Schlägt der FC Bayern zu?

FC Bayern: So sieht der Winter-Transferplan aus - und ein Star steht vor dem Absprung

Der FC Bayern könnte im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen. Gleich zwei ManCity-Stars werden gehandelt. Ein FCB-Kicker steht vor dem Abschied.

  • Der FC Bayern denkt über mögliche Wintertransfers nach
  • Leroy Sané, Benjamin Henrichs und Joao Cancelo werden gehandelt
  • Zudem könnte dem FC Bayern ein Abgang drohen

Hasan Salihamidzic würde es nicht noch einmal tun. Seitdem sich der Sportdirektor des FC Bayern für seine zu offensiven Aussagen im Werben um Callum Hudson-Odoi einen Rüffel eingeholt hat, hat er eine Standard-Antwort auf Fragen nach Transfers parat. 

Als er also am Mittwoch in den Katakomben des Schwarzwald-Stadions vor die Mikrofone trat, war es nicht wirklich eine Überraschung, dass er den Fall Leroy Sané mit folgenden Worten kommentierte: „Über Spieler, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen, rede ich nicht. Deshalb sage ich dazu nichts.“ Eine kurze Nachfrage – und erneut die Antwort: „Ich kann dazu nichts sagen.“

Zwischen können und wollen ist freilich ein kleiner Unterschied, aber man muss sich damit abfinden, dass diese Sätze wohl die einzigen sein werden, die zum angeblichen Winter-Wechselwunsch des ManCity-Spielers platziert werden. 

Trainer Hansi Flick schloss sich dem Schweigegelübde an und sagte: „Das ist ein Spieler, der bei ManCity unter Vertrag ist, von daher ist es für mich im Moment kein Thema.“ Er sei konzentriert auf die Partie am Samstag gegen Wolfsburg und verwies auf die dünne Personaldecke, mit der die Bayern sich in die Winterpause retten müssen. 

Womöglich kommt „der eine oder andere“ bis zum Wochenende dazu, vor allem gibt es beim muskulär angeschlagenen Leon Goretzka Hoffnung. Der Blick auf den Kader und vor allem die Bank in Freiburg – auf der in Javi Martinez und Jerome Boateng nur zwei Profis saßen – lässt die Frage nach Wintertransfers als berechtigt erscheinen.

„Wir haben ein paar angeschlagene Spieler“, sagte Salihamidzic, gab sich aber betont entspannt. Man lasse sich „alle Optionen offen“, werde aber nicht in Aktionismus verfallen, wenn sich das Transferfenster öffnet. Ein Ruck-Zuck-Wechsel von Sané gilt als äußerst unwahrscheinlich, man wird sich bis zum Sommer Zeit lassen. Seit gestern allerdings ist ein neuer Name im Umlauf: Laut kicker sollen die Bayern über einen Transfer des ehemaligen Leverkuseners Benjamin Henrichs nachdenken. Der Nationalspieler wäre eine Option für die rechte Abwehrseite, soll beim AS Monaco unzufrieden sein und rund 25 Millionen Euro kosten.

Ebenfalls in der winterlichen Verlosung für die Position des Rechtsverteidigers: J oao Cancelo (25) von Manchester City. Wie die Bild berichtet, würde bei dieser Personalie allerdings lediglich ein Leih-Geschäft infrage kommen. Cancelo wechselte erst in diesem Sommer von Juventus Turin zum Klub von Trainer Pep Guardiola – für die stolze Summe von 65 Millionen Euro wohlgemerkt. Allerdings schafft es der Portugiese nicht über die Reservisten-Rolle hinaus, England-Star Kyle Walker ist als Rechtsverteidiger gesetzt.

Sollte sich der Rekordmeister im Winter tatsächlich auf rechts verstärken, hätte das vor allem für Joshua Kimmich einen enormen Vorteil: Er müsste nicht mehr zwischen seiner geliebten Sechser- und der Rechtsverteidiger-Position pendeln. In Freiburg ließ Flick den Nationalspieler zum Beispiel wieder rechts spielen, vor allem seine Defensiv-Aufgaben erledigte er zumindest – in Schulnoten ausgedrückt – ausreichend.

Verstärkung in der Abwehr wäre durchaus logisch – und würde dem wechselwilligen Jerome Boateng womöglich in die Karten spielen. In Freiburg schmorte der Weltmeister 90 Minuten auf der Bank und flüchtete als Erster wortlos in den Bus. Im vorletzten Spiel gegen Bremen war seine Leistung unterirdisch. 

Sein Berater Fali Ramadani soll bei den Bayern schon vorstellig geworden sein, und Brazzo schob Abgängen im Winter keinen Riegel vor. Man muss sehen, was passiert. Auch da lässt man sich „alle Optionen offen“, sagte er. Es werde „nicht viel passieren“ – aber nicht viel heißt mehr als gar nichts. Inzwischen kann man Aussagen von Salihamidzic ja ziemlich gut einordnen. 

hlr

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Seeger

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