War nach dem Spiel bedient: Karl-Heinz Rummenigge.
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War nach dem Spiel bedient: Karl-Heinz Rummenigge.

Nach Pleite gegen BVB

Rummenigge: „Müssen erst einmal Wunden lecken“

München - Das Halbfinale zuhause gegen Dortmund sollte eigentlich die Wiedergutmachung für das Aus in der CL sein. Doch jetzt herrscht Katerstimmung. Chef Rummenigge will „Wunden lecken“.

Beim FC Bayern herrscht Katerstimmung. Nach dem Aus in der Champions League gegen Real Madrid setzte es auch zuhause gegen Dortmund eine Niederlage im DFB-Pokal. Somit bleibt nur die Meisterschaft.

Herr Rummenigge, wie bewerten Sie das Halbfinal-Aus im DFB-Pokal?

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender des FC Bayern): Das ist ohne Frage ein bitterer Abend, sehr enttäuschend. Es war eine Niederlage, die man durchaus als unglücklich bezeichnen kann - das ist jetzt schon die zweite unglückliche in einer Woche. Das tut weh.

Sie waren in der Kabine. Wie ist die Stimmung?

Rummenigge: Das kann man sich doch vorstellen, wie die Stimmung nach so einem Spiel ist. Das war grundsätzlich ein super Spiel. Man will so ein Spiel unbedingt gewinnen, wenn man dann verliert, ist die Stimmung entsprechend schlecht. Das ist doch klar.

Vor kurzem hat der FC Bayern in der Liga gegen Dortmund noch 4:1 gewonnen. Was ist diesmal anders gelaufen?

Rummenigge: Wir haben 2:1 geführt zur Pause und hatten ähnliche Chancen. Das Spiel hätte auch wieder so ausgehen können zu unseren Gunsten. Aber hätte, wäre, könnte bringt dich im Fußball nicht weiter. Dortmund hat gewonnen, herzlichen Glückwunsch. Und jetzt werden sie auch wahrscheinlich DFB-Pokal-Sieger.

Kann man der Mannschaft einen Vorwurf machen?

Rummenigge: Sie hat gut gespielt. Wenn man ihr was vorwerfen kann: Wir hatten einfach wahnsinnig viele Chancen, die wir liegen gelassen haben. Eine Schlüsselszene war die 64., 65. Minute: Da musst du das Tor machen. Dann steht es 3:1, dann weiß ich nicht, ob Dortmund noch einmal zurückgekommen wäre. Aber so haben wir es nicht gemacht.

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FC Bayern München Borussia Dortmund
FC Bayern München Borussia Dortmund DFB-Pokal
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Philipp Lahm hat das entscheidende 2:3 mit seinem Patzer eingeleitet. Wie beurteilen Sie die Szene?

Rummenigge: Ich glaube nicht, dass Philipp irgendeine Schuld trifft. Er hat gut gespielt. Er kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Insbesondere er wollte noch mal nach Berlin, so ein Spiel als krönenden Abschluss erleben. Das ist jetzt leider nicht gelungen. Das ist schade.

Uli Hoeneß wirkte beim Gang in die Kabine sehr verärgert?

Rummenigge: Er ist nicht verärgert. Aber wir sind natürlich alle enttäuscht. Die erste Halbzeit war mit das Beste, was ich diese Saison gesehen habe in diesem Stadion. Wenn du das dann trotzdem verlierst in dieser Art und Weise, dann bist du natürlich enttäuscht. Aber das ist völlig normal.

Der FC Bayern könnte schon am Samstag Meister werden...

Rummenigge: Feiern sollte man dann, wenn es mathematisch feststeht. Und das muss erst einmal passieren.

Welche Auswirkungen hat diese Niederlage auf die Zukunft?

Rummenigge: Das ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über die Zukunft zu sprechen. Jetzt müssen wir erst einmal in Ruhe die Wunden lecken. Das sind Wunden, die ohne Frage gekommen sind. Dann wird man sich, wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist, über die Zukunft Gedanken machen.

Wie bewerten Sie die Saison, wenn es nur die Meisterschaft wird?

Rummenigge: Warten wir mal den Saisonabschluss ab. Dann kann man die Dinge in Ruhe bewerten.

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