+
Gewonnen, den Einzug ins CL-Achtelfinale gesichert - doch wie stark ist der FC Bayern aktuell wirklich?

Robben schickt Warnung an die Kollegen

Nach Sieg in Eindhoven: Wie gut sind die Bayern wirklich?

  • schließen

München - Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen war Arjen Robben alles andere als zufrieden nach dem 2:1-Sieg über die PSV. Vor allem hinten stimmt‘s noch nicht.

Eigentlich waren sich alle einig. Der Auftritt war „sehr gut, sehr konzentriert“, hatte Mats Hummels zufrieden festgestellt. „Vom Spielerischen und den Tormöglichkeiten her haben wir schon eine gute Partie gemacht“, befand Thomas Müller. Das sah auch der Kapitän so. „Wir hatten ein klares Übergewicht und das Spiel kontrolliert“, meinte Philipp Lahm. Nur einer hatte eine andere Meinung. Eine ganz andere. Arjen Robben nahm trotz des verdienten 2:1-Erfolgs in Eindhoven kein Blatt vor den Mund. „Es war kein gutes Spiel von uns, wir machen immer die gleichen Fehler. Das muss man auch mal sagen“, kritisierte der Flügelflitzer die Leistung des Teams und legte schon mal den Daumen auf den Alarmknopf. „Wenn wir im Achtelfinale so spielen, bekommen wir Probleme.“

Inzwischen gewinnen die Roten ihre Spiele zwar wieder, wirken hinten aber nicht immer so ganz sattelfest. Wie gut sind die Bayern wirklich?

Im Kern hat Robben mit seiner Kritik nicht unrecht, denn wieder einmal kassierte der Rekordmeister ein Gegentor nach einem Konter. Aber: Torschütze Arias stand klar im Abseits, der Treffer hätte nicht zählen dürfen (14.). Dennoch gab auch Joshua Kimmich zu, „dass uns das nach einer eigenen Standardsituation nicht passieren darf“. Mats Hummels bescheinigte dem FCB-Spiel in dieser Hinsicht ebenfalls noch „ein bisschen Potenzial“. Doch im Gegensatz zum Holländer stellten sie deshalb nicht den ansonsten ansprechenden Auftritt des Teams infrage. In Robbens harte Worte spielte vielleicht auch seine frühe Auswechslung (64.) mit rein, bei seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zeigte er sich darüber „ein bisschen enttäuscht und ein bisschen sauer“. Doch machen die Bayern tatsächlich immer die gleichen Fehler und stellen sich damit vor Probleme?

Nur ein Einser: Bilder und Noten zum Arbeitssieg der Bayern

Die Konteranfälligkeit in der Defensive ist tatsächlich auffällig, schon unter Pep Guardiola geriet die Hintermannschaft immer wieder mal in Verlegenheit, wenn der Gegner schnell umschaltete. Das hat auch Carlo Ancelotti noch nicht abstellen können. Hummels hat eine mögliche Erklärung dafür. „Das ist ein bisschen ein Fluch der Mannschaft, die oft den Ball hat und sehr hoch steht“, meint der Innenverteidiger. Das leidige Thema Konter bleibt also, doch ansonsten steht die FCB-Defensive sicher. In dieser Saison haben die Bayern in der Liga lediglich 22 Chancen zugelassen, nur RB Leipzig verteidigt noch besser (17). Auch in den drei Jahren unter Guardiola stand die Abwehr meist sicher. 84, 86 und 112 zugelassene Chancen in den Spielzeiten zuvor bedeuteten Liga-Bestwert. Mit Hummels haben die Roten im Sommer noch mal knapp 40 Mio. Euro in die Abwehr investiert – jetzt gilt es, sich zu stabilisieren.

Das Potenzial in der Offensive ist gewaltig, wenn die Bayern es denn abrufen. Auf Lewy ist wieder Verlass, Müller scheint sich dagegen in Ancelottis System auf dem Flügel noch nicht pudelwohl zu fühlen. Als er nach der Hereinnahme von Costa und Coman ins Zentrum durfte, war der Wusler gleich viel gefährlicher. Was die eigenen Chancen angeht, sind die Roten nicht mehr so dominant wie in der Vorsaison. Da hatten sie im Schnitt 7,5 Tormöglichkeiten, jetzt sind es nur 6,1. Manchmal fehlt noch die Kreativität, es müssen Einzelaktionen her. Da ist dann vor allem einer gefragt – Arjen Robben.

sw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hummels vor Rückkehr zum BVB? Matthäus nennt drei besondere Gründe für Bayern-Verbleib
Offenbar steht Mats Hummels vor einer Rückkehr vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund. Lothar Matthäus hält das für eine schlechte Idee.
Hummels vor Rückkehr zum BVB? Matthäus nennt drei besondere Gründe für Bayern-Verbleib
Nach Abschied vom FC Bayern - James-Zukunft offenbar so gut wie geklärt
James Rodriguez hat den FC Bayern verlassen. Wohin zieht es ihn? Alles deutet auf einen Transfer nach Italien hin. Ein Deal soll weitgehend ausgehandelt worden sein.
Nach Abschied vom FC Bayern - James-Zukunft offenbar so gut wie geklärt
Nach Ribérys Gold-Steak-Affäre: Jetzt lässt es sich auch ein Stuttgarter Profi munden
Der Gold-Steak-Eklat um Franck Ribéry ist zum Glück längst verklungen. Doch die Sommerpause nutzt ein anderer Bundesligaprofi für einen Besuch bei „Salt Bae“.
Nach Ribérys Gold-Steak-Affäre: Jetzt lässt es sich auch ein Stuttgarter Profi munden
Konkurrent steigt aus - Weg frei für Bayern: Kommt früherer Atletico-Star nach München?
Wechselt ein ehemaliger Spieler von Atletico Madrid zum FC Bayern? Angeblich ist ein Konkurrent im Kampf um Yannick Ferreira-Carrasco ausgestiegen.
Konkurrent steigt aus - Weg frei für Bayern: Kommt früherer Atletico-Star nach München?

Kommentare