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Der FC Bayern alias „La Bestia Negra“ besiegte seinen Spanien-Fluch.

Halbfinale, wir kommen!

FCB siegt beim FC Sevilla: Jupp Heynckes beendet die schwarze Spanien-Serie

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    Jonas Austermann
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Im fünften Anlauf hat der FC Bayern München seine schwarze Serie in Spanien beendet. Nach hartem Kampf schlug der Rekordmeister den FC Sevilla mit 2:1. 

Schluss mit der schwarzen Spanien-Serie! Der FC Bayern hat das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale beim FC Sevilla mit 2:1 (1:1) gewonnen (der Ticker zum Nachlesen). Nach dem ersten Sieg auf spanischem Boden seit Mai 2013 lebt der Triple-Traum. Dafür brauchte die Truppe von Jupp Heynckes zwei krumme Dinger und einen kühlen Kopf im Hexenkessel. Thomas Müller: „Wir haben zwei, drei Fehler zuviel gemacht. Die Spanier sind vom Publikum nach vorne gepeitscht worden. Wir haben dann gut reagiert!“

Jupp sorgte schon vor Anpfiff für den ersten Aufreger. Arjen Robben und James Rodriguez flogen aus der Startelf, dazu musste David Alaba (gereizter Nerv im Rücken) komplett passen. Jupp baute stattdessen auf Arturo Vidal, Thiago und Juan Bernat. Im ohrenbetäubenden Lärm des Estadio Ramon Sanchez Pizjuan ging dem FCB ordentlich die Flatter. Und der FC Sevilla? Verwandelte den heimischen Hexenkessel zeitweise in ein Tollhaus. Die Spanier setzten den deutschen Rekordmeister weit vorne unter Druck, attackierten die Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels schon am Strafraum. Und der Jupp-Trupp verlor nicht nur spielerisch den Faden!

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Ribéry hat Glück - dann schlägt Sevilla zu

Franck Ribéry verwandelte sich mal wieder in einen französischen Heißsporn. In Minute zwölf rasierte er im Zweikampf erst Franco Vazquez und ging dann Landsmann Wissam Ben Yedder an die Gurgel. Der Sevilla-Knipser fiel zu Boden, für Ribéry gab’s nur Gelb. Glück gehabt, Monsieur!

Das Spiel der Roten blieb wild - nach Flanke des Ex-Schalkers Sergio Escudero legte Hummels unglücklich für Pablo Sarabia auf. Während das Stadion schon im kollektiven Freudentaumel versank, ballerte der Spanier die Murmel aus zehn Metern neben den Ulreich-Kasten (20.). Doch Sarabia gab so schnell nicht auf! Erst feuerte er aus 20 Metern ein Geschoss in Richtung rechter Winkel, aber Ulle nahm beide Fäuste zur Hilfe (31.). Eine Minute später fiel der Treffer, der längst überfällig war. Wieder flankte Escudero, der gänzlich überforderte Juan Bernat ließ im Rücken Sarabia entwischen. Mit Hilfe der angelegten Hand legte sich der vermeintliche Chancentod das Leder vor und jagte es ins linke Eck. Das Stadion explodierte!

James eingewechselt - dann trifft der FCB kurios

Und es wurde nicht besser: Krieger Vidal humpelte vom Rasen, James kam für ihn (36.). Mit dem Kolumbianer und aus dem Nichts ließ die Heynckes-Elf die spanischen Anhänger verstummen. Ribéry wollte auf Lewandowski querlegen, Jesus Navas fälschte den Ball aufs eigene Tor ab und Keeper David Sorias Rettungstat kam zu spät (37.). Mit dem schmeichelhaften Auswärtstor ging’s für die Roten in die Kabine. Jupp: „Ich habe deutliche Worte gebraucht!“

Er schickte Sicherheitsrisiko Juan Bernat ohne Umwege unter die Dusche, hinten links übernahm Rafinha. Wie lange der FC Sevilla das irre Tempo wohl durchhält? Diese Frage dürfte einigen FCB-Profis durch den Kopf gegeistert sein. Die Antwort blieb erst mal offen. Denn: Die Andalusier machten einfach weiter. Correa auf Vazquez, 2:1 - so einfach wär’s gewesen. Doch Javi Martinez packte eine Monster-Grätsche aus, verhinderte den Einschuss (49.).

Ein Spanier knockt Sevilla aus

Die Bayern raubten Sevilla mit viel Ballbesitz die Nerven. Martinez scheiterte mit seinem Volley noch, dann schockte Thiago seine Landsmänner (68.). Flanke Ribéry, Kopfball Thiago, abgefälscht - und drin! Noch so ein krummes Ding, den Münchnern wird’s egal sein. Trotz roter Trikots war sie in Sevilla wieder zu sehen: die gefürchtete schwarze Bestie FCB.

Eine Fünf und drei Zweier - die Bilder und Noten zum Sieg der Bayern in Sevilla

Jonas Austermann, José Carlos Menzel López

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