Aufreibender Abend: Hummels (r.) im Duell mit Dembélé.
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Aufreibender Abend: Hummels (r.) im Duell mit Dembélé.

Abwehrspieler spielt trotz Blessur

So weit Hummels‘ Füße ihn tragen

  • Marc Beyer
    vonMarc Beyer
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München - Beim FC Bayern ist Mats Hummels unverzichtbar. Deshalb muss der Rückkehrer trotz Schmerzen aus die Zähne beißen. Doch wie lange geht das für ihn noch gut?

Er kam als Letzter aus der Kabine, und die ersten Reporter spekulierten schon, er könne einen anderen Ausgang gewählt haben. Es gibt sehr diskrete Wege aus der Arena, fern von allen Kameras und Mikrofonen. Aber dann kam Mats Hummels doch noch. Er tippte eine Nachricht ins Handy, doch während viele Branchenkollegen diese Tätigkeit nutzen, um unbehelligt die Journalisten zu passieren, blieb er trotzdem stehen.

Sein Gang war schleppend, aber nicht gravierend unrund. Dieses Detail war wichtig, weil Hummels in den vergangenen Wochen seinem Körper eine Menge abverlangt hatte und auch am Mittwoch weit von hundertprozentiger Fitness entfernt war. Die Frage, ob er tatsächlich nach 61 Minuten runter gemusst hätte oder ob es sich um eine anfechtbare Entscheidung Carlo Ancelottis handelte, schwebte durch die Interviewzone. Aber nicht lange.

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Hummels tut der Stabilität der Defensive gut

Schon zur Halbzeit, berichtete Hummels, sei „der Akku muskulär leer“ gewesen. Seit er sich vor zweieinhalb Wochen eine schmerzhafte Fußverletzung zuzog, ist er dreimal (in Madrid, gegen Mainz und nun gegen Dortmund) aufgelaufen. Der Stabilität der Bayern-Defensive hat das gutgetan, sich selbst jedoch hat er keinen so großen Dienst erwiesen. „In der rechten Seite, die bei meiner Verletzung viel kompensiert hat, war nichts mehr drin. Ich konnte nicht mehr zum Sprint anziehen. Hüfte, Adduktoren, Oberschenkel, Wade - das komplette Programm rechts.“

Er hat dennoch gespielt, so weit die Füße ihn trugen. Aber am Mittwochabend um kurz nach Zehn trugen sie ihn beim besten Willen nicht mehr. Umso bemerkenswerter war die Rettungsaktion fünf Minuten zuvor, als er dem Wirbelwind Ousmane Dembélé kunstvoll den Ball vom Fuß fischte. Das hätte auch schiefgehen können, in seinem Zustand.

Eine Pause wäre nun ganz schön, doch sicher sein kann sich Hummels noch nicht. Einerseits ist die Meisterschaft bei acht Punkten greifbar nahe, und man könnte auf ihn vielleicht verzichten. Andererseits wollen die Bayern nun möglichst schnell wenigstens diesen Titel besiegeln, damit nicht noch mehr Unruhe aufkommt. Hummels weiß, was das für ihn und seinen Körper bedeutet: „Zumindest ein Thema wird es schon sein, ob es noch mal geht.“ Er sagt aber auch: „Irgendwann ist Ende.“

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