„Damit muss ich dich entliken“

Nach Facebook-Fotos: Tierquäl-Vorwurf gegen Thiago und Götze

  • Stefan Matern
    VonStefan Matern
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München - In der Weihnachtspause schnaufen die Bayern-Stars durch. Edeltechniker Thiago postete dabei ein Foto aus Dubai - und das empörte seine Fans.

Nach einem erfolgreichen Abschluss des Fußballjahres 2016, das der FC Bayern mit einem furiosen 3:0-Sieg gegen den ärgsten Verfolger RB Leipzig beendete, dürfen die Star-Kicker der Roten die Füße über den Jahreswechsel hochlegen. Einige nutzten die Zeit für einen Kurztripp in die Sonne.

So auch der spanische Zauberfuß Thiago, der unter Neu-Trainer Carlo Ancelotti bislang zum zentralen Spieler avancierte, Bälle verteilte, Traumpässe schlug und sogar als Torschütze auf sich aufmerksam machte. Nun postete der 25-Jährige ein Urlaubsfoto aus Dubai im sozialen Netzwerk Facebook - und handelte sich dafür die Kritik von einigen Fans ein.

Der Bayern-Star nutzte den Aufenthalt in dem arabischen Emirat, um ein Foto mit der Schimpansen-Dame „Princess“ zu schießen. Diese wird dort offenbar als Touristen-Attraktion gehalten.

Und das rief wenig überraschend einige Tierschützer auf den Plan, die Thiago für dessen Post kritisierten. „Warum tust du das? Es ist ein wildes Tier, und es sollte frei sein, dort wo es hingehört“, schrieb eine Nutzerin. Ein anderer echauffierte sich: „Mit Wildtieren posen ist das Letzte! Damit muss ich dich entliken.“

Unterstützung für den Post mit dem wilden Tier suchte man unter dem Foto vergeblich. Ein User wurde sogar beleidigend, wenngleich mit einem Augenzwinkern: „Der gehört in den Dschungel. Du Affe!“

Die Kommentare, die sich nicht um den Schimpansen drehten, handelten derweil vom angeblichen Interesse von Thiagos Ex-Klub FC Barcelona, den Edeltechniker wieder zurück nach Katalonien zu holen.

Interessant: Auch der Ex-Bayer Mario Götze und sein derzeitiger Teamkollege Marc Bartra von Borussia Dortmund posteten Bilder mit der Schimpansen-Dame.

Auch die beiden mussten sich ordentlich Kritik anhören. „Das ist sowas von falsch, auf so vielen Ebenen, einen Affen als eine Art Haustier zu halten. Diese Tiere sind nicht zur Unterhaltung von Menschen da. Sie sollten mit ihresgleichen in der Wildnis leben“, kommentierte ein Nutzer.

Eine Reaktion der Fußball-Stars steht bislang noch aus. Affen in Gefangenschaft haben häufig mit psychischen Störungen zu kämpfen. Sie werden oftmals mit Gewalt zur Attraktion für Touristen erzogen.

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