Bayern-Legende Gerd Müller ist im Alter von 75 Jahren gestorben.
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Bayern-Legende Gerd Müller ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

„Bomber der Nation“ gestorben

Gerd Müller ist tot: Schweinsteiger und Söder trauern um bayerischen Ausnahmefußballer

  • Christoph Klaucke
    VonChristoph Klaucke
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Die Fußball-Welt trauert um eine ihrer größten Legenden: Gerd Müller ist tot. Das teilte der FC Bayern mit.

Update vom 15. August, 17.45 Uhr: Der FC Bayern und die internationale Fußballgemeinschaft trauert um Gerd Müller. Mittlerweile haben sich auch einige ehemalige Weggefährten oder Spieler des FC Bayern zum Tod des „Bombers der Nation geäußert“. „Danke Gerd! Ohne diesen Mann wäre der FC Bayern nicht das, was er heute ist – und die meisten unserer Karrieren wären wahrscheinlich nicht möglich gewesen“, schreibt Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger, der auch von Gerd Müller trainiert wurde.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigte ebenfalls Anteilnahme am Tod des Ausnahmestürmers. „Er war der wohl beste deutsche Stürmer aller Zeiten. Ohne ihn hätten der FC Bayern und die deutsche Mannschaft nie diesen Erfolgsweg beschreiten können. Ich war selbst großer Fan. Ganz Bayern trauert um diesen bescheidenen Erfolgsmenschen.“

Gerd Müller ist tot: Der FC Bayern trauert um seinen früheren Helden

Erstmeldung vom 15. August:

München - Der FC Bayern trauert um Gerd Müller. Der als „Bomber der Nation“ gepriesene ehemalige Weltklasse-Torjäger ist tot. Müller ist am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben, teilte sein früherer Klub mit.

Gerd Müller ist tot - „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans“

„Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat - und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs“, schrieb Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer. „Wir sind in tiefer Trauer vereint mit seiner Frau Uschi sowie seiner Familie. Der FC Bayern wäre ohne Gerd Müller heute nicht der Klub, wie wir ihn alle lieben. Sein Name und die Erinnerung an ihn wird auf ewig weiterleben.“

Müller war im Sommer 1964 zum FC Bayern gekommen und prägte eine Ära. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister, wobei er das Siegtor im Finale in München gegen die Niederlande erzielte. Nach seiner Karriere blieb er dem Verein lange als Trainer im Nachwuchs erhalten. Müller litt an Alzheimer und lebte seit Jahren im Pflegeheim, wo er professionell betreut wurde.

Müller hatte 1971/72 in einer Bundesligasaison schier unglaubliche 40 Tore erzielt. Erst in der vergangenen Saison gelang Robert Lewandowski vom FC Bayern mit 41 Treffern eine neue Bestmarke. Müllers Bilanz von 365 Treffern in 427 Bundesligaspielen ist bis
heute unübertroffen.

Gerd Müller: FC-Bayern-Legende litt unter Alzheimer

Gerd Müller ist seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Der FC Bayern hatte den traurigen Grund bekannt gegeben: Müller litt an Alzheimer.* Seine Ehefrau hatte vor einigen Monaten bedrückende Details über den Gesundheitszustand von Gerd Müller offenbart. „Er isst so gut wie nichts mehr, kann kaum mehr schlucken“, berichtete Uschi Müller traurig. Müller „liegt fast 24 Stunden im Bett, hat nur wenig wache Momente. Es ist so schön, wenn er kurz die Augen aufmacht. Er kann manchmal mit einem Wimpernschlag Ja und Nein signalisieren“, sagte sie. 

„Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht uns alle tief betroffen. Er ist eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern, seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein“, erklärte der Münchner Vorstandschef Oliver Kahn. „Gerd Müller steht als Spieler und als Mensch wie kaum ein anderer für den FC Bayern und seine Entwicklung zu einem der größten Vereine weltweit. Gerd wird für immer in unseren Herzen sein.“ (ck/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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