Der Wechsel von Leon Goretzka zum FC Bayern ist für Schalke nur schwer zu verschmerzen. Nun legt sich Sportvorstand Christian Heidel mit Oliver Bierhoff an
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Der Wechsel von Leon Goretzka zum FC Bayern ist für Schalke nur schwer zu verschmerzen. Nun legt sich Sportvorstand Christian Heidel mit Oliver Bierhoff an.

S04 sauer, Rummenigge happy

Goretzka-Gezicke geht weiter: Heidel schimpft über Bierhoff

  • Manuel Bonke
    vonManuel Bonke
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Auf der Couch sitzen, wenn andere Champions League spielen? Darauf hatte Leon Goretzka laut Oliver Bierhoff wohl keine Lust und wechselt zum FC Bayern. Nun gibt es Verbalattacken von Schalke.

Ring frei für die nächste Runde im Gezicke um den Noch-Schalker und Bald-Bayer Leon Goretzka! Via Bild setzte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zum Seitenhieb gegenüber Schalke 04 an. Bierhoff äußerte sich zum Wechsel des 22-Jährigen zum FC Bayern wie folgt: „Ein ambitionierter Jung-Nationalspieler will Titel gewinnen und sitzt ungern mittwochs auf der Couch, wenn andere Champions League spielen.“ Nach dieser Attacke mussten die Verantwortlichen der Königsblauen erst einmal tief durchschnaufen.

Nun holte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel zum Konter-Haken aus: „Mir ist die Aussage aufgestoßen, dass er den Schritt von Leon nachvollziehen kann. Ich finde, dass der Manager der Nationalmannschaft objektiv sein muss.“ Heidel schimpfte: „Das darf jeder sagen, aber nicht der Manager der Nationalmannschaft.“ Bierhoff würde damit suggerieren, alle Nationalspieler müssten beim FC Bayern spielen. „Da spreche ich auch für andere Vereine“, meint der Schalker. Jeder Klub freue sich, wenn ein Profi für die Nationalmannschaft berufen werde: „Aber wenn es dazu führt, dass man Angst haben muss, dass ein Spieler dann sofort zu den Bayern muss, ist das bedenklich.“ 

Gut für die Bundesliga, dass Goretzka zum FCB geht? Klare Meinung von Rummenigge

Während sich Oliver Bierhoff und Schalke 04 Verbal-Attacken liefern, ist der DFB-Manager mit dem FC Bayern auf Schmusekurs, indem er sagte: „Wir alle sollten froh sein, dass Leon höchste sportliche Ziele hat und der Bundesliga erhalten bleibt, anstatt nach England oder Spanien zu gehen, wo er wahrscheinlich mehr hätte verdienen können.“ Musik in den Ohren von Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. 

Leon Goretzka verstärkt im Sommer 2018 den deutschen Rekordmeister.

Schon in der Pressemitteilung über den Goretzka-Wechsel kokettierte er damit, dass es dem FCB zu verdanken sei, dass der Nationalspieler weiterhin der Bundesliga erhalten bleibt. Im Bayern-Magazin legt Rummenigge jetzt nach: „Ich darf noch etwas zu unserer Verpflichtung von Leon Goretzka kundtun. Wenn wir Leon nicht verpflichtet hätten, wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit zum FC Barcelona gewechselt. Das kann, ganz grundsätzlich, nicht im Interesse des deutschen Fußballs sein. Ich darf den DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zitieren, der gerade eine interessante Statistik präsentiert hat: 

Beim WM-Finale 2014 standen noch neun Spieler aus der Bundesliga in der Startformation von Joachim Löw. Beim Freundschaftsspiel gegen Frankreich waren es nur noch vier. Deshalb sind wir umso glücklicher, dass wir Leon überzeugen konnten, von Sommer an für den FC Bayern zu spielen - und damit weiterhin auch in der Bundesliga.“ Ob Schalke 04 das genauso sieht? 

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Manuel Bonke

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