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Bayern-Präsident Uli Hoeneß schickte seinem alten Kumpel Jupp Heynckes eine Kampfansage per SMS.

Hoeneß schickt Kampfansage per SMS

München - Uli Hoeneß schickte seinem alten Kumpel Jupp Heynckes eine Kampfansage per SMS. Auch an den Vorstand des FC Bayern teilte der Präsident aus. Seine Mahnung bezog sich auf Leihgabe Toni Kroos.

Die moderne Technik ist nicht so Uli Hoeneß’ Sache, aber man hat ja im Zweifelsfall nahezu immer eine helfende Hand um sich. Am Sonntag musste ihm zum Beispiel seine Tochter beistehen.

Der neue Präsident des FC Bayern wollte Jupp Heynckes eine SMS schicken, dem alten Kumpel gratulieren zu seinem Sieg mit Bayer Leverkusen und das Ganze mit einer Kampfansage vermixen.

Die Tochter tippte also, was ihr Hoeneß diktierte, und tags darauf musste der 58-Jährige noch immer schmunzeln bei dem Gedanken an seine Botschaft in den Westen der Republik.

„Ich hab’ ihm gesagt, dass die Jagd jetzt eröffnet ist. Ich hab’ ihm ein schönes Halali vom Tegernsee geschickt – er soll sich warm anziehen.“

Nach dem 3:2 des FC Bayern bei Werder Bremen, einem Spiel, das neben dem 4:1 in Turin als beste Saisonleistung eingestuft wurde, hat Hoeneß die Jagdlust gepackt.

Uli Hoeneß: Sein Leben in Bildern

Uli Hoeneß: Sein Leben in Bildern

Die Leverkusener zogen zwar am Sonntag mit dem 3:0 in Hoffenheim nach und blieben top, doch die Gala an der Weser stimmt den Präsidenten der Münchner zuversichtlich, dass der Werksklub noch rechtzeitig abgefangen wird.

In Bremen habe man „wie aus einem Guss gespielt“, jubelte Hoeneß, „wir saßen mitten in einem Bremer Block – und die waren geschockt. Sie waren danach aber auch fair und haben gratuliert. Die sind ehrlich fassungslos gewesen, dass wir sie in ihrem eigenen Stadion so vorgeführt haben.“

Er selber habe sich nur über die mangelhafte Torausbeute geärgert, so Hoeneß weiter, „denn wenn man ehrlich ist, hätte dieses Spiel 9:2 ausgehen müssen – und da habe ich jetzt noch nicht einmal alle 100-prozentigen Torchancen mitgezählt. Was die Mannschaft momentan spielt, ist wirklich allererste Sahne.“

Es habe ihn sehr erwärmt, was er da unten auf dem Platz gesehen habe – „obwohl es am Samstag saukalt gewesen ist“. Bei Bayer Leverkusen erwärmt derweil Toni Kroos die Herzen, und im Fall der Leihgabe des FC Bayern sprach Hoeneß nun ein Machtwort: Ob der 20-Jährige im Sommer zurückkommt, sei zwar Sache des Vorstands, „aber wir wären ja mit dem Klingelbeutel geschlagen, wenn wir ihn in Leverkusen lassen würden“.

Dieser Wink an den Vorstand war deutlich – auch die letzten Zweifel an der Entschlossenheit des FC Bayern, das Eigengewächs zurückzuholen, dürften so beseitigt sein. Hoeneß sieht Kroos’ Entwicklung aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht mit großer Freude.

„Es ist ein Traum für uns: Ein Spieler, der unter Jürgen Klinsmann gar keine Rolle gespielt hat, der unter ihm weggeschickt wurde, blüht plötzlich auf.“ Er sei ja „nicht nur ein Mann des Fußballvereins, sondern auch Wirtschaftsexperte. Und man kann sich ja vorstellen, wie sich der Marktwert von Toni Kroos jetzt entwickelt hat. Da lacht einem natürlich das Herz im Leibe.“

Was jetzt aber nicht heißen soll, dass Kroos lediglich ein Spekulationsobjekt geworden ist. Man plant ihn sportlich ein. „Louis van Gaal ist überzeugt von ihm, er kann sich ein Mittelfeld mit ihm gut vorstellen“, versicherte Karl-Heinz Rummenige. Kroos soll künftig also nicht mehr von den Bayern gejagt werden, sondern mit ihnen zum Halali blasen.

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