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Pep Guardiola verlässt Barcelona

Guardiola: Einer für den FC Bayern?

München - Pep Guardiola ist ab Sommer auf dem Markt, und prompt befassten sich Franz Beckenbauer und andere Experten mit einem möglichen Wechsel nach München.

Erst einmal Abtauchen in die Auszeit, dann kommt ein frischer Pep Guardiola zurück – vielleicht sogar zum FC Bayern? Der scheidende Trainer-Star des FC Barcelona könnte nach dem Vertragsende von Jupp Heynckes ab 2013 in München übernehmen, so zumindest spekulierte der Expertenkreis von Sky um Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer am Sonntag.

Die Meinung der Bayern-Legende über Super-Pep: „Er ist herausragend. Ich glaube nicht, dass einer in den letzten Jahren erfolgreicher war, als er. Er hat nur ein Problem: Er spricht kein Deutsch. Es ist unheimlich wichtig, dass ein Trainer, der eine deutsche Mannschaft trainiert, Deutsch spricht.“ Und mit einem Augenzwinkern fügte Beckenbauer an: „Er hat nun ein Jahr Zeit, Deutsch zu lernen. Schafft man das in einem Jahr?“

Bei Guardiolas Klasse sollten zur Not am besten alle Bayern-Stars spanisch lernen. Seine Leistungen sind jedenfalls excellent, auch wenn Kaiser Franz beim Halbfinal-Aus von Barca viel zu kritisieren fand. Beckenbauer: „Barcelona hatte alle Möglichkeiten, sie führen 2:0 und dann lassen sie sich wie eine Schülermannschaft ausspielen. Die Innenverteidigung – wie Ramires da durchgeht: Normalerweise sagst du zum Innenverteidiger, spiel Klavier oder Flöte, aber lass das Fußballspielen. Und das passiert Barcelona!“

Hier können Sie die wichtigsten Aussagen aus Sky 90 Extra nachlesen

In Sky90 Extra debattierten u.a. Sky-Experte Franz Beckenbauer, Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) und Holger Stanislawski, Ex-Trainer TSG 1899 Hoffenheim.

Franz Beckenbauer…

… über die politische Situation im EM-Land Ukraine: „Es ist schade, dass die Politik eingreift. Man sagt immer, die Politik soll sich raushalten. Es ist hier nicht möglich. Es ist schade, dass der Sport benutzt wird, um die politische Situation da zu durchleuchten. Die Ukrainer waren immer gefährdet. In den Sitzungen, wo ich noch im Amt war, war immer alles Rot, immer Alarmglocken. In der gesamten Vorbereitung, zum Beispiel mit dem Stadionbau. Es stand immer auf der Kippe. Dann war mal die Überlegung, Deutschland mit einzubeziehen. Aber man hat sich entschlossen, in der Ukraine zu spielen. Dass jetzt die politische Situation benutzt wird, war damals noch nicht abzusehen.“

… auf die Frage, ob es Rückzug aus der Ukraine gibt: "Kann ich mir nicht vorstellen, wie sich das politisch weiterentwickelt. Vielleicht ist die Regierung in der Ukraine so flexibel, eine Lösung zu finden.“

… über die Bayern-Aufstellung im Champions-League-Finale, mit den gesperrten Spielern Badstuber und Alaba: „Es ist ein Milliarden Publikum und der Zuschauer hat ein Recht, die Besten zu sehen. Ich glaube, das sollte man einzeln berücksichtigen. Viel wichtiger ist, dass die Mannschaft komplett spielen sollte. Die besten Mannschaften sollen ins Finale kommen. Ich bin für ein Gnadengesuch: Wir haben es geschafft bei der WM in Südkorea, wo Ballack im Halbfinale die Gelbe Karte bekam und dann für das Finale gesperrt war. Da hat man reagiert. Auch hat die FIFA bei der EM reagiert, nur leider nicht in der Champions League – das sollten sie auch tun“

