Hertha-Youngster Valentino Lazaro (21) erzielte in dieser Saison 17 Spielen ein Tor und fünf Vorlagen
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Hertha-Youngster Valentino Lazaro (21) erzielte in dieser Saison 17 Spielen ein Tor und fünf Vorlagen

Interview vor dem Match gegen Bayern München

Herthas Valentino Lazaro: „Dann bekommen wir unsere Chancen“

  • Jonas Austermann
    vonJonas Austermann
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Er ist der Titel-Youngster bei Hertha BSC! Valentino Lazaro (21) sammelte mit RB Salzburg satte neun Titel – und empfahl sich für höhere Aufgaben. Am Samstag tritt er mit Berlin gegen den FCB an.

München - Im tz-Interview spricht der Ösi über Kumpel Alaba, das Rezept gegen die Bayern und seine kurze Kindheit.

David Alaba ist ein guter Freund von Ihnen. Hatten sie in Woche vor dem direkten Duell schon Kontakt?

Valentino Lazaro: Wir haben immer wieder mal Kontakt, rund um die Reisen mit der Nationalmannschaft ist das aber dann noch mehr. Jetzt werden wir uns das Gerede für die Zeit nach dem Spiel aufsparen.

Erst eine Pleite unter Jupp, zuletzt ein 5:0 gegen Besiktas. Wie wollen Sie den FCB knacken?

Lazaro: Die Bayern kommen über den Ballbesitz, wir müssen bei Ballgewinn schnell umschalten und die Konter sauber zu Ende spielen. Dann bekommen wir unsere Chancen, aber dass es sehr, sehr schwer wird, steht außer Frage.

Nach der Verletzung zu Saisonstart sind Sie mittlerweile Stammspieler. Zufrieden?

Lazaro: Trotz meiner Verletzung war es für mich wichtig, den Schritt nach Deutschland zu machen. Am Anfang musste ich etwas reinkommen, aber zuletzt hatte ich in sechs Spielen einen Lauf und habe fünf Scorerpunkte gesammelt.

„In der Bundesliga wird jeder Fehler bestraft“

Sie kamen von Salzburg nach Berlin. Wie groß war der Schritt?

Lazaro: In Sachen Tempo ist es in Deutschland so, dass man sich keine Auszeit gönnen darf. In der Bundesliga wird jeder Fehler bestraft, deshalb gibt es auf dem Spielfeld keine Pausen mehr.

Sie sind ein Frühstarter, haben mit 21 Jahren schon fünf Meistertitel und vier Pokalsiege in Österreich geholt.

Lazaro: Ich bin jetzt in meiner sechsten Profi-Saison und trotzdem noch einer der Jüngsten in der Mannschaft – das ist schon sehr ungewöhnlich. Aber ich bin froh, es so erlebt zu haben.

Sie trainierten bereits mit 15 bei den RB-Profis mit. Was bleibt da auf der Strecke?

Lazaro: Zum einen natürlich das ganz normale Kindsein. Das ist natürlich schwer, wenn man mit 15, 16 Jahren nur noch von 24-Jährigen umgeben ist, die schon ganz andere Themen im Leben haben. Auch mit der Schule ist es nicht mehr so einfach. Viele Dinge geraten in den Hintergrund: Freunde, abends rausgehen. Das habe ich aber gerne in Kauf genommen habe, weil ich Fußball-Profi werden wollte.

Das Bundesligaspiel FC Bayern gegen Hertha BSC können Sie am Samstag bei uns im Live-Ticker verfolgen.

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