Willy Sagnol war zuletzt Trainer bei Girondins Bordeaux.
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Willy Sagnol war zuletzt Trainer bei Girondins Bordeaux.

FCB-Legende spricht auch über Ancelotti

Kimmich als Lahm-Nachfolger? Überraschende Aussage von Sagnol

  • Stefan Matern
    vonStefan Matern
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München - Wer ersetzt am Sommer an der Säbener Straße Philipp Lahm? Eine interne Lösung mit Joshua Kimmich scheint denkbar - FCB-Legende Willy Sagnol hat dazu nun eine überraschende Meinung.

Ein ganz Großer tritt im Sommer von der Bühne ab. Philipp Lahm hängt seine Kickschuhe an den Nagel und hinterlässt bei den Bayern auf der Position des Rechtsverteidigers eine Lücke, die es zu schließen gilt. Schließlich zeichnete sich der Kapitän über viele Jahre vor allem durch konstante Weltklasse-Leistungen aus. Trotz Schuhgröße 41 hinterlässt der Weltmeister von 2014 große Fußstapfen.

Um einige potenzielle Kandidaten rankten sich seit der Rücktrittsankündigung Lahms immer wieder Gerüchte. Neben Spielern wie Leverkusens Benjamin Henrichs könnte aber eben auch eine interne Lösung Thema werden. Für unsere User steht der Lahm-Nachfolger indes schon fest: Joshua Kimmich. FCB-Legende und Ex-Rechtsverteidiger Willy Sagnol hat dazu aber eine andere Meinung.

Sagnol: „Im Zweikampf hatte er im letzten Jahr Probleme“

Bei Sky äußert der Franzose Zweifel, ob Kimmich als Lahm-Nachfolger tatsächlich die richtige Wahl ist: „Ein Außenverteidiger ist zuerst ein Verteidiger. Kimmich hat mehr Potenzial, um in der Mitte zu spielen“, erklärt der mittlerweile 40-Jährige. Und weiter: „Im Zweikampf hatte er im letzten Jahr einige Probleme gehabt.“ Das sieht Sagnol als großes Hindernis.

Das hängt für den Franzosen aber offenbar auch mit der Spielweise des deutschen Rekordmeisters zusammen: „Die Bayern spielen sehr dominant. Die Verteidiger sind daher oft in einer 1:1-Situation“, so Sagnol. Dafür brauche es aber eben Verteidiger mit viel Erfahrung, „die Kimmich noch nicht hat.“

Kimmich zuletzt oft auf der Bank

Dass Sagnol den Youngster eher im Mittelfeld sieht, dürfte Kimmich selbst gut in den Kram passen. Der Nationalspieler hatte zuletzt betont, dass er sich selbst eher als Nachfolger von Xabi Alonso sehe - und sich damit im Mittelfeld besser aufgehoben fühle, als auf der Position des Rechtsverteidigers.

Zuletzt saß Joshua Kimmich (3. v. l.) oft auf der Bank.

Zuletzt hatte der Youngster allerdings ganz gleich auf welcher Position kaum Einsatzminuten. Das gefällt dem 22-Jährigen aber so gar nicht: „Der Trainer weiß, dass ich auf der Sechs und rechts hinten spielen kann - und auch in der Innenverteidigung. Von dem her hat er viele Optionen, mich einzusetzen.“ Doch Carlo Ancelotti setzt in den wichtigen Spielen auf Routiniers und eine eingespielte Stammelf. Anders als bei Guardiola scheint Kimmich seine Vielseitigkeit unter Ancelotti eher zum Verhängnis zu werden.

Sagnol: Ancelotti hat gegenüber Guardiola einen Vorteil

Willy Sagnol ist sich aber sicher, dass der italienische Bayern-Trainer gegenüber dem Katalanen einen entscheidenden Vorteil hat: „Fußballprofis sind Fußballprofis. Die geben einhundert Prozent unter Guardiola und auch unter Ancelotti. Aber in schwierigen Phasen sind die menschlichen Qualitäten von Ancelotti ein großer Vorteil“, meint der Franzose.

Ob er selbst einmal als Trainer von Kimmich in Frage komme, es sich also vorstellen könne, einen Trainerjob beim FC Bayern zu übernehmen, ließ Sagnol derweil noch offen. Es gebe im Moment keine Pläne. „Aber der deutsche Fußball ist attraktiv wie nie. Ich würde gern als Trainer nach Deutschland zurückkommen.“

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sdm 

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