Im bisherigen Saisonverlauf lief es für Manuel Neuer nicht rund.
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Im bisherigen Saisonverlauf lief es für Manuel Neuer nicht rund.

Experten-Urteil

Historisch schlecht: Manuel Neuer fliegt aus wichtiger Rangliste

Der Bayern-Keeper wird das erste Mal seit zehn Jahren leistungsbedingt in der kicker-Rangliste nicht berücksichtigt. Auch die Innenverteidiger verlieren Plätze.

München - Das hat es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben: Manuel Neuer ist nicht Teil der kicker-Rangliste - leistungsbedingt. In den beiden vergangenen Jahren fehlte der Torhüter des FC Bayern aufgrund von Verletzungen.  

Die von der Fachzeitschrift kicker erstellte Rangliste zur Bewertung der Bundesligaspieler berücksichtigte Manuel Neuer wegen schwacher Leistungen im vergangenen Halbjahr nicht. Der Kapitän des FCB und des DFB spielte eine durchwachsene Hinrunde, wackelte mehrfach und patzte teils sogar spielentscheidend, zum Beispiel beim späten Ausgleichstreffer des FC Augsburg.

Manuel Neuer wird an besonderen Maßstäben gemessen

„Der viermalige Welttorhüter wird alles tun, um seine optimale Schaffenskraft wieder zu erlangen“, ist sich kicker-Chefreporter Karlheinz Wild sicher. Er spricht in seinem Ranglisten-Kommentar zudem von „Manuel-Neuer-Maßstäben“, an denen sich der Keeper messen lassen muss. „Es sind besondere, gigantische.“

Torwart-Urgestein Toni Schumacher findet die Entscheidung der Redaktion mutig, aber korrekt. Er kenne die Situation aus eigener Erfahrung, Durchschnitt sei verpönt, schreibt Schumacher im kicker. Dass kein Bayern-Torhüter auf der Rangliste vertreten war, kam zuletzt 2009 vor. Seinerzeit konnte sich Michael Rensing mit seiner Leistung nicht empfehlen. 

Hummels, Botaeng und Süle verlieren Plätze

Auf Platz 1 wählte die Fachzeitschrift übrigens Roman Bürki vom Meisterschaftskonkurrenten Borussia Dortmund. Den Schweizer ordneten die Experten in die Kategorie „Internationale Klasse“ ein. 

Die Innenverteidiger Mats Hummels (Platz 6), Jerome Boateng und Niklas Süle (beide in der Kategorie „Blickfeld“) büßten Plätze ein. Allen Dreien wurde im Sommer noch das Prädikat „Internationale Klasse“ verliehen. 

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sk

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