... über das Champions-League-Finale: „Für Bayern spricht der Heimvorteil. Sie müssen nicht reisen, spielen zu Hause, haben die Gewohnheiten. Wenn nicht gerade Barcelona im Finale teilnimmt, sind die Chancen 50:50.“

… über das Ausscheiden von Favorit Barcelona: „Von der taktischen Seite hat Chelsea hervorragend gespielt. Alle waren hinten, kaum einer war vorne. Barcelona hatte alle Möglichkeiten, sie führen 2:0 und dann lassen sie sich wie eine Schülermannschaft ausspielen. Die Innenverteidigung - wie Ramires da durchgeht: Normalerweise sagst du zum Innenverteidiger, spiel Klavier oder Flöte, aber lass das Fußballspielen. Und das passiert Barcelona!"

... über den Rücktritt von Barca-Trainer Pep Guardiola und auf die Frage, ob das einer für den FC Bayern wäre: „Er ist herausragend. Ich glaube nicht, dass einer in den letzten Jahren erfolgreicher war, als er. Er hat nur ein Problem: Er spricht kein Deutsch. Es ist unheimlich wichtig, dass ein Trainer, der eine deutsche Mannschaft trainiert, Deutsch spricht.“

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

… über die Vertragsverlängerung mit Shinji Kagawa: „Ich habe letzte Woche die Gespräche auf den Punkt gebracht mit Shinji und seinem Berater. Bis heute ist er nicht bereit, bei Borussia Dortmund den Vertrag zu verlängern. Wir werden zweiglasig planen. Wir werden uns das ein- oder andere anhören. Wir wollen nicht zocken, sondern er hat einen bestimmten Karriereplan und der sieht vor, noch in England zu spielen. Das muss man akzeptieren, aber nicht gut finden.“

… auf die Nachfrage, dass das nach Abschied klingt: „Wir haben nicht die wirtschaftliche Notwendigkeit, einen Verkauf tätigen zu müssen, aber Kagawa ist ein Spieler mit einem gewissen Marktwert und es gibt dann eine wirtschaftliche Vernunft, der man folgen muss. Insofern ist alles offen. Ab jetzt werden wir, was unsere Planung angeht, zweigleisig fahren.“

… über Robert Lewandowski und seine Abwanderungsgerüchte: "Der Berater weiß nicht, wo Robert nach der der EM spielt. Die Unsicherheit kann ich ihm nehmen. Wenn er seinen Spieler weiter bei uns im Signal Iduna Park verfolgen möchte, kann ich ihm gerne eine Dauerkate anbieten. Ich gehe davon aus, dass Lewandowski die nächsten zwei Jahre bei uns spielen wird.“

… über die Titelverteidigung: „Es gab schon mal schlimmere Tage. Der erste Titel war überraschend. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass wir noch mal so in der Lage sind. Im Moment muss man der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Für mich ist das eine gigantische Leistung – trotz des Ausscheidens in der Champions League. Dass mit so einer jungen Mannschaft zu wiederholen – ich kann den Hut vor unserer Truppe ziehen.“

Holger Stanislawski (Ex-Trainer TSG 1899 Hoffenheim)...

… über ein mögliches Engagement in Köln – ob der FC ein Thema für ihn ist: „Ich glaube, dass der FC immer ein interessanter Verein ist. Ich glaube, bei allem, was sie dieses Jahr durchgemacht haben, ist es grundsätzlich ein Traditionsverein, hinter dem eine ganze Nation steht. Es ist immer interessant, in der Bundesliga ein Engagement zu bekommen. Für jeden Trainer ist es eine große Herausforderung, in der Bundesliga zu arbeiten.“

… nach seiner Entlassung als Trainer der TSG 1899 Hoffenheim – ob es ein klärendes Gespräch mit Dietmar Hopp gab: „Nein!“ Auf die Nachfrage, ob er es gesucht und Hopp verweigert hat: „Das lassen wir jetzt mal so im Raum. Es ist grundsätzlich eine Situation, die schade ist, wie sie gelaufen ist. Aber so ist das.“

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