon der Club Nr. 12 deutlich Stellung gegen RB Leipzig bezogen hatte, legten die Ultras der Roten vor Anpfiff noch vergleichsweise harmlos los und ließen dabei auch die internationale Ausrichtung des eigenen Vereins nicht außer

Acht: „FC Bayern München AG - RB Fuschl am See 1:0“ war auf einem etwas kleineren Banner zu lesen. Soweit, so erwartbar bei den Fans der Roten, die auch gerne mal Statements zu internationaler Politik oder gesamtgesellschaftlichen Themen beziehen.
Später wurde es dann direkter, wenn auch nicht wirklich konkreter: „8 Todesfälle. RB geht fürs Marketing über Leichen MRP“ war auf drei Bannern hinter Manuel Neuer zu lesen. Dabei spielten die Fans wohl darauf an, dass bei den vielen von Red Bull gesponsorten Extremsportarten wie Basejumping oder den Sprüngen im Wingsuit schon einige Menschen ums Leben gekommen sind.

Später dann spielten die Ultras auf das vielfältige Engagement des Energy-Drink-Konzerns im Fußball an: „RB Leipzig, Salzburg oder

New York - Für Euch ist kein Platz in unserem Sport. Verpisst Euch!“ Das große Finale kam dann mit mehreren Bannern, die über die gesamte Südkurve hinweg hochgehalten wurden: „Fußball bedeutet für uns: Chancengleichheit, Fankultur, Wettbewerb, Siege und Niederlagen, Sportsgeist...“. Mit vielen positiven Werten zeigten die Anhänger der Münchner, dass der Sport für sie mehr ist als nur dem Ball hinterherrennen. Und vermutlich im unausgesprochenen Nachsatz auch, dass diese Werte bei RB Leipzig fehlen.

Bayerns Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge reagierte gelassen bis wohlwollend auf die Unmutsbekundungen in Richtung des Gegners: „Die Fans von uns haben das in einer sehr stilvollen Art und Weise gemacht. Es war nicht beleidigend, wie jetzt beispielsweise am vergangenen Spieltag in Berlin.“ Dort verunglimpften Hertha-Fans Leipzigs Sportlichen Leiter Ralf Rangnick mit einem Plakat mit der Aufschrift „Ey, Ralf wir warten sehnlichst auf deinen nächsten Burnout“. In München sei laut Rummenigge kein Leipziger diskreditiert worden.

Ob es der Red Bull Chef Dietrich Matteschitz, der in der Arena den deutlichen Sieg des FCB gegen RB Leipzig verfolgte, registriert hat,

ist nicht überliefert. Was er aber vermutlich bemerkte, war der überraschend erblondete Mats Hummels.
Die Fans des FC Bayern nutzten die große Bühne jedenfalls mal wieder sehr geschickt. Ob ihre Nachrichten auch bei den richtigen Personen ankommen oder wirklich etwas verändern ist dagegen eher zweifelhaft.

bix

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