Heynckes wird laut! Klare Ansage ans Team

München - Jupp Heynckes hat die Profis des FC Bayern nach dem verpatzten Rückrundenstart in ungewöhnlich emotionaler Weise in die Pflicht genommen. Zudem kündigte er an, dass Breno im Kader stehen wird.

Jupp Heynckes ist ein Freund der ruhigen Worte. Sachlich, analytisch, unaufgeregt. So tritt er seinen Menschen gegenüber, sogar den Journalisten, die gerne mal kritisch hinterfragen. Auch am Freitag berichtete er gelassen von den jüngsten Entwicklungen beim FC Bayern und von der Vorbereitung auf das Wolfsburgspiel. Die böse Erinnerung an die Gladbach-Pleite war ihm nicht weiter anzumerken. Nur am Schluss seiner Ausführungen wurde er noch mal deutlich. Sehr deutlich.

Auf die Frage eines Kollegen, ob ein Sieg gegen den VfL nun mehr denn je ein Muss ist, sagte er eindringlich: „Ich denke, dass wir immer gewinnen wollen.“ Aber: „Wenn man verliert, und wenn man so verliert wie wir bei Mönchengladbach, dann muss man sich auch Kritik gefallen lassen, das ist einfach so. Und deswegen sind wir gefordert, das Spiel zu gewinnen!“

Luxus pur: Das Trainingszentrum des FC Bayern

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Dann wurde er für seine Verhältnisse noch richtig laut. „Und nicht nur morgen, das ist in den nächsten Wochen genauso! Und ich habe meiner Mannschaft gesagt, bis Ende Mai möchte ich sie in einem anderen Gewand sehen – von der ersten bis zur letzten Minute! Rauf und runter, kämpfen, rennen, aber auch Fußball spielen. 90 Minuten, und da muss sich die Mannschaft dran messen lassen, Und sonst an nichts.“

Ende, aus.

Die wichtigsten Personalgeschichten für Samstag Nachmittag waren da schon längst abgehandelt. Nummer eins: Franck Ribéry. Auf ihn ruhen die ganz großen Hoffnungen. „Er hat in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet, aber das war nach seinem Lapsus vom Köln-Spiel auch notwendig. Er hat sich geschadet, der Mannschaft geschadet“, meinte Heynckes. Nun soll er den Unterschied ausmachen.

Genau wie auch Bastian Schweinsteiger, der allerdings noch immer mit Problemen kämpft. „Er hat in der gesamten Vorbereitung immer wieder Beschwerden gehabt, hat mit dem Training aussetzen müssen. Das ist natürlich alles nicht sehr positiv nach so einer Verletzungspause“, erklärte der Trainer und verglich seinen „Taktgeber“ sogar mit dem Wolfsburg-Coach zu dessen aktiven Zeit. „Das, was Felix Magath war, ist Bastian in der heutigen Zeit für den FC Bayern.“ Und weiter: „Er hat große taktische Disziplin und er setzt sich mit Fußball auseinander. Das ist ein Spieler, der später vielleicht auch ein mal Trainer werden kann.“

Von ganz vorn über die Mitte ging es dann zu Personalie Nummer drei in die Abwehr – und zu Breno! Heynckes verriet: „Ich habe Breno schon signalisiert, dass ich ihn mit in den Kader nehme. Daran sehen Sie schon, dass das, was der Junge an Bockmist gebaut hat, vergessen ist. Es ist für ihn eine ganz große Chance.“

Michael Knippenkötter

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