+
Enthusiasmus sieht anders aus: Die Bayern-Spieler beim Empfang im Rathaus.

Kritik an Auftritt im Rathaus

Heftiger Arroganz-Vorwurf: CSU-Stadtrat schießt gegen Lustlos-Bayern

  • schließen

CSU-Stadtrat Richard Quaas hat den FC Bayern für sein Auftreten im Rathaus im Rahmen der Meisterfeier scharf kritisiert. Schon in den letzten Jahren sei das Auftreten lustlos gewesen.

München - Die Meisterfeier des FC Bayern fiel in diesem Jahr deutlich ruhiger aus - kein Wunder, schließlich hätte sie ja eigentlich eine Doublefeier sein sollen. Mit dem DFB-Pokal aber wurde es bekanntlich nichts, der Rekordmeister verlor in Berlin das Finale gegen Eintracht Frankfurt (1:3). Nach dem verlorenen Pokal-Finale hatten einige Bayern-Stars zugegeben, überhaupt keine Lust auf die Meisterparty zu haben. Und genau das war den Spielern einen Tag später verständlicherweise anzumerken. Jetzt meldet sich ein Politiker und ledert gegen die Stars: „Es war schon die letzten Jahre so.“

Die Rede ist von Richard Quaas, er sitzt seit 22 Jahren für die CSU im Stadtrat. Wie er der Bild sagte, hätten die Bayern-Spieler schon in den letzten Jahren lustlos gewirkt. Vor allem im Rathaussaal, denn „beim Stadtempfang tun sie so, als ob es eine Last sei“, mosert der 65-Jährige. Gegen die Meisterfeier hat Quaas, der selbst überhaupt kein Fußball-Fan ist, keineswegs etwas und er gönne den Anhängern auch die Fete auf dem Marienplatz, doch er habe „nicht das Gefühl, dass die Mannschaft in ihrer Arroganz die als wichtig ansieht.“ Und weiter: „Diese Multimillionäre sind von ihren glühenden Anhängern im Rathaus nur genervt und zeigen das deutlich.“ In seiner Wut fordert er gar: „Sollen sie ihr Zeug im Stadion machen!“

Richard Quaas sitzt seit 22 Jahren für die Münchner CSU im Stadtrat.

Scharfe Worte, für die Uli Hoeneß kein Verständnis zeigt. Der Bayern-Präsident hatte „überhaupt nicht den Eindruck, dass sich unsere Spieler ,uninspiriert', ,widerwillig' oder gar ,arrogant' verhalten haben – ganz im Gegenteil.“ Er frage sich, warum ihn Quaas nicht angesprochen hätte auf seinen Eindruck. Die Antwort ist simpel: Richard Quaas war am Sonntag im Rathaus gar nicht persönlich dabei ...

Tausende Fans verabschieden Jupp: Die Meisterfeier in Bildern

Quaas‘ Parteikollege und Bürgermeister Josef Schmid (CSU), der den Empfang stellvertretend für OB Dieter Reiter (SPD) vorgenommen hatte, spürte zwar ebenfalls die Niedergeschlagenheit der Bayern, meinte dann aber philosophisch: „Erst war's bewölkt. Dann schien die Sonne.“

fw

Nicht in Feierlaune:

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hummels schlägt nach WM-Auftaktpleite Alarm und rüffelt seine Mitspieler
Deutschland verliert zum Start in die Fußball-WM 2018 überraschend, aber verdient gegen Mexiko. Besonders Mats Hummels schlägt nach der Pleite Alarm.
Hummels schlägt nach WM-Auftaktpleite Alarm und rüffelt seine Mitspieler
Trikot-Panne bei Kimmich - „Haben das Logo auch gerade nicht verdient“
Beim Spiel Deutschland gegen Mexiko bei der Fußball-WM 2018 löst sich bei Joshua Kimmich das Weltmeister-Logo auf der Brust vom Trikot ab. Ein vom Ergebnis enttäuschter …
Trikot-Panne bei Kimmich - „Haben das Logo auch gerade nicht verdient“
„Ich nix verstehen“: Ausweichende Antwort bei Frage nach angeblichem Bayern-Wunschspieler
Beim FC Bayern steht Andrej Kramaric angeblich ganz oben auf der Wunschliste. Nicht nur der Kroate selbst gibt sich zu dieser Frage bedeckt, doch gerade das heizt die …
„Ich nix verstehen“: Ausweichende Antwort bei Frage nach angeblichem Bayern-Wunschspieler
Angegraut? Das Netz spricht über Hummels‘ Haarpracht
Ist Bayern-Star Mats Hummels etwa ergraut? Im Netz wird während des ersten WM-Spiels der Nationalmannschaft das Haupthaar des 29-Jährigen diskutiert - nicht nur von der …
Angegraut? Das Netz spricht über Hummels‘ Haarpracht

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.