Sven Ulreich hat sich während der Abwesenheit von Manuel Neuer beim FC Bayern zum echten Leistungsträger entwickelt
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Sven Ulreich hat sich während der Abwesenheit von Manuel Neuer beim FC Bayern zum echten Leistungsträger entwickelt.

Bayerns Nr. 2 über die Zukunft

Das geht für Sven Ulreich beim FC Bayern gar nicht

Auch wenn die Rückkehr von Manuel Neuer schleppend verläuft: Für die Zukunft von Sven Ulreich beim FC Bayern spielt sie eine gewichtige Rolle. Zumindest eine Sache steht für den Ersatzmann fest.

Es sind Zahlen, von denen Sven Ulreich vor der Saison nur träumen konnte: 23 Einsätze, acht Mal die Null gehalten. Der Torwart ist nach dem erneuten Mittelfußbruch von Stammkeeper Manuel Neuer aktuell die Nummer eins beim FC Bayern. Die großen Fragen: Wie lange noch? Und wie geht es ab Sommer für den vermeintlichen Reservisten weiter? „Wie viele Spiele ich noch machen darf, weiß ich nicht. Manu ist im Aufbautraining. Er wird jetzt schon noch drei, vier Wochen brauchen, bis er wieder auf dem Platz trainieren kann. Dann wird man sehen, wie schnell es wieder funktioniert“, sagte Ulreich der tz am Rande der Digitalkonferenz DLD. 

Die Krücken ist Neuer mittlerweile los, derzeit schwitzt er im Kraftraum an der Säbener Straße für seine Rückkehr - und fürs WM-Ticket im Sommer. Erst, wenn der Weltklasse-Keeper wieder zwischen den Pfosten des FCB-Tores steht, wird sein Vertreter die Vertragsgespräche aufnehmen. Ulreich: „Wir haben gesagt, dass wir das Thema im Frühjahr mal angehen. Ich möchte mich jetzt auf die nächsten Spiele konzentrieren und wenn Manu wieder da ist, wird genügend Zeit bleiben, um über meine Zukunft zu sprechen.“ Stand jetzt läuft der Vertrag des 29-Jährigen im Sommer aus. 

Sven Ulreich: Das geht beim FC Bayern gar nicht

Jetzt muss Sven Ulreich entscheiden, ob ihn die Rolle als Nummer zwei hinter Neuer zufriedenstellt. Der FC Bayern will ihn halten, stellte Präsident Uli Hoeneß klar: „Für mich ist Sven Ulreich der Mann des Jahres. Er muss seinen Vertrag unbedingt verlängern.“ Verlängerung oder Abschied aus München? Noch offen. Eines ist für den Ex-Stuttgarter aber ganz klar: streiken, um seinen Willen zu bekommen, geht gar nicht. Ulreich zur tz: „Ich finde es erschreckend, weil man einfach verpflichtet ist, bis zum letzten Tag alles für seinen Arbeitgeber zu geben. Die bezahlen viel Geld, damit man spielt und trainiert.“ Selbst einen Vereinswechsel muss ein Spieler sauber kommunizieren, so Bayerns aktueller Stammtorhüter: „Wenn man neue Interessen hat und neue Wege gehen möchte, muss man sich mit dem Verein zusammensetzen. Streiken wäre nicht mein Stil.“ 

Nicht nur beim Fußball ein starker Zusammenhalt: Die Bayern-Torhüter Sven Ulreich und Manuel Neuer.

Ganz nach Ulreichs Geschmack ist hingegen die Verpflichtung von Schalke-Star Leon Goretzka. Der Keeper: „Das ist der Weg, den der FC Bayern in Zukunft gehen muss: die Leute frühzeitig abwerben und sie dann entwickeln. Es ist super, dass man die Spieler in einer Zeit, in der so viele Millionen herumgeworfen werden, ablösefrei bekommt.“ 3,5 Millionen Euro kostete Sven Ulreich einst. Spätestens seit der laufenden Saison wissen die Roten: Der Ersatzmann von Manuel Neuer ist es wert. 

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Jonas Austermann

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