Heiß auf den FC Bayern: Alexander Schwolow (r.) ist beim SC Freiburg die unumstrittene Nummer eins.
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Heiß auf den FC Bayern: Alexander Schwolow (r.) ist beim SC Freiburg die unumstrittene Nummer eins.

Schwolow stellt sich auf Schwerstarbeit ein

Freiburg-Keeper im Interview: „Das hat Ulreich schon in Stuttgart ausgezeichnet“

  • Jonas Austermann
    vonJonas Austermann
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Alexander Schwolow hat sich im Freiburger Tor zu einem der besten Keeper der Bundesliga gemausert. Im Interview spricht er über seinen Gegenüber Sven Ulreich, die DFB-Auswahl und das Spiel gegen den FC Bayern.

München - Manchmal führen auch Umwege zum großen Ziel! Alexander Schwolow, heute Bundesliga-Keeper des SC Freiburg, kennt das nur zu gut. Während einer Ausleihe zum damaligen Drittligisten Arminia Bielefeld sammelte er wertvolle Erfahrungen, wurde zum DFB-Pokal-Schreck und durfte zum SC zurück. Mittlerweile zählt der 25-Jährige zu den Top-Torhütern der Liga. Im tz-Interview spricht Schwolow über Sven Ulreich, Joachim Löw und Real Madrid.

Der FC Bayern hat 19 Punkte Vorsprung auf Platz zwei, ist gefühlt schon wieder Meister. Ein Vorteil für den SC Freiburg?

Schwolow: Man darf nicht den Fehler machen und denken, dass die Bayern nicht mit der notwendigen Spannung hierher kommen. Vielleicht haben sie dadurch, dass sie keinen großen Druck mehr haben, die gewisse Lockerheit. Jetzt ist mit Kingsley Coman noch ein wichtiger Spieler ausgefallen, da wollen sich direkt die Jungs zeigen, die denken, dass sie immer spielen müssten.

Sie haben in 22 Partien sieben Mal die Null gehalten - der viertbeste Wert in der Bundesliga. Was muss klappen, damit auch gegen den FCB die Null steht?

Schwolow: Ich habe gehört, dass Robben und Ribéry gegen uns die Flügelzange bilden sollen (Interview wurde vor Bekanntwerden des Ribéry-Ausfalls geführt, Anm. d. Red.). Da können wir uns auf eine große Aufgabe vorbereiten. Jeder muss sein Maximum erreichen, um etwas mitnehmen zu können. Zuhause haben wir aber gute Auftritte gezeigt und wenige Gegentore bekommen. Wir gehen nicht ohne Selbstbewusstsein in die Partie.

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Ihr Gegenüber am Sonntag ist Sven Ulreich. Wie sehen Sie seine Entwicklung?

Schwolow: Ich bin sehr beeindruckt von ihm - auch davon, wie er sich aus Tiefs immer wieder selbst herauszieht. Das hat ihn schon damals in Stuttgart ausgezeichnet. Auch in München wurde er zunächst kritisiert, dann hat er sich sehr stabilisiert und an das Niveau des FCB angepasst. Da kann ich nur den Hut ziehen.

Jogi Löw sieht Ulreich im Blickfeld des DFB-Teams. Sind Sie auch heiß auf die Nationalelf?

Schwolow: Darüber habe ich mir bisher noch nicht so die Gedanken gemacht. Die Torhüter, die jetzt im Kreis des DFB sind, sind alle Super-Jungs. Den Traum, da irgendwann mal reinzustoßen, habe auch ich. Ich mache mir da aber keinen besonderen Druck.

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Sie kamen mit 16 Jahren zum SC Freiburg und sind ein Beispiel dafür, dass die Nachwuchsarbeit klappt.

Schwolow: In der Fußballschule wird sehr gute Arbeit geleistet. Das ist für einen Verein wie den SC Freiburg ungemein wichtig. Damals als Christian Streich aus der Fußballschule weggegangen ist, war das ein großer Schnitt. Der Trainer hat außergewöhnliche Ausbildungsqualitäten, hat viele Spieler in den Profi-Bereich gebracht. Diese Nahtstelle müssen wir weiter beibehalten. Für die Überlebensfähigkeit eines mittelständischen Klubs wie den SC ist das notwendig. Es ist unmöglich, immer perfekte Transfers zu machen.

Oliver Baumann ging nach Hoffenheim, Roman Bürki zum BVB. Bei welchem Klub werden Sie schwach?

Schwolow: Da fällt mir spontan keiner ein. Ich bin sehr zufrieden in Freiburg, aber wenn jetzt Real Madrid anruft, muss ich mich damit beschäftigen (lacht). Aber ich bin nicht Fan eines Vereins.

Interview: Jonas Austermann

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