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BVB-Star schimpft über Zwayer - „Schiedsrichter, der schon Spiele verschoben hat“

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Von: Antonio José Riether

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Das Topspiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern sorgte für viel Gesprächsstoff. Jude Bellingham kritisierte Schiedsrichter Felix Zwayer heftig.

Dortmund - Das Topspiel der Bundesliga hatte es in sich. Borussia Dortmund und der FC Bayern zeigten teilweise starken Fußball und kämpften leidenschaftlich um die Tabellenspitze. Letztlich gewannen die Münchner – auch aufgrund von strittigen Entscheidungen von Schiedsrichter Felix Zwayer. Ein Dortmunder Spieler ging in einem Interview etwas zu weit und warf dem Referee einen heftigen Vorwurf an den Kopf.

BVB - FC Bayern: Jude Bellingham mit böser Unterstellung gegen Schiedsrichter Felix Zwayer

Jude Bellingham, der am Samstagabend zuerst auf Linksaußen und später in der Zentrale ein gutes Spiel machte, stand nach dem Abpfiff beim norwegischen Sender Visplay Fotball am Mikrofon. „Für mich war das kein Elfmeter. Hummels schaut nicht einmal zum Ball und er kämpft um ihn“, meinte der Engländer im Gespräch mit Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft über die zweifelhafte Szene, die zum 3:2-Siegtreffer für den FCB führte. Und Bellingham setzte noch einen obendrauf.

„Sie können sich viele andere Entscheidungen in diesem Spiel anschauen. Was erwarten Sie, wenn Sie einem Schiedsrichter, der schon einmal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland übertragen?“, so der 18-jährige Dortmunder, der sich aufgrund des nicht gegebenen Elfmeters für den BVB nicht vor den Kameras zügeln konnte.

BVB - FC Bayern: Jude Bellingham spielt mit Vorwurf auf Zwayers Betrugsskandal an

Tatsächlich hat Bellinghams Aussage einen wahren Hintergrund, der Vize-Europameister spielte auf den großen Wettskandal aus dem Jahr 2005 an. Zwayer war einer der Berliner Unparteiischen, die gegen den Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer aussagten. Dieser hatte mehrere Spiele für ein paar tausend Euro verpfiffen und verbüßte eine Haftstrafe.

Doch auch Zwayer wurde im Zuge der Ermittlungen gesperrt. Der heute 40-Jährige hatte an einer der ihm bekannten Spielmanipulationen von Hoyzer teilgenommen, bevor er diese meldete. Vor dem Spiel zwischen dem Wuppertaler SV und Werder Bremen II hatte er 300 Euro angenommen, um als Linienrichter brenzlige Situationen für Wuppertal zu verhindern.

Besonders pikant: Das Urteil gegen Zwayer wurde erst 2014 öffentlich bekannt, der Deutsche Fußball-Bund hatte das Urteil damals nicht veröffentlicht. In diesem Jahr kritisierte der Ex-Bundesligaschiedsrichter Manuel Gräfe die durch den DFB ermöglichte Fortsetzung von Zwayers Schiedsrichterkarriere, weshalb der Fall erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde. (ajr)

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