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Noch rechts, bald links: Philipp Lahm

Nächste Saison: Lahm rückt wieder nach links

München - Beim FC Bayern laufen die Planungen für die neue Saison: Mit Heynckes auf der Trainerbank wird Philipp Lahm auf eine neue Position rücken. Auch auf anderen Positionen soll es Veränderungen geben.

Sieben Spiele hat der FC Bayern bis zur Sommerpause noch zu absolvieren, doch die Planungen darüber hinaus laufen bereits. Jupp Heynckes steht bei den Bossen im Wort. An der Säbener Straße zählt das wie ein Vertrag, denn der Cheftrainer von Leverkusen genießt bei der Vereinsführung höchste Wertschätzung als ehrenwerter Mann. Diese Woche sollen letzte Details geklärt werden. Wie der Münchner Merkur erfuhr, stehen zudem weitere Beschlüsse fest: Philipp Lahm soll wieder auf die linke Seite wechseln. Die Scouts wurden beauftragt, einen rechten Verteidiger zu suchen. Außerdem steht auf der Wunschliste ein Innenverteidiger ganz oben – und Manuel Neuer, der Torwart des FC Schalke 04.

Früher oder später, so heißt es im Verein, wird Neuer für die Münchner Bälle parieren – geht es nach den Bossen, lieber früher als später. Natürlich will man nicht zu viel planen, ohne sich mit dem neuen Coach abzustimmen, doch in diesem Punkt hat die Personalie Heynckes eine besondere Note: Der 65-Jährige ist ein Freund des Hauses, er war bereits zwei Mal Übungsleiter in München, kennt dort sämtliche Entscheidungsträger und liegt mit ihnen auf einer Wellenlänge. Die Kooperation wird im Vergleich zu Louis van Gaal eine 180-Grad-Drehung erfahren, denn mit dem sturen Niederländer war wahre Zusammenarbeit kaum möglich. Heynckes zurückzuholen, macht Sinn, da sich die Münchner Bosse in der jetzigen Situation nichts sehnlicher wünschen als einen Routinier, der die Baustellen des an und für sich gut bestückten Ensembles auf sanfte Art behebt und eine Entwicklung auf hohem Niveau moderiert, ohne mit dem Ansatz anzutreten, gleich alles über den Haufen zu schmeißen. Ein jugendlicher Runderneuer wäre in der derzeitigen Lage heikel, ebenso ein weiterer ausländischer Routinier, der mit eigenen Vorstellungen und eigenem Stab einziehen würde.

Unter Heynckes soll die interne Kommunikation wieder aufleben. Über van Gaal wird gesagt, er sei zwar ein Fachmann, aber eben zu wenig zugänglich. Hinter den Kulissen hatte das Klima mehr und mehr Schaden genommen, auch die Mannschaft rückte zuletzt von ihm ab. Das sei nicht immer so gewesen.

Einige feste Vorstellungen des Niederländers gingen den Bossen gegen den Strich, unter anderem die strikte Anweisung, Lahm auf der rechten Seite zu belassen. Nach der WM im letzten Sommer war man mit Gregory van der Wiel (Ajax Amsterdam) bereits einig, doch van Gaal sagte Nein – er wollte sich nicht darauf einlassen, Lahm auf seine alte Position auf die andere Seite zu beordern, um seinen Landsmann rechts einzubauen. Inzwischen haben die Bosse mit Lahm bereits gesprochen. Resultat: Er habe kein Problem, wieder nach links abzuwandern.

Ein neuer Innenverteidiger soll kommen – doch Breno nicht zwangsläufig gehen. In Leverkusen hat Heynckes bewiesen, dass er junge Leute aufbauen kann. In München hauchte er auch Lukas Podolski neuen Elan ein – womöglich gelingt ihm das Kunststück ein weiteres Mal.

Andreas Werner

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