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Sinan Kurt wurde einst für drei Millionen Euro vom FC Bayern verpflichtet

Deutscher Rekordmeister zahlte drei Millionen Euro Ablöse

Ex-FC-Bayern-Talent Sinan Kurt: Vertrag in Österreich aufgelöst

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Das ehemalige Talent des FC Bayern München, Sinan Kurt, befindet sich am Tiefpunkt seiner Karriere. Sein Vertrag bei der WSG Swarovski Tirol wurde aufgelöst.

Mit 52 Torbeteiligungen in 52 Spielen in der U17-Bundesliga West spielte sich Sinan Kurt in die Notizbücher sämtlicher europäischer Spitzenteams. Auch der FC Bayern buhlte um den Flügelspieler von Borussia Mönchengladbach. Der Deutsche Rekordmeister ging beim Werben um den deutschen Jugend-Nationalspieler sogar soweit, dass sie einen handfesten Streit mit seinem Verein riskierten. Der FCB führte, ohne Gladbachs Wissen, Gespräche mit Kurt. Erst nach der Einigung informierte man die Verantwortlichen der Borussia davon nebenbei. „Das hat mich enttäuscht“, erklärte Sportdirektor Max Eberl gegenüber Sky, nachdem die Borussia kurz vor Ende des Transferfensters im Sommer 2014 eines der größten Talente ihrer Geschichte abgeben musste. Für den Nachwuchsspieler überwies der FC Bayern drei Millionen Euro an Gladbach. 

Sinan Kurt: Beim FC Bayern München und Hertha BSC aussortiert

Zurückzahlen konnte Kurt das Vertrauen nie. In eineinhalb Jahren absolvierte das „Sturmjuwel“ nur ein Bundesligaspiel. Am 25. April 2015 verhalf Pep Guardiola ihm zu seinem Bundesligadebüt. Zur Halbzeit wurde er gegen Hertha BSC eingewechselt. Auch in der Jugend beim FC Bayern konnte Kurt nur selten überzeugen. Deshalb gaben ihn die Münchner bereits im Januar 2016 für einen Bruchteil der Summe, die sie an Gladbach überwiesen hatten, wieder ab. Hertha BSC überwies rund 500 000 Euro an den FCB.

Doch auch dort glückte Kurt nicht der Durchbruch. Bereits früh war sein Scheitern klar. Nur zwei Bundesliga-Einsätze absolvierte der gebürtige Mönchengladbacher beim Hauptstadt-Klub. Zumeist stand er nicht mal im Kader der Profis. Trainer Pal Dardai kritisierte Kurt mehrmals öffentlich: „Er soll seinen Arsch bewegen“. Das „Mega-Talent“ wurde aussortiert. Statt Bundesligaalltag hieß es am Wochenende Regionalliga West für ihn.

Sinan Kurt: Vertrag in Österreich aufgelöst

Im Februar 2019 beendete die Hertha das Missverständnis und gab Kurt ablösefrei an den österreichischen Zweitligisten WSG Swarovski Tirol ab. Allerdings fand der 22-Jährige auch dort nicht zu alter Stärke zurück. In der Rückrunde absolvierte er 13 Spiele, fünf davon in der Startelf. Dabei gelang ihm ein Treffer. Obwohl die WSG in die erste Liga aufstieg, folgte nur wenig später der nächste große Rückschlag. Der Vertrag beim Aufsteiger wurde aufgelöst. Der Grund passt zu Kurts bisheriger Karriere: "Aufgrund der Ausländerbeschränkung in der Bundesliga ist es schwierig bzw. nicht möglich, dass wir ihn bei uns behalten", erklärte Wattens-Manager Stefan Köck bei laola1.at. Seitdem ist das ehemals größte Talent Gladbachs auf der Suche nach einem neuen Verein. 

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