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Uli Hoeneß soll den FC Bayern weiter führen - fordert eine Petition im Internet.

FC Bayern ohne Präsident Hoeneß?

Petition „Mia san Uli“ soll Hoeneß umstimmen - mit düsterer Untergangsprognose für den Verein

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Dem FC Bayern droht der Verlust von Uli Hoeneß an der Vereinsspitze. Manche Anhänger wollen dies nicht wahrhaben. Nun wurde eine Petition gestartet, für die sich auch ein prominenter Fürsprecher einsetzt.

München - Aller Voraussicht nach wird der FC Bayern Ende 2019 einen Wechsel an der Vereinsspitze erleben, wenn Uli Hoeneß wie kolportiert sein Zepter beim deutschen Rekordmeister niederlegt. Doch ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen? Die offizielle Bestätigung des 67-Jährigen steht bis dato aus, erst Ende August will Hoeneß eine Entscheidung über seine Zukunft mitteilen. Schon im vergangenen Jahr habe der Chef des deutschen Serienmeisters mit einem Rücktritt geliebäugelt (wir berichteten), nun scheint der FCB-Boss also ernst zu machen. 

Hoeneß vor dem Rückzug beim FC Bayern? Treue Fans wollen das nicht akzeptieren

Es gibt jedoch bei vielen Vereinsanhängern noch die Hoffnung, dass Hoeneß möglicherweise doch noch über den nächsten Jahreswechsel hinaus bei den Münchnern in oberster Funktion tätig sein wird. Fans des FC Bayern haben nun im Internet eine Petition ins Leben gerufen, die sich direkt an Uli Hoeneß richtet und ihn dazu bewegen möchte, weiterzumachen. Die Gründe werden auf der Plattform „openpetition.eu“ in einem pathetisch formulierten Text aufgelistet und so von zahlreichen Anhängern unterschrieben, wie die bisherige Resonanz verdeutlicht. Der Initiator ist der Münchner Stefan Kreutzer. Er richtet sich mit warnenden Worten unter dem Titel „Mia san Uli - Uli Hoeneß muss bleiben“ an die FC-Bayern-Fangemeinde und fordert so viele wie möglich auf, ihren Namen der Petition hinzuzufügen.

Wie „Focus Online“ berichtet, ist Helmut Markwort, der langjährige Aufsichtsrat des FC Bayern, einer der ersten Unterzeichner der Petition. „Ich kann ihn mir beim besten Willen nicht als Rentner am Tegernsee vorstellen“, sagt der Gründer des Nachrichten-Magazins Focus über den Mann, den er von seiner Funktion im Verein ziemlich gut kennt. 

Petition „Mia san Uli“: FC Bayern habe wichtige Mammutaufgaben vor der Brust

Kreutzer malt ein düster angehauchtes Szenario an die Wand und unterstreicht, dass sich der FC Bayern derzeit in einer großen Phase des Umbruchs befinde. „Der Lotse des Vereins darf jetzt nicht von Bord gehen!“ fordert der Petitionsgründer von „Mia san Uli“ und zählt die Dienste auf, die der langjährige Manager für Bayern München geleistet hat. „Die Welt wandelt sich, Gewissheiten wanken. Doch auf eines konnten wir uns immer verlassen wie auf das Amen in der Kirche: einen starken FC Bayern München mit Meisterschaften in Serie und europäischem Spitzenfußball“, beginnt das Schreiben.

Focus-Gründer Helmut Markwort setzt sich für einen Verbleib von Uli Hoeneß ein.

Obwohl der Autor der Petition zum einen den Medien vorwirft, „Sportdirektor Brazzo zu desavouieren“, bittet er doch gleich danach Hoeneß darum, noch nicht zu gehen. Sein Einsatz sei noch erforderlich. „Was wird aus dem Basketballprojekt, wer treibt die Internationalisierung weiter voran und die neuen Halle? Wer sorgt für den Erfolg des neues Campus?“, fragt er. Uli Hoeneß müsse bleiben, denn er sei „der Motor und Seele des Vereins“. 

Düstere Prognose für den FC Bayern: Hoeneß wird mit Bismarck verglichen

Dann vergleicht Kreutzer Uli Hoeneß‘ Rolle beim Rekordmeister mit der von Otto von Bismarck im Deutschen Kaiserreich: „Als das letzte Mal in Deutschland der Lotse von Bord ging, folgte ein kurzes Jahrhundert, ein Zeitalter der Extreme. Das darf uns nicht passieren. Das müssen wir verhindern.“ Gemeint ist der Rücktritt Bismarcks 1890, der keinen Rückhalt mehr bei Kaiser Wilhelm II hatte. Das Kaiserreich, das Bismarck durch seine Politik erst mit konstruiert hat, hatte keine lange Zukunft mehr - es ging nach dem Ersten Weltkrieg unter.

In einer berühmten zeitgenössischen Karikatur verlässt Bismarck als Lotse das Boot Kaiserreich, der noch junge Monarch schaut ihn vom Deck aus gleichgültig hinterher. Eine Abwandlung der Karikatur ist auf der Petitionsseite zu sehen: Hoeneß verlässt das Schiff FC Bayern. 

Das Ziel der Petition wird am Ende eindringlich formuliert: „Deswegen müssen wir Uli Hoeneß klar machen, wie wichtig er uns ist. Wie wichtig er für den Verein ist. Diese Petition soll Uli Hoeneß dies verdeutlichen.“ Ob die Aktion für den Verbleib von Uli Hoeneß am Ende den gewünschten Erfolg haben wird? Zumindest die Teilnehmer-Zahl steigt im Sekundentakt. Das erste Ziel sind eine Million Unterstützer. 

Bereits eine greifbarere Trendwende scheint es bei Ex-Bayern-Star James Rodriguez zu geben: Der Kolumbianer sollte nach seiner Rückkehr auch Real Madrid endgültig verlassen, doch nun sieht die Tendenz offenbar anders aus.

PF

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