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Wohl nicht auf dem Weg zum FC Bayern: Leroy Sané scheint die Bayern-Bosse in den vergangenen Monaten verstimmt zu haben.

Berater-Wechsel sorgte wohl für Umdenken

Charaktertest nicht bestanden? Sané und der FC Bayern - es war vielleicht doch nur ein Sommerflirt

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    Jonas Austermann
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Ohne seine schwere Kreuzband-Verletzung würde Leroy Sané wohl längst für den FC Bayern spielen. Doch nun sieht alles danach aus, als hätten beide Seiten Abstand vom Transfer genommen.

  • Vor dieser Saison schien der Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern beinahe in trockenen Tüchern zu sein.
  • Doch von einer Einigung sind beide Seiten mittlerweile weit entfernt.
  • Der Nationalspieler scheint eine andere Strategie zu fahren als im Jahr 2019.

München - Es war der heißeste Flirt des Transfersommers 2019: Der FC Bayern* und Leroy Sané* (24) hatten sich gewissermaßen ineinander verguckt. Ein Wechsel des Flügelflitzers von Manchester City * nach München schien tatsächlich über die Bühne zu gehen. Dann aber kam der verhängnisvolle 4. August: Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola beorderte Sané im englischen Supercup gegen den FC Liverpool in die Startelf – und es kam, wie es kommen musste. Der deutsche Nationalspieler verletzte sich schwer am rechten Knie, später wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert. Der Wechsel nach München war vom Tisch - womöglich für immer, wie sich heute immer deutlicher abzeichnet.

Den FC Bayern plagen inzwischen arge Zweifel, ob Sané wirklich der richtige Mann für die rote Zukunft ist. Noch dazu für den stolzen Preis, den der Ex-Schalker auch nach der Corona-Krise noch immer kosten wird. Schon im Januar hieß es aus der Chefetage des deutschen Rekordmeisters, dass ein Transfer von Sané im kommenden Sommer sehr schwierig werden würde - und das, obwohl man sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund der enormen Forderungen von Bayer Leverkusen bereits von einer Verpflichtung von Kai Havertz distanziert hatte.

Sané und der FC Bayern: Verein registriert munteres Berater-Wechseln

Das muntere Berater-Wechseln Sanés hatten die FCB-Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt freilich genau registriert und ihre Schlüsse daraus gezogen. Das neue Vorstandsmitglied Oliver Kahn hatte jüngst in der Sport Bild erklärt: „Um beim FC Bayern eine tragende Rolle zu spielen, müssen sowohl die sportlichen Fähigkeiten als auch die charakterlichen, mentalen Aspekte gut entwickelt sein.“ Diese Worte und das Umdenken in der Personalie Sané legen den Schluss nahe, dass der deutsche Nationalspieler den von Kahn beschriebenen Münchner Charaktertest nicht bestanden hat.

Ebenso vernahmen die Bayern-Bosse, dass nach Sanés Agenten-Tausch plötzlich das Interesse zahlreicher anderer europäischer Topklubs kolportiert wurde. Das sorgte in München deshalb für Verwunderung, weil der Spieler ohne seine Kreuzband-Verletzung wohl längst das Bayern-Trikot tragen würde. Heißt: Die entscheidenden finanziellen Rahmenbedingungen wie Ablöse und Gehalt waren bereits weitestgehend geklärt worden. Anfang des Jahres fingen die Verhandlungen wegen der neuen Berater jedoch bei null an - und dadurch entfernten sich beide Parteien plötzlich wieder voneinander.

Eine weitere von Kahn geforderte Qualität ist Durchhaltevermögen - auch das ist bei Sané wohl nicht sonderlich ausgeprägt. Mehr als ein heißer Flirt war es letztlich nicht.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Jonas Austermann, Manuel Bonke

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