„... das kann ich mir im Moment nicht vorstellen“

Hansi Flick über seine Zukunft beim FC Bayern - „Kann mir vieles vorstellen, aber ...“

  • Momir Takac
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Hansi Flick bleibt beim FC Bayern München der Trainer auf Bewährung. Er selbst verrät genau, was er für seine Zukunft im Verein nicht will.

  • Hansi Flick ist beim FC Bayern weiter Trainer auf Bewährung.
  • Im kicker-Interview spricht er über seine Zukunft beim Rekordmeister.
  • Er äußert sich auch zu Joshua Zirkzee und Jerome Boateng.

München - Hansi Flick ist aktuell Cheftrainer beim FC Bayern. Nur wie lange? Mit den Vereinsbossen wurde vereinbart, dass der 54-Jährige zunächst einmal bis Saisonende das Zepter schwingt.

Seine bisherige Bilanz würde allemal für eine Anstellung über 2020 hinaus taugen: In zehn Spielen für der Rekordmeister acht Siege ein, davon drei in der Champions League. Neben zwei Niederlagen stehen 32:7 Tore. Doch die Bayern-Verantwortlichen zögern noch. Wunschlösung Erik ten Hag scheint sich neuen Meldungen zufolge auch im Sommer nicht realisieren zu lassen, Pep Guardiola hatte ohnehin bereits abgesagt.

Flick hat nun noch eine halbe Saison Zeit, sich für ein dauerhaftes Engagement in München zu empfehlen. Und bislang läuft es, auch die Klub-Bosse sind zufrieden. Flick selbst ist ebenfalls angetan von der Zusammenarbeit mit der Mannschaft, weiß allerdings, dass noch viel Arbeit zu erledigen ist. Der Übungsleiter nennt im Interview mit dem kicker konkret mehr Konstanz und Flexibilität.

Hansi Flick sieht Zikzee noch nicht als einen Lewandowski-Ersatz

Die kurze Winterpause will er nutzen, da es bislang kaum Zeit gab, „um Inhalte richtig trainieren zu können“. Flick will etwa „bei Ballbesitz eine gute Positionierung und bei Ballverlust eine klug formierte Restverteidigung haben“, wie er dem kicker sagte.

Eine entscheidende Rolle soll dabei auch die Möglichkeit eines zweiten Stürmers neben Robert Lewandowski spielen. Womöglich wird man deshalb Joshua Zirkzee, dem gegen Freiburg und Wolfsburg zwei Tore in gerade einmal acht Minuten Spielzeit gelangen, in der Rückrunde öfter auf dem Platz sehen. Doch auch wenn der 18-Jährige sofort nach seiner Einwechslung überzeugte, sieht ihn Flick noch lange nicht als Backup für Lewandowski. „Nein, da lassen wir schön die Kirche im Dorf. Dazu müssen wir noch viel arbeiten“, sagte er dem kicker.

Arbeiten werden die Profis in Doha auch an der Fitness, um in drei Wettbewerben bestehen zu können. Flick kündigte ein „intensives, hartes Trainingslager“ an.

Hansi Flick deutet für den FC Bayern Verstärkungen im Winter an

Aber wie sieht es mit dem Personal in der Abwehr aus? Flick plant künftig klar mit Joshua Kimmich als Sechser und David Alaba als Innenverteidiger. Auch wenn mit Benjamin Pavard noch ein Innen- und Außenverteidiger zur Verfügung steht, deutet Flick Verstärkungen im Winter an. Aber: „Wenn, dann brauchen wir Spieler, die uns sofort weiterbringen, nicht erst im April oder Mai oder noch später. Wir müssen abwägen, welche Spieler uns noch in dieser Saison helfen können. Dazu bin ich im Austausch mit unseren Verantwortlichen Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic.“ 

In dem Interview wird auch klar, dass man Jerome Boateng weiterhin nicht unbedingt halten will. Zwar komme Flick „mit ihm immer gut klar, wir sprechen offen über die Defizite.“ Doch letztlich liege die Entscheidung beim Spieler, „weil es seine Karriere ist.“

Wird Hansi Flick nochmal Co-Trainer beim FC Bayern? „Kann ich mir nicht vorstellen“

Viel Zeit bleibt Flick im Winter dennoch nicht, seine Idee des „attraktiven, nach vorne gerichteten und effizienten“ Fußballs mit der Mannschaft zu perfektionieren. Am 19. Januar starten die Bayern bei Hertha BSC in die Rückrunde. Mit den unter Jürgen Klinsmann verbesserten und ambitionierten Berlinern - im Raum steht eine Verpflichtung von Dortmunds Mario Götze - wartet gleich Mal eine Standortbestimmung.

Der Verlauf der ersten Spiele dürfte auch richtungsweisend für Flicks Zukunft beim FC Bayern sein. Denn eines ist klar: An der Isar zurück ins zweite Glied rutschen kommt für den Fußballlehrer nicht infrage. „Ich kann mir vieles vorstellen, aber das kann ich mir im Moment nicht vorstellen.“ 

mt

Rubriklistenbild: © dpa / Uwe Anspach

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