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Mario Mandzukic (vorne) und Xherdan Shaqiri müssen kein Verfahren mehr fürchten

Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth

Kein Verfahren gegen Mandzukic und Shaqiri

München/Nürnberg - Gegen die FC-Bayern-Profis Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri wird es kein Verfahren geben. Die strafbare Deutung ihres Jubels hält die Staatsanwaltschaft für abwegig.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat die Ermittlungen gegen das Duo eingestellt. Die Überprüfungen hätten laut den Behörden ergeben, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass die beiden Münchner bei ihrem Torjubel vor eineinhalb Wochen in Nürnberg einen „strafbaren Hitlergruß“ ausführen wollten. Ihre militärische Geste hätte so ausgelegt werden können. Einer näheren Betrachtung hielt diese Deutung aber nicht stand. Von einer Querverbindung zum Dritten Reich hatten sich die Bayern bereits einen Tag nach der fragwürdigen Geste distanziert.

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Allerdings erklärte Mandzukic auch, er habe mit dem militärischen Gruß die beiden kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markac ehren wollen, die vor der Partie in Nürnberg überraschend vom UN-Kriegsverbrechertribunal von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen worden waren. In dieser Richtung habe man keine Ermittlungen angestrengt, ließ die Staatsanwaltschaft wissen, da derartige Jubelvarianten in Deutschland nicht strafbar seien.

Die Bayern hatten Mandzukic allerdings deutlich nahegelegt, in Zukunft auf Gesten zu verzichten, die Fehlinterpretationen Spielraum lassen.

awe

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