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Hoeneß posiert nach dem Triple 2013 vor den Pokalen. Bald ist sein letzer Tag als Präsident des FC Bayern gekommen.

„Werde dem FC Bayern immer verbunden bleiben“ 

Uli Hoeneß kurz vor Abschied vom FC Bayern - doch ganz will er sich nicht zurückziehen: „Keine Sorge“ 

Das Spiel in Athen war für Uli Hoeneß die letzte CL-Auswärtspartie als Präsident des FC Bayern. 

Update vom 10. November 2019: Bayern-Präsident Uli Hoeneß sorgt mit einem Spontan-Anruf beim „Doppelpass“ für einen TV-Hammer. Grund für seinen Auftritt: die Kritik an Hasan Salihamidzic.

Update vom 10. November 2019: Beim FC Bayern herrscht nach der Macht-Demonstration gegen Dortmund wieder eitel Sonnenschein. FCB-Präsident Uli Hoeneß verrät danach im ZDF-Sportstudio Details über das Aus von Niko Kovac.

Uli Hoeneß schmunzelte. Es sei schon erstaunlich, sagte er, „dass sich alle mehr Gedanken um mein Seelenleben machen als ich selbst“. Er habe gar nicht daran gedacht, dass es seine letzte Königsklassen-Dienstreise als Präsident und Aufsichtsratschef von Bayern München sei. Es sei „alles wie immer“, betonte der 67-Jährige vor dem Abflug des Rekordmeisters zum Champions-League-Gruppenspiel bei Olympiakos Piräus. 

Letztes CL-Auswärtspiel als FCB-Präsident: Keine Wehmut bei Uli Hoeneß

Von Wehmut war bei Hoeneß in diesem Moment nichts zu spüren. Im Gegenteil: Auf der Gangway plauderte Hoeneß auf seiner letzten CL-Dienstreise als Vereinspräsident mit anderen Passagieren, ehe er auf Sitz 3C der Sondermaschine nach Athen flog. Der Dämpfer beim 2:2 in Augsburg, die Kritik an Kovac oder das ewige Reizthema Müller drückten nicht auf die Stimmung des in Kürze aus dem Amt scheidenden Club-Oberhaupts. „Im Verein ist totale Ruhe“, betonte er und versicherte: „Ich sehe kein Problem, diese Unruhe wird wieder von außen hereingetragen.“ 

Auch im Ruhestand: Uli Hoeneß wird „dem FC Bayern immer stark verbunden bleiben“ 

Hoeneß wird sich wohl auch in seinem Ruhestand weiter zur Lage bei seinem Herzensklub äußern. Ohnehin sehe er „überhaupt keinen Cut. Ich werde dem FC Bayern immer stark verbunden bleiben.“ 

Ein tiefer Einschnitt wird es dennoch sein, wenn Hoeneß bei der Mitgliederversammlung am 15. November seine Ämter an den designierten Nachfolger Herbert Hainer übergeben wird. „Ich werde am 16. November zum ersten Mal in meinem Leben ohne Plan aufwachen“, sagte er unlängst. Spannend sei das, aber er freue sich darauf. Doch noch ist Hoeneß von einem Ruhestand weit entfernt. 

Uli Hoeneß: Präsident des FC Bayern nach wie vor im Angriffsmodus

Auch vor der Partie in Griechenland befand sich der Münchner Patriarch im gewohnten Angriffsmodus. Er nahm die Mannschaft in die Pflicht, geißelte die Diskussionen um Thomas Müller, stellte sich vor Trainer Niko Kovac, um diesem aber gleichzeitig Ratschläge in Bezug auf die Aufstellung zu geben. Schon zuletzt hatte er mit seinen Tiraden gegen den DFB wegen Torwart Manuel Neuer für reichlich Aufsehen in Fußball-Deutschland gesorgt. Und das soll in rund dreieinhalb Wochen der Vergangenheit angehören? Schwer vorstellbar. 

Aber Hoeneß hat zuletzt mehrmals versprochen, sich öffentlich nicht einmischen zu wollen. Er werde seinen Erben als einfaches Aufsichtsratsmitglied (bis November 2023) ungefragt keine Ratschläge erteilen, versicherte er. Aber: „Ich werde kein Golf spielender älterer Rentner sein und über den Tegernsee schauen. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, von mir wird schon noch was zu hören sein.“ 

Rummenigge: Hoeneß wird den FC Bayern nie ganz verlassen

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mutmaßte bereits, dass Hoeneß bei den Bayern immer präsent sein werde. „Es ist nicht sein letzter Tag heute“, sagte Rummenigge, als Hoeneß seinen Abschied offiziell gemacht hatte, „und es wird nie sein letzter sein.“ Zumal Hoeneß einräumte, dass ihm die Machtübergabe nicht leicht gefallen sei. Er habe nachts „auch mal wach gelegen“, bekannte er. Aber, sagte er über den Hauptgrund für den Abschied: „Meine Frau hat mich beim Frühstück immer wieder daran erinnert, dass sie auch ein paar Rechte und mehr Zeit mit mir haben wollte.“ 

Hoeneß ist sich sicher, dass sein Lebenswerk auch ohne ihn vor einer glänzenden Zukunft steht. „Dieser Verein ist in einem Topzustand“, der FC Bayern habe „so viel Kraft“, dass er ihn nicht mehr „an vorderster Front“ benötige. Bei Hainer und Rummenigge-Nachfolger Oliver Kahn sei der Klub künftig „in besten Händen“. Hainer hatte bereits angekündigt, sein eigenes Profil entwickeln zu wollen. Allerdings sieht auch der langjährige adidas-Chef keinen Anlass, sich von seinem langjährigen Freund Uli Hoeneß komplett zu distanzieren. „Wenn ich den FC Bayern zu ähnlichen Erfolgen wie Uli Hoeneß führen könnte, wäre das sicher nichts Schlechtes“, sagte er: „Es wäre also klug von mir, wenn ich auf seinen Rat hören würde.“

Ende August hatte sich Hoeneß schon zu seinem Abschied vom FC Bayern geäußert - damals hatte er über eine mysteriöse Kampagne gesprochen.

Kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft beim FC Bayern München spricht Uli Hoeneß über seinen größten Fehler.

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