Mini-Krise beendet

Nach Sieg gegen PSV: Alles wieder rosarot bei den Bayern?

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München - Gegen PSV Eindhoven hat der FC Bayern seine Mini-Krise weggeballert. Doch nach dem 4:1 stellt sich eine Frage.

Das Ergebnis stimmte, die Fans applaudierten und die Spieler strahlten – nach dem klaren 4:1-Sieg über Eindhoven schien die Welt des FC Bayern in Ordnung. Auch der Trainer war wieder versöhnt. „Ich habe gesehen, was ich erwartet habe. Wir haben von Anfang an gut und mit hoher Intensität gespielt, das war perfekt“, lobte Carlo Ancelotti und freute sich über die Reaktion seiner Stars nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg. „Wir haben sehr konzentriert und engagiert begonnen, da haben wir in den ersten Minuten schon die richtige Richtung vorgegeben“, stellte Mats Hummels fest. Die Einstellung stimmt wieder, die Kritik ist verflogen – ist jetzt alles wieder rosarot bei den Roten?

„Natürlich haben wir die Kritik vom Vorstandsboss mitbekommen, aber wir gehen nicht danach, was in den Zeitungen steht. Es geht uns darum, Ergebnisse zu liefern“, betonte Thomas Müller, während Karl-Heinz Rummenigge sich freute, dass seine deftigen Worte vom Wochenende auf nahrhaften Boden fielen. „Ich habe gehofft, dass es diese öffentliche Reaktion gibt, denn wir haben am Samstag mit der falschen Einstellung gespielt“, erklärte der FCB-Boss, nachdem er am Mittwochabend eine deutlich verbesserte Bayern-Elf in der Arena zu sehen bekam.

Mit vier Treffern schossen die Roten ihre Mini-Krise weg, insgesamt 26 Torchancen entstanden aus dem offensiven Spektakel, das von Müller, Robert Lewandowski und allen voran Arjen Robben angeführt wurde. „Das zeigt, dass die Mannschaft selbstkritisch ist und sich immer weiter verbessern will“, kommentierte Kapitän Philipp Lahm den Auftritt seines Teams. „Wir sind alle geil auf Siege, geil auf Erfolg. Das muss man sich nur alle drei Tage wieder hervorrufen“, erklärte Müller.

Mini-Krise? Münchner Massaker! Pressestimmen zum Bayern-Sieg

Alles ist trotzdem noch nicht rosarot beim Rekordmeister, denn auch gegen die PSV zeigte sich die Defensive teilweise anfällig. „Vor der Pause haben wir uns das Leben mal wieder selbst schwer gemacht. Wir standen sehr hoch und haben dann sehr riskant durchs Zentrum gespielt. Da hätten wir beinahe das eingerissen, was wir vorher aufgebaut haben“, gab Hummels zu. Nur mit Glück und Manuel Neuer hielt die 2:1-Führung, ehe Lewy für die Vorentscheidung sorgte. „So wie zuletzt nicht alles schlecht war, ist jetzt nicht alles super gelaufen. Es gibt immer noch Dinge, die wir verbessern können und müssen“, sagte Lahm. Schon morgen Abend. „Jetzt haben wir weitere schwere Aufgaben, am Samstag kommt Gladbach“, blickte Müller voraus (S. 32). Lahm pflichtete ihm bei: „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir nachlegen.“ Vor allem, wenn Ancelotti wieder auf Xabi Alonso setzt. Für den 34-Jährigen lief das Spiel auch am Mittwoch wieder zu schnell, Alonso war der schwächste Münchner. Kein Zufall, dass das Gegentor auch auf seine Kappe ging. Die einzig dunkle Wolke in der – fast wieder – rosaroten Welt.

Sven Westerschulze, Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © dpa

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