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Thomas Müller beim FC-Bayern-Oktoberfestbesuch

Explosionsgefahr an der Säbener Straße

Warum Müller und Martinez trotz FC-Bayern-Wiesn-Gaudi das Lachen vergeht

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    Jonas Austermann
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Das Lachen fiel ihm auf dem Oktoberfest noch schwer. Am Sonntag fand der alljährliche Wiesn-Besuch des FCB statt, auch Thomas Müller war mit von der Partie.

München - Sein Lächeln vor dem Käfer-Zelt wirkte gequält, mit der Daumen-nach-oben-Geste und seinem typischen Augenzwinkern versuchte Müller, seine schlechte Laune zu verbergen.

FC Bayern: Kovac bezeichnet Müller indirekt als Notnagel

Das gelang ihm trotz der Mass Bier in der Hand nur schwer. Kein Wunder, immerhin wurde er am Samstag von Trainer Niko Kovac indirekt als Notnagel bezeichnet. Vor der Partie gegen Hoffenheim sagte der Kroate bei Sky über Müller: „Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen.“ Worte, die enorm viel Zündstoff bergen und Müller die Laune und vor allem das Sprechen verdorben haben. „Nothing to say, wie der Engländer sagt“, meinte der Offensivspieler nach der Pleite gegen Hoffenheim und rauschte ansonsten wortlos aus der Arena.

Auf seine Müller-Aussagen angesprochen, sagte Kovac nach der Partie nur: „Das habe ich so gesagt, und Sie müssen da jetzt nicht etwas daraus zaubern. Für ihn gilt das gleiche wie für jeden anderen auch. Wenn einer nicht spielt und wir ihn brauchen, kommt er. Und der Thomas hat ja heute Schwung reingebracht.“

Die Bayern nach der Niederlage auf der Wiesn

FC Bayern: Thomas Müller bereitet nach Einwechslung Treffer vor

Stimmt: Müller bereitete nach seiner Einwechslung mit einer feinen Flanke den 1:1-Ausgleichstreffer durch Robert Lewandowski vor, kämpfte und opferte sich trotz dickem Hals auf den Trainer für die Mannschaft auf. Kovac muss aufpassen, dass ihm das Thema Müller nicht über den Kopf wächst – die Macht des Publikumslieblings im Verein ist nicht zu unterschätzen…

Niko Kovac kritisiert Mittelfeld-Star nach Heimpleite: „Darf nicht passieren“

Bestes Beispiel: Als einziger Spieler posierte Müller gestern mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge für die Fotografen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic versuchte bereits am Samstag, den entstehenden Konflikt im Keim zu ersticken: „Alle Spieler haben den gleichen Status, der Trainer wählt aus, wer spielt und wer nicht. Aber wir kümmern uns um alle gleich und wir werden alle brauchen. Thomas macht es sehr gut, wenn er reinkommt.“ 

Brazzo weiter: „Ich verstehe, wenn die Spieler, die nicht spielen, unzufrieden sind. Aber man muss auch den Trainer verstehen, wenn er eine Formation sucht, die sich einspielen soll.“ Trotzdem hätte Kovac die Gelegenheit nach der 7:2-Gala in Tottenham nutzen sollen, diejenigen spielen zu lassen, die in London nicht ran durften.

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FC Bayern: Javi Martinez wartet in dieser Saison weiter auf Startelf-Debüt

So wie Javi Martinez, der nach wie vor auf sein Startelf-Debüt in dieser Saison wartet und vor der Partie ebenfalls unfreiwillig für einen Aufreger sorgte. Sichtlich enttäuscht über seinen erneuten Bankplatz vergrub er auf der Auswechselbank sein Gesicht in den Händen, dabei war ihm zum Heulen. Javi musste von Co-Trainer Hansi Flick getröstet werden. Besonders bitter für Martinez: Ausgerechnet Corentin Tolisso, der den Vorzug vor ihm erhielt, verschuldete den ersten Gegentreffer.

Martinez selbst äußerte sich nach dem Spiel nicht zu der Szene. Ausschlaggebend für seine Beinahe-Tränen waren rein sportliche Gründe. „Ich denke schon. Es ist nicht so, dass ich irgendwas anderes wüsste“, bestätigte auch Sportdirektor Salihamidzic. „Natürlich ist es ärgerlich auch für Javi, dass er nicht gespielt hat. Wir haben sicher viele Spiele, wo Javi auch seine Chance bekommen wird.“ 

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