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Wegen Kritik an seinem Wechsel: Kovac gibt Einblick in sein Seelenleben

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Von: Marcus Giebel

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„Das trifft mich auch“: Niko Kovac hat an der öffentlichen Kritik an seinem Wechsel zum FC Bayern zu knabbern.
„Das trifft mich auch“: Niko Kovac hat an der öffentlichen Kritik an seinem Wechsel zum FC Bayern zu knabbern. © dpa / Ina Fassbender

Seit der Verkündung seines Wechsels von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern sieht sich Niko Kovac viel Kritik ausgesetzt. Nun verrät der Ex-Profi, wie er diese wahrnimmt.

München - Gerade einmal fünf Jahre hat Niko Kovac benötigt: Im Januar 2013 startete er bei der U21 seines Heimatlandes Kroatien seine Karriere als Cheftrainer im Profifußball, ab diesem Sommer wird er das Zepter beim FC Bayern schwingen. Ein Posten, von dem zahlreiche Kollegen ihre ganze Laufbahn lang höchstens träumen können. 

Doch für den 46-Jährigen dürften sich die ersten Tage nach der Verkündung seines Wechsels eher wie ein Albtraum angefühlt haben. Kein Tag vergeht, ohne dass Kovac die Umstände seines Entschlusses beleuchten muss. Angesichts seiner Erklärung vom vergangenen Freitag, vom Eingang des Angebots bis zu seiner Zusage sei nicht einmal ein Tag vergangen, schlägt ihm bei nahezu jeder Nachfrage eine gehörige Portion Skepsis entgegen. Zudem sieht er sich dem Vorwurf ausgesetzt, gegenüber seinem aktuellen Arbeitgeber nicht mit offenen Karten gespielt zu haben.

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Kovac