Bayern München - 1899 Hoffenheim
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Bayern-Trainer Jupp Heynckes und TSG-Coach Julian Nagelsmann auf der PK nach dem Spiel.  

Comeback-Sieg gegen Hoffenheim

Heynckes zeigt Nagelsmann Grenzen auf: „Ein anderes Kaliber“

Zu Beginn sah es so aus, als könnte die TSG Hoffenheim um Trainer Julian Nagelsmann den FC Bayern ärgern, doch der deutsche Rekormeister ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Es ist auch ein Teil von Heynckes‘ Werk. 

München - Nach dem Sieg im Generationenduell bot Jupp Heynckes seinem 42 Jahre jüngeren Gegenüber großzügig das Du an. "Jetzt darf ich Jupp sagen. Vorm Spiel habe ich ihn noch gesiezt", berichtete Julian Nagelsmann lächelnd nach Bayern Münchens unterhaltsamem 5:2 (2:2) gegen 1899 Hoffenheim, in dem der alte Trainerfuchs den Himmelsstürmer deutlich in die Schranken gewiesen hatte.

Viel Lob hatte Heynckes freilich trotzdem übrig für seinen Kollegen. Der Bayern-Coach hob etwa Struktur und Organisation des Hoffenheimer Spiels hervor. Doch letztlich war es seine Mannschaft, die sich von einem frühen 0:2-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ.

"Es war keiner nervös, das ist halt der FC Bayern, das ist schon beeindruckend. Die liegen 0:2 zurück und machen einfach weiter", sagte Sandro Wagner, der am Ende noch sein erstes Tor für die Münchner erzielen durfte und beide Trainer gut kennt.

Wagner: „Beide sind tolle Trainer“

Es ist auch ein Teil von Heynckes' Werk, dass der Fußball-Rekordmeister wieder eine solche Überzeugung ausstrahlt. Gerade Wagner, der erst vor wenigen Wochen aus Hoffenheim kam, nötigt das Respekt ab. "Heynckes", sagte der Mittelstürmer, "das ist nochmal ein anderes Kaliber."

Ein anderes Kaliber vor allem an Erfahrung und an Erfolgen als Nagelsmann, wenngleich Wagner "ein großer Fan" seines Ex-Trainers ist: "Er ist ein Riesentalent und wird seinen Weg machen. Beide sind tolle Trainer." Aber dass Nagelsmann eben noch kein Heynckes ist, mag auch ein Grund dafür sein, warum der Job beim FC Bayern noch nicht in unmittelbarer Zukunft auf ihn wartet.

Die Spekulationen über den Heynckes-Nachfolger sind voll im Gange. Jetzt behauptete Eintracht Frankfurts Manager Fredi Bobic, dass er den neuen Mann bereits kenne. Gleichzeitig schloss er seinen Coach Niko Kovac als neuen Bayern-Mann aus. Thomas Tuchel also? "Da wissen die Herren mehr als wir", konterte Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Samstag bei Sport1.

Egal, wer es letztendlich wird - er tritt ein schweres Erbe an. Zwar präsentierte auch Hoffenheim ein durchdachtes, ein mutiges Konzept, aber es hielt nicht stand gegen die Klasse des Tabellenführers, der seinen sechsten Titel in Folge schon Mitte März feiern könnte. "Es ist ein überragendes Gefühl, dass du bei 0:2 weißt, du hast noch nicht verloren", meinte Thomas Müller.

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Müller über Meisterschaft:  „Es wird kein enges Rennen mehr“

Müller, der zunächst mit Franck Ribery und James (welch Luxus!) auf der Bank geblieben war, will keine künstliche Spannung in der Meisterschaft herbeireden. "Es wird kein enges Rennen mehr", sagte er angesichts der 16 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Und so geht es für den FC Bayern vor allem um eines: "Wir dürfen keinen Schlendrian reinbringen und müssen Woche für Woche zeigen, was wir können."

Denn die Rückrunde beginnt für die Münchner erst so richtig mit dem Achtelfinale der Champions League gegen Besiktas Istanbul (20. Februar/14. März), dann zählt es. Das Viertelfinale im DFB-Pokal beim SC Paderborn (6. Februar) ist schließlich auch eine Pflichtnummer. "Wir haben große Aufgaben vor uns, wir müssen alle im Kopf da sein", mahnte Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Zwei so schnelle Gegentore wie die von Mark Uth (3.) und Bayern-Leihgabe Serge Gnabry (12.) darf man sich in der Königsklasse kaum ungestraft leisten. In der Bundesliga reicht die "riesige Qualität" (Heynckes) aus. Robert Lewandowski (21.), Jerome Boateng (25.), Kingsley Coman (63.), Arturo Vidal (66.) und eben Wagner (90.) stellten das sicher.

In unserem Live-Ticker können Sie das Spielgeschehen nochmals nachlesen.

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SID/Glomex

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