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Nix zu holen: Leon Goretzka und die Bayern sollen wieder härter auftreten – der Neuzugang profitiert vom Münchner Rotationsstopp. 

Kovac‘ Rotationsstopp

Neue Münchner Mechanik - wie Kovac die Bayern nun führen will

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Niko Kovac hat beim FC Bayern die Rotation gestoppt - mit allen Chancen und Risiken

München – Niko Kovac hat harte Wochen hinter sich, es ist möglich, dass er sich da manchmal in die Haut eines anderen gewünscht hätte. Markus Weinzierl drängt sich hier zwar kaum auf, Stuttgarts Trainer hat nämlich sogar harte Monate hinter sich, aber er sagte nun immerhin einen Satz, den auch Kovac gern sagen würde: „Benjamin Pavard kannst du fünf Mal im Team haben – einmal rechts, einmal in der Mitte, einmal auf der Sechs. Links könnte er, glaube ich, auch spielen. Er ist einfach gut.“ Weinzierl verhaute sich da zwar mathematisch, er zählte nur vier Verwendungsmöglichkeiten auf. Seine Botschaft ist aber klar: Diesen Pavard kann man nicht oft genug haben.

Nun, sollte Kovac die harten letzten Wochen vergessen machen, könnte er diesen Satz vielleicht auch in seiner eigenen Haut sagen, sollte sich der Franzose im Sommer zum FC Bayern verändern. In der Branche gilt dieser Wechsel als ausgemacht, obwohl der 22-Jährige bisher artig beteuert, dass es keinerlei Vereinbarungen gibt. Über Transfers darf man aber offiziell auch erst wieder ab dem 1. Januar sprechen.

Für Kovac ist Pavard aktuell so oder so nicht relevant. Große Zukäufe zum Winter seien kein Thema, die Preise findet er „astronomisch“, und echte Qualität haben die Bayern über den Jahreswechsel eigentlich eh nie aufgetan. Mit Horror erinnern sich die Fans an Serdar Tasci, auch Breno kam im Januar, und bei Sandro Wagner kann man ebenfalls nicht gerade davon sprechen, er habe dem Münchner Angriffsspiel seinen Stempel aufgedrückt. Pavard soll im Sommer 35 Millionen Euro kosten. Eine Hilfe wäre er für Kovac allerdings jetzt schon.

In München wurde die Rotation gestoppt. Kovac hat nicht Bedarf auf fünf Positionen. Aber hinten rechts etwa schon. Seit Joshua Kimmich ins Mittelfeld umgezogen ist, um mit Leon Goretzka die Doppelsechs zu bilden, verteidigt für ihn rechts der gute alte Rafinha. Alternativlos.

Kovac will sein zuletzt zwei Mal erfolgreiches Team nicht mehr ändern, sagte er nun, am heutigen Samstag wird gegen den 1. FC Nürnberg die gleiche Startelf wie gegen Lissabon und Bremen auflaufen. Seiner Mannschaft habe er gesagt, Rotation gäbe es nur noch, wenn ein Spieler richtig durch sei. Sie habe nicht gut geklappt. „Für die, die hinten dran sind, ist das nicht angenehm“, so Kovac, „aber das ist das Geschäft und jeder muss damit klarkommen.“

Hinter den Kulissen goutieren die Bosse den härteren Ton, und auch die Führungskräfte haben sich einen strengeren Kurs gewünscht. Der neue Coach war vielen zu soft, zu weich, zu smart, hieß es. „Der Kader ist bekannt – und die erste Elf auch“, sagt Kovac. Logischerweise wird die neue Münchner Mechanik auch die Maulwürfe im Team in Schwung halten. Wo es Unzufriedene gibt, finden sich leicht offene Flanken. Die Reihen der Unzufriedenen sind nach dem Rotationsstopp außerdem ungünstigerweise mit VIPs durchsetzt. Mats Hummels und Javi Martinez haben ihre Stammplätze verloren, und auch der aktuell verletzte James braucht sich nach seiner Genesung keinen Durchfahrtsschein in die erste Elf zu erhoffen.

Es gebe nun einmal Situationen, „in denen ein Trainer umdenkt“, sagt Kovac. In seiner Ansprache an die Mannschaft sei er jetzt „klarer und deutlicher“ geworden, auf gut deutsch: härter. Aber immer nur Peitsche, das geht natürlich auch nicht. Am Freitag kassierte Rafinha zum Beispiel ein Sonderlob. „Rafa macht das fantastisch“, sagte Kovac. Zwar nicht auf fünf Positionen – aber Pavard ist ja auch noch nicht da.

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