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Thorsten Fink

Fink heiß auf Bayern: "Hissen nicht die weiße Fahne"

Hamburg - Seit Thorsten Fink Trainer beim Hamburger SV ist, weht dort ein anderer Wind. Die jüngere Bilanz gegen den FC Bayern ist desaströs, aber Fink kündigt starke Gegenwehr an.

Brutale 0:11 Tore – so lautet die Bilanz des HSV gegen die Bayern aus den letzten zwei Partien. Ein Grund zu Optimismus sieht anders aus. Doch beim Hamburger SV weht ja nun bekanntlich ein anderer Wind. Ex-Bayer Thorsten Fink hat das Ruder übernommen, die Rothosen aus dem Tabellenkeller geholt, und am Samstag (18.30 Uhr) sollen jetzt auch die Bayern dran glauben.

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„Wir werden weder die weiße Fahne hissen, noch schon vorher das Handtuch werfen“, sagte Fink am Dienstag beim Audi Star Talk auf Sport1. Der 44-Jährige strahlt Selbstbewusstsein aus, Fink ist ein Siegertyp. Gelernt hat er das während seiner Zeit beim FC Bayern, bei der er unter anderem die Champions League unter Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld gewann. Und genau dieses Sieger-Gen will er nun auch dem Hamburger SV implantieren. „Wir fighten um unsere Punkte. Wir geben richtig Gas. Das ist das Einzige, was ich von meiner Mannschaft sehen will. Wir müssen kratzen, kämpfen und beißen“, sagte Fink. „Wir können im Moment spielerisch mit Bayern nicht mithalten. Aber wir können es schaffen, Bayern zu schlagen. Wir geben uns nie geschlagen!“

Solche Worte nach dem 1:5-Debakel gegen den BVB beim Rückrundenauftakt. Doch Finks Blick geht nach vorne, immer wieder. „In Berlin (2:1, d.Red.) hat meine Mannschaft gezeigt, wie man gewinnen kann – auch wie man gegen den FC Bayern München gewinnen kann“, so Fink. „Nämlich mit Disziplin, Einstellung und wenn man die Zweikämpfe gewinnt.“ Und auch mit derselben Mannschaft.

Bei der Pressekonferenz am Dienstag in Hamburg kündigte der HSV-Coach an, dass er keine Veränderungen an der Startelf vornehmen will, die auch die Hertha schlug. Fink: „Es gibt keinen Grund etwas zu ändern.“ Beeindruckt war er dabei vor allem von seinem Rückkehrer David Jarolim, der seit dem 17. September 2011 erstmals wieder in der Startelf stand. „Jaro ist ein Vorbild für die anderen“, so Fink. „Er hat lange auf seine Chance gewartet und sie dann konsequent genutzt.“

Fink hat einen Plan. Doch dabei geht es nicht einzig und allein um einen Sieg am Samstag gegen den FCB. Der Coach verfolgt längerfristige Ziele, er will den HSV über kurz oder lang an der Spitze der Bundesliga etablieren. „Ich glaube, dass das Potenzial hier in Hamburg, in diesem Klub und in dieser Stadt steckt“, sagte Fink. „Das ist schon ein Verein – Größe FC Bayern München. Aber natürlich sind wir aktuell noch weit, weit weg von den Bayern. Aber auch Borussia Dortmund stand vor vier Jahren noch nicht da, wo sie heute stehen.“ Heute steht der BVB als erster Bayern-Jäger da. Vielleicht ist Fink in vier Jahren auch der erste Bayern-Jäger. Vielleicht ist er dann sogar Bayern-Trainer, wer weiß…

lop

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