Jahreshauptversammlung FC Bayern
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Uli Hoeneß hat wenig Mitleid mit den Bankdrückern beim FC Bayern.

Rudy, Bernat & Co.

Härtefälle im topbesetzten Bayern-Kader: Hoeneß mit knallharter Ansage

  • Manuel Bonke
    vonManuel Bonke
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Jupp Heynckes stehen aktuell fast alle Spieler des topbesetzten Kaders zur Verfügung, der Trainer des FC Bayern hat die Qual der Wahl. Präsident Uli Hoeneß sieht die Situation eher pragmatisch.

Er ist auf dem Platz ein feiner Kicker, und abseits davon ein sehr feiner Kerl: Sebastian ­Rudy. Ausgerechnet unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw blieb dem Nationalspieler gegen Schalke 04 aber nur ein Platz auf der Tribüne. Weil es im Team des FC Bayern vor allem im Mittelfeld ein krasses Überangebot gibt und bis auf Thiago alle Spieler fit waren, strich Trainer Jupp Heynckes kurzerhand Rudys Platz im Kader. Juan Bernat fehlte ebenfalls auf dem Aufstellungsbogen.

„Für diejenigen, die es dann mal erwischt – und eben nicht aus einer Pause heraus –, ist es natürlich hart“, sagte Mats Hummels zu den Münchner Luxusproblemen. „Ich glaube, da muss man die Spieler sofort wieder mit ins Boot holen. Solche Entscheidungen fallen jedem Trainer schwer. Keiner sagt: Geil, heute darf ich mit Juan Bernat einen super Linksverteidiger und Sebastian Rudy einen deutschen Nationalspieler auf der Sechs rausnehmen.“

Sebastian Rudy hat‘s besonders schwer

Pragmatisch sieht Uli Hoeneß diese Situation. „Ich muss Ihnen mal eines sagen: Hören Sie auf, immer die Nadel im Heuhaufen zu suchen! Kümmern Sie sich um die, die spielen und nicht um die, die auf der Tribüne sitzen“, lautete die klare Ansage des FCB-Patrons gegenüber der tz. FC Bayern knallhart!

Bei Rudy ist die Situation besonders brisant. Nach der Saison steht die WM in Russland an. Und während DFB-Konkurrenten wie Julian Weigl in Dortmund oder Bald-Bayer Leon Goretzka (Das sagen Hummels und Müller zum Umgang mit Leon Goretzka) auf Schalke zu den Leistungsträgern gehören, ist Rudy unter Jupp Heynckes nur ein Ergänzungsspieler. Auffällig: Seit der 1:2-Pleite der Münchner in Mönchengladbach im Dezember blieb der Stratege in neun Ligaspielen sechsmal ohne Einsatz – zu wenig für die Ansprüche eines deutschen Nationalspielers, der 2017 noch einen großen Anteil am Gewinn des Confed Cups hatte.

Dass der sympathisch-ruhige 27-Jährige angesichts der wenigen Spielzeit aufmuckt? Nur schwer vorstellbar. Selbst nach seinem Zwangsausflug auf die Tribüne blieb Rudy beim Gang durch die Reporterzone freundlich. „Sorry, ich muss los“, ließ er die tz mit einem Lächeln wissen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist zuversichtlich, dass Rudy bald auf dem Platz auch wieder Grund zum Lachen hat: „Es ist große Konkurrenz da, was Leistungen rauskitzelt. Klar tut es mir leid für jeden, der nicht dabei ist. Dieses Mal hat es Sebastian erwischt. Der Trainer hat es bis jetzt richtig gut gemacht und wird auch in der Zukunft versuchen, dass alle Spielzeiten bekommen. Schauen wir mal, wie das in den nächsten Spielen sein wird.“ Brazzo macht Rudy also Hoffnung.

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Allerdings: Sollte sich in den nächsten Wochen niemand verletzen, werden künftig regelmäßig drei Spieler aus dem Kader gestrichen. Wäre Arturo Vidal wegen seiner fünften Gelben Karte in Wolfsburg nicht gesperrt, würde es am Samstag bereits drei Härtefälle geben. Nächster Streich-Kandidat könnte ein weiterer Jogi-Kandidat sein: Sandro Wagner. Der Winterzugang aus Hoffenheim musste sich vergangene Woche bereits im DFB-Pokal in Paderborn und auch gegen Schalke mit einem 90-minütigen Bank-Aufenthalt zufrieden geben.

Dienstag in einer Woche wird sich zeigen, welchen Spielern Jupp Heynckes wirklich vertraut. Dann steht nämlich das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Besiktas Istanbul an.

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Manuel Bonke, Jonas Austermann

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