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Manuel Neuer bei der Verleihung der Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.

Kapitän weiter verletzt

Besondere Ehre für FCB-Star Neuer - aber wann schreibt er sportlich wieder Schlagzeilen?

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Manuel Neuer wurde am Montag für sein soziales Engagement geehrt. Wann er sportlich wieder für Schlagzeilen sorgen kann, steht aktuell noch nicht fest.  

München - Schwarzer Anzug, weißes Hemd, dunkelblaue Krawatte: Manuel Neuer betrat gestern im feinen Zwirn den Max-Joseph-Saal in der Residenz. 

Der Bayern-Keeper bekam dort von Staatsministerin Kerstin Schreyer die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste verliehen. Ob Neuer das Sakko schon bald wieder gegen ein Fußballleiberl eintauschen wird, ist überraschenderweise weiter offen.

Der 33-Jährige hatte Mitte April beim Sieg in Düsseldorf (4:1) einen Muskelfaserriss in der linken Wade erlitten. Wie der FCB anschließend mitteilte, stünde dem Torhüter eine 14-tägige Pause bevor. 

Mittlerweile sind 29 Tage vergangen, und Neuer ist noch immer nicht ins Teamtraining zurückgekehrt. Wackelt der Einsatz gegen Eintracht Frankfurt? Neuer sagt: „Ob ich eingreifen kann, kann ich heute noch nicht sagen. Wie die Chancen stehen, weiß ich auch nicht genau.“ Zuversicht klingt anders.

Manuel Neuer droht für das Saisonfinale auszufallen

Gut möglich also, dass am Samstag erneut eine Meisterfeier ohne den Keeper steigt – zumindest auf dem Rasen. Denn schon vor zwei Jahren humpelte der ehemalige Schalker am letzten Spieltag mit einer großen Schiene in die Arena, ließ sich trotz seines Mittelfußbruchs feiern. 

Mit der gleichen schweren Verletzung verpasste Neuer große Teile der Spielzeit 2017/2018. Wieder blieb dem Keeper bei den Feierlichkeiten seiner Teamkollegen nur die undankbare Zuschauerrolle.

Und heuer mal mit Neuer? „Ich arbeite auf jeden Fall hart an der Rückkehr. Man muss von Tag zu Tag gucken, wie es ausschaut.“ Der Weltmeister von 2014 stellt aber auch klar: „Ich habe das Frankfurt-Spiel noch im Blick.“ 

Manuel Neuer will im Pokalfinale spielen

So oder so: Am Samstag wird es etwas zu feiern geben für die Münchner – da ist Neuer guter Dinge. Er meint: „Ich bin zuversichtlich, dass der Meister FC Bayern heißen wird.“ Allerspätestens im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig (25. Mai) will Neuer seinen Posten aber wieder einnehmen.

Auf die Frage, was er im Training schon wieder machen könne, verwies Neuer mit einem Lächeln auf die Preisverleihung und erklärte: „Ich kann eine Medaille entgegennehmen und ich kann gehen.“ Das sollte zumindest für eine Meisterfeier als Tribünengast reichen.

Manuel Neuer wird für seine soziales Engagement geehrt

Am Montag wurde der Bayern-Torhüter übrigens für sein Engagement im Rahmen der Manuel Neuer Kids Foundation ausgezeichnet. Seit 2010 zeigt dieses Projekt Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten Perspektiven auf. 

Neuer: „In erster Linie geht es mir um die Kinder und ihre Chancengleichheit. Jedes Kind soll für die Zukunft die selben Chancen haben.“ Neben einem Kinder- und Jugendhaus in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen ist eine weitere Einrichtung mit dem Namen Manus im Münchner Stadtteil Messestadt Riem geplant. 

Der 33-Jährige verrät: „Wir arbeiten schon seit einer gewissen Zeit daran und hoffen, dass die Stadt mitspielt. Für mich als Neu-Münchner sozusagen wäre es schön, wenn ich vor Ort auch ein Manus entwickeln und öfter mal vor Ort sein könnte.“ Wenn dann auch noch die eigene Gesundheit mitspielt...

Sein möglicher Nachfolger im Bayern-Tor könnte übrigens auch vom FC Schalke kommen. Ein Wechsel des Keepers dort zeichnete sich in den letzten Wochen ab. 

Jonas Austermann

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