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Thomas Müller ist mit seinem Spruch zur Meisterfeier des FC Bayern München nominiert.

Entscheidung am 16. Oktober

Fußballspruch des Jahres: Auch Bayern-Star Müller ist mit diesem Spruch nominiert

Thomas Müller hat es mit seinem Spruch zur vorzeitigen Meisterschaft mit dem FCB in die Vorauswahl zum „Fußballspruch des Jahres“ geschafft. Kevin-Prince Boateng ist gar zwei Mal vertreten.

Nürnberg - Der inzwischen nach Italien zurückgekehrte Kevin-Prince Boateng ist bei der Wahl für den Fußball-Spruch des Jahres gleich doppelt nominiert. Der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi ist in der Vorauswahl von elf Sprüchen, die eine 14-köpfige Experten-Jury zusammengestellt hat, als einziger mit zwei Zitaten vertreten. Zum einen mit „Bruder, schlag den Ball lang“, der Taktik-Absprache mit Torschütze Ante Rebic beim DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München, zum anderen mit seiner Aussage: „Es kommt mir vor, als ob wir mehr gegen Pyrotechnik kämpfen als gegen Rassismus.“

Neben Boateng gehören auch die Nationalspieler Thomas Müller und Nils Petersen sowie Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, der Ex-Internationale Thomas Hitzlsperger und Felix Kroos, Bruder von Weltmeister Toni Kroos, mit Sprüchen zur Vorauswahl.

Neben Bela Rethy auch drei Fan-Gruppen nominiert

ZDF-Kommentator Bela Rethy und die Fan-Gruppen von gleich drei Bundesligisten (Freiburg, Wolfsburg und Bremen) komplettieren die Top 11. Im Vorjahr hatte erstmals ein Fan-Plakat die Wahl gewonnen. Die Anhänger des FC Schalke 04 wurden für ihr Transparent mit der Aufschrift „Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist“ ausgezeichnet.

Die Jury sucht nun bis zum 16. Oktober die besten vier Zitate aus. Unter diesen wählen die Besucher der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises am 26. Oktober den Sieger. Der seit 2006 vergebene Preis ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert.

Die elf nominierten Sprüche:

„Es kommt mir vor, als ob wir mehr gegen Pyrotechnik kämpfen als gegen Rassismus.“ (Kevin-Prince Boateng)

„Bruder, schlag den Ball lang!“ (Kevin-Prince Boateng und Ante Rebic von Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern - Boateng: „Er hat vor dem Spiel gesagt mit seinem super Deutsch: „Bruder, schlag den Ball lang!“ Und dann hab ich gesagt: „Bruder, ich schlag den Ball lang!““)

„Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt.“ (ARD-Experte und Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vor dem WM-Spiel Schweden gegen Deutschland)

„Bitte bleiben Sie in der Halbzeit auf Ihren Plätzen. Sie könnten ein Tor verpassen!“ (Spruchband der Fans des SC Freiburg in Bezug auf den nachträglich via Videobeweis verhängten Halbzeit-Elfmeter beim Spiel in Mainz)

„Anspruchsvolle Fans suchen motivierte Mannschaft.“ (Plakat der Fans des VfL Wolfsburg)

„Videoschiri, wir wissen nicht, wo dein Auto steht.“ (Plakat der Fans von Werder Bremen)

„Stark! Ein Tor gemacht, eins vorbereitet.“ (Felix Kroos, Bruder von Nationalspieler Felix Kroos, in einem Tweet über seinen Bruder im WM-Spiel gegen Schweden, in dem dieser zwar den Siegtreffer in der Nachspielzeit erzielte, aber durch einen Fehlpass auch das Gegentor einleitete)

„Wäre, wäre, Fahrradkette.“ (Rekord-Nationalspieler und Sky-Experte Lothar Matthäus)

„So wie wenn man in der Kreisklasse aufsteigt, nur vielleicht ein bisschen gedämpfter.“ (Nationalspieler Thomas Müller über die Feierlichkeiten nach dem Sieg in Augsburg, mit dem sich der FC Bayern am 29. Spieltag vorzeitig die 28. Meisterschaft sicherte)

„Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann.“ (Nationalspieler Nils Petersen)

„Das ist hier alles keine Zeitlupe, das sind reale Bilder.“ (ZDF-Kommentator Bela Rethy beim WM-Spiel der DFB-Elf gegen Südkorea)

dpa

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