Wiederholung gern gesehen: Nach dem Champions-League-Triumph von London 2013 wird Jupp Heynckes von den Bayern-Profis gefeiert.
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Wiederholung gern gesehen: Nach dem Champions-League-Triumph von London 2013 wird Jupp Heynckes von den Bayern-Profis gefeiert.

Jetzt gilt‘s für die Roten

Kommentar zu Bayern-Brandherden: Einer für alle, alle für Jupp!

  • Manuel Bonke
    vonManuel Bonke
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Sportlich schwimmt der FC Bayern unter Jupp Heynckes auf einer Erfolgswelle. Dennoch gibt es diverse Brandherde - deshalb sind nun besonders die Profis gefordert.

München - Die Meisterschaft ist nur noch eine Frage der Zeit, in der Champions League ist der FC Bayern schon mit mehr als einem Bein im Viertelfinale und im DFB-Pokal sind die Münchner nur noch einen Auswärtssieg in Leverkusen vom Endspiel in Berlin entfernt. Jupp Heynckes kann bisher mit seiner persönlichen und der sportlichen Bilanz absolut zufrieden sein.

Was für den 72-Jährigen zur größten Herausforderung seit seiner Rückkehr auf die Bayern-Bank wird, lässt sich seit dem Achtelfinale-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul beobachten: Risse in der Mannschaft vermeiden und den Teamgeist beschwören.

Wer hätte das gedacht?

Zahlreiche Eigeninteressen der Stars

So viele Eigeninteressen wie diese Saison gab es schon lange nicht mehr beim FCB: Die Routiniers Franck Ribéry und Arjen Robben wollen einen neuen Vertrag, Robert Lewandowski will endlich die Champions League gewinnen - notfalls ab Sommer mit Real Madrid und seinem neuen Berater Pini Zahavi. Arturo Vidal will der Welt beweisen, dass er mindestens genauso gut ist wie Bald-Bayer Leon Goretzka - und, und, und. 

Selbst der sonst so ruhige Sebastian Rudy muckte nach diversen Tribünen-Plätzen am Donnerstag im kicker auf: „Bank oder Tribüne sind nicht mein Anspruch. Ich bin nicht hierhergekommen, um schon nach einem Jahr wieder zu gehen.“

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Heynckes‘ muss Moderator sein

Gut, dass „Don Jupp“ als absoluter Spielerversteher gilt, der seinen Kickern einfühlsam, aber schonungslos erklärt, warum für sie in bestimmten Spielen nur Bank oder gar die Tribüne bleibt. Seine Fähigkeiten als Moderator sind mehr gefragt denn je - ansonsten bleibt auch im zweiten Jahr hintereinander „nur“ ein Titel für den verwöhnten Rekordmeister.

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Denn: Wenn es die Münchner im Königsklassen-Viertelfinale mit einem Kaliber à la Manchester City oder FC Barcelona zu tun bekommen, müssen alle Spieler ein gemeinsames Ziel verfolgen, ansonsten ist in Europa schnell Schluss. Wenn die Team-Chemie nicht stimmt, ist sogar ein Ausrutscher im Pokal nicht ausgeschlossen. Die FCB-Stars stehen ihrem Trainer gegenüber in der Pflicht, immerhin hat er auch aus Verbundenheit seinen Triple-Spielern gegenüber den Klub übernommen. Motto: Einer für alle, alle für Jupp!

Kommentiert die gefährliche Situation beim FC Bayern: tz-Redakteur Manuel Bonke.

Manuel Bonke

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