Warum sich Müller und Badstuber anbrüllten

München/Basel - Nach der Schlappe in Basel wurde es laut in der Bayern-Kabine. Jetzt sind auch die Beteiligten bekannt: Angeblich haben sich Thomas Müller und Holger Badstuber angebrüllt.

Dass es in Basel einen Bayern-Kabinenzoff gab, hatte Toni Kroos schon nicht gerade dementiert (wir berichteten). "Das ist ja in der Kabine gewesen", so der Mittelfeldmann, "deswegen glaube ich, ist es auch besser, wenn es auch da bleibt."

Inzwischen hat auch Jupp Heynckes den Streit bestätigt. "Es gab eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Spielern", so der Trainer zur Bild. "Das ist aber vollkommen in Ordnung."

Namen nannte er keine. Doch laut Bild waren es Holger Badstuber und Thomas Müller, die sich lautstark gezofft haben. Ausgerechnet die beiden 22-Jährigen, die sich schon seit der Bayern-Jugend kennen. 

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Holger Badstuber (l.) und Thomas Müller (Archivfoto)

Ursache der Auseinandersetzung: Jacques Zoua (21) durfte vor dem Gegentor in aller Ruhe am Strafraum entlangtänzeln. Die Bayern-Spieler hielten Sicherheitsabstand und schauten staunend den Dribbelkünsten zu. Zoua passte zu Valentin Stocker - und der Stürmer schoss durch Manuel Neuers Beine hindurch ein. Schon stand es 0:1. Und die Kabinen-Brüllerei war Badstubers und Müllers Art und Weise, das Gegentor aufzuarbeiten.

Dass es nun etwas lauter wird, dürfte Heynckes nicht ganz unrecht sein. Denn lieb würden die Bayern wohl nur noch tiefer in die Krise rutschen. "Reizpunkte" lautet das Stichwort. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte in seiner Bankett-Rede betont: "Ihr müsst bös' werden. Ich kann euch nur eines sagen: Es hat keinen Sinn, jetzt auf den Platz zu gehen und zu glauben, die Dinge werden sich von selbst regulieren. Das wird nicht der Fall sein. (...) Ihr müsst jetzt aggressiv spielen und ihr müsst die alte Sepp-Herberger-Weisheit 'einer für alle, alle für einen' wieder aus dem Hut zaubern. Und am Sonntag geht's los, meine Herren!"

Heynckes setzt auch auf klare, eindringliche Worte: Wie unser Video oben zeigt, richtete er am Donnerstag eine Ansprache ans Team. Ob's fruchtet? Schalke kommt am Sonntag nach dem Europa-League-Sieg gegen Pilsen mit frischem Selbstbewusstsein nach München. Und das ist genau das, was den Roten im Moment fehlt ...

al.

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