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Jermaine Jones hier gegen Julian Draxler. 

„Bayern-Spieler sind nicht mehr unantastbar“

Nach Wut-PK: Ex-Schalker stimmt den Bayern-Bossen zu, zählt aber Hummels und Neuer an

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Jermaine Jones hat so einige Schlachten in der Bundesliga geschlagen. Seine Karriere beendete er bei LA Galaxy. Nun hat sich der 36-Jährige zum FC Bayern und zur Nationalmannschaft geäußert. 

München - Die Pressekonferenz der Bayern-Bosse hat für viel Wirbel gesorgt. Etliche Experten und Medienvertreter haben ihre Meinung zu den Aussagen der Verantwortlichen mitgeteilt. Nun hat sich ein ehemaliger Bundesliga-Profi zu Wort gemeldet. Jermaine Jones, jahrelang auch in der Bundesliga tätig, stellte Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic ein positives Zeugnis aus. 

„Was die Bosse auf der Pressekonferenz gesagt haben, ist vom Grundsatz her richtig. Sie verteidigen den FC Bayern und die Spieler und wehren sich gegen vieles, was in den Medien zuletzt stattgefunden hat. Der Klub hat viel für den Sport geleistet“, so Jones bei Sport1.de. „Wenn dann zu viel Kritik kommt, ist es auch mal gerechtfertigt, zu so einem Rundumschlag auszuholen. Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic haben Recht“, sagt der Ex-Schalker. 

Auch zum DFB-Team hat der 36-Jährige eine klare Meinung. Für ihn fehle das Vertrauen in junge Spieler. „Leroy Sane hat gegen Frankreich toll gespielt. Man sollte ihn stärken. Spieler wie er müssen jetzt die Veränderung bringen“, sagt der Ex-Profi und fordert auch die Ablösung mehrere Bayern-Stars. „Meiner Meinung nach muss auch im Tor ein Wechsel her. Ältere Spieler wie Mats Hummels sollten rausgenommen werden. Das alles kann nur Löw entscheiden. Ich möchte nicht mit ihm tauschen. Solange er verliert, wird es weiter unruhig bleiben“, so Jones deutlich. Neben Sané fordert er auch mehr Vertrauen in Timo Werner. 

Jermaine Jones zählt den Bayern-Block im DFB-Team an

Der ehemalige Mittelfeldspieler zählt also Manuel Neuer und Mats Hummels an. „Es gibt genug Talente, die eine hervorragende Ausbildung genießen. Aber es müssen ein Umbruch und neues Selbstvertrauen her. Joachim Löw ist momentan in einer schwierigen Situation. Er wird einen nötigen Umbruch konsequenter durchziehen, als viele Kritiker es ihm zutrauen. Er wird alle Karten neu sortieren“, sagt Jones und fügt an: „Als Bundestrainer muss er auch unangenehme Entscheidungen treffen, die nicht jeder Spieler und Fan versteht.“

„Vor allem die Ablösung des „Bayern-Blocks“ würde dem DFB-Team laut dem Ex-Schalker helfen. „In den vergangenen Spielen hat der Bundestrainer noch daran festgehalten und wollte nichts ändern. Die Bayern-Spieler werden aber auch älter. Es gibt auch gute Spieler aus anderen Klubs, die helfen können“, so der 36-Jährige. „Die Bayern-Spieler werden nicht mehr so gebraucht wie früher, sind nicht mehr unantastbar. Manuel Neuer ist zwar der Kapitän der Nationalelf, aber Marc-Andre ter Stegen ist beim FC Barcelona auch unfassbar gut. Meiner Meinung nach ist er gerade der beste deutsche Torwart“, empfiehlt Jones.

Jermaine Jones sagt aber auch: „Neuer ist der beste Torwart der Welt“

Der 69-fache US-Nationalspieler relativiert seine Aussage zu Neuer ein wenig. „Deutschland hatte noch nie ein Problem mit Torhütern. Zum jetzigen Zeitpunkt auch nach der langen Verletzung von Neuer ist ter Stegen bestimmt der bessere Torhüter. Ich habe mit Manuel zusammengespielt. Er ist der beste Torwart der Welt, aber nur, wenn er zu 100 Prozent fit ist“, sagt Jones und meint: „Zum jetzigen Zeitpunkt hat ter Stegen die Nase vorn. Löw müsste ihn aber erstmal über einen längeren Zeitraum ins Tor stellen, um zu schauen, was ter Stegen dann leistet.“

Jermaine Jones selbst hatte sich nach drei Test-Länderspielen im deutschen Trikot doch noch für die USA entschieden. Der Ex-Profi sieht sich künftig als Trainer an der Seitenlinie und kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen. 

Lesen Sie auch: Nach dem Bayern-Beben: Das sagt Kimmich zur Abrechnung der FCB-Bosse

ank

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