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Uli Hoeneß (l.) und Christian Nerlinger haben sich nicht immer blendend verstanden

Hoeneß: Verhältnis zu Nerlinger hat gekränkelt

München - FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß verrät, dass das Verhältnis zu Sportdirektor Christian Nerlinger gekränkelt hat. Jetzt will er weitere Ex-Bayern integrieren und nennt Namen.

Uli Hoeneß wird am Donnerstag 60 Jahre alt, und es scheint, als würde bei der ehemaligen "Abteilung Attacke" des FC Bayern langsam die Altersmilde einsetzen. Als Hoeneß vom Managerstuhl auf den Präsidententhron wechselte, hatte er auch angekündigt, ein wenig in den Hintergrund rücken zu wollen. "Das ist total gelungen", bilanziert er im Interview mit dem "Kicker": "Ich bin Ratgeber für viele, auch aus anderen Vereinen. Die Leute spüren, dass ich es ehrlich meine." Eine "offene Feindschaft" pflege er nur noch mit Willi Lemke. Hoeneß, der "Elder Statesman".

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Wenn es sein muss, würde Hoeneß jedoch nach wie vor eingreifen. "Ich hätte kein Problem, Christian Nerlinger zu sagen, wäre es nicht besser, das so oder so zumachen?" Momentan scheint das aber alles andere als nötig zu sein, denn es läuft ja bekanntlich in allen drei Wettbewerben bei den Bayern. Das war in der jüngeren Vergangenheit auch mal anders. "Unser Verhältnis ist jetzt sehr gut, es war nicht immer so. Unter Louis van Gaal saß er (Nerlinger, Anm. d. Red.) zwischen den Stühlen." Doch mittlerweile sind die Wogen geglättet. Hoeneß sagt: "Es gibt keinen Biber, der aufstaut."

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Besonders scheint es ihn zu freuen, dass das alles mit Eigengewächsen wie Nerlinger gelingt. Auch künftig will Hoeneß verdiente Ex-Spieler im Verein behalten beziehungsweise zurückholen. "Mit Rummenigge, Karl Hopfner und dem Aufsichtsrat möchte ich in den kommenden fünf Jahren die passenden Nachfolger finden, ohne dass eine Delle entsteht."

Für die Zukunft des deutschen Rekordmeisters hat Hoeneß vor seinem Geburtstag bereits eine Wunschliste: "Spontan fallen mir neben den derzeitigen Amtsinhabern Namen wie Kahn, Scholl, van Bommel, Sagnol, Butt, Tarnat und vielleicht Effenberg und Jeremies ein."

tz

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