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FC Bayern droht Schlammschlacht um Lewandowski: Streik nicht ausgeschlossen

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Von: Philipp Kessler, Manuel Bonke

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Streikt sich Robert Lewandowski vom FC Bayern weg?
Streikt sich Robert Lewandowski vom FC Bayern weg? © Alexander Pohl/Imago

Der Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Barcelona scheint für Außenstehende recht undurchsichtig. Jetzt schalten sich Manuel Neuer und Uli Hoeneß in das Transfer-Chaos ein.

München - Verläuft die anvisierte Trennung von Robert Lewandowski vom FC Bayern doch noch sauber – oder wird das Transfer-Theater endgültig zur Schlammschlacht zwischen dem zweimaligen Weltfußballer und dem Rekordmeister (alle Erfolge des FC Bayern)? Wer bei den jüngsten Aussagen von Lewandowski Berater Pini Zahavi zwischen den Zeilen liest, könnte sogar auf den Gedanken kommen, dass sich der Ausnahmestürmer aus München wegstreiken möchte – sollte der Verein ihm seinen Wechselwunsch zum FC Barcelona verwehren.

FC-Bayern-Chef Hoeneß werde Lewandowski nicht „vorzeitig“ entlassen

„Natürlich können sie Robert noch ein Jahr behalten, fairerweise hat er Vertrag bis 2023, aber das würde ich ihnen nicht empfehlen“, verriet Zahavi der Bild kürzlich. Die Aussagen des Lewandowski-Managers lassen auch Ehrenpräsident und Klub-Patron Uli Hoeneß aufhorchen: „Die wollen Lewandowski angeblich haben, waren vor einem halben Jahr noch mit 1,3 Milliarden Euro verschuldet. Das müssen Künstler sein, in Deutschland wärst du damit längst insolvent“, polterte Hoeneß bei RTL und ergänzte: „Ich kenne beim FC Bayern München aktuell niemanden, der Robert vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen wird.“

Diplomatischer gab sich da Bayern-Kapitän Manuel Neuer im Rahmen des DFB-Trainingslagers in Marbella. „Ich glaube, Robert Lewandowski hat klare Vorstellungen, genau wie der Verein klare Vorstellungen hat. Er hat noch ein Jahr Vertrag, von daher ist er erst mal an den Verein gebunden“, gab sich Neuer versöhnlich. Bestehe bei Lewandowski jedoch der Wunsch, dass er den Verein verlassen möchte, wird es in den Augen des Kapitäns Gespräche geben und der Verein müsse abwägen: „Macht das Sinn, den Lewy zu verkaufen oder behält man ihn noch? Da ist die Frage, wenn man ihn verkaufen sollte, welche Neuverpflichtung hat man dann für die Position im Sturm?“

Manuel Neuer beim DFB-Training in Marbella
FC-Bayern-Kapitän Manuel Neuer beim DFB-Training in Marbella. © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

FC-Bayern-Kapitän Neuer gibt sich zuversichtlich

In dieser Angelegenheit verlässt sich der Schlussmann jedoch ganz auf die Führungspersonen um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic: „Der Verein hat immer einen guten Kader zusammengestellt mit einer Top-Mannschaft, deshalb bin ich mir ganz sicher, dass wir auch wieder die richtigen Entscheidungen für den FC Bayern treffen werden!“

Während die Zukunft von Lewandowski nach wie vor unklar ist, bleibt Neuer dem Verein noch mindestens bis Sommer 2024 erhalten. Interessant: Dass sein ursprünglich am 30. Juni 2023 auslaufender Vertrag „nur“ um ein Jahr verlängert wurde, beruhte auf dem Wunsch des Nationalspielers. „Bis 2024 ist es noch eine Weile hin, ich bin jetzt 36, von daher ist es dann auch so, dass das Hasan Salihamidzic und ich abgesprochen haben. Ich möchte natürlich auch nicht spielen, wenn es mir nicht mehr gut geht“, verriet Neuer in Marbella.

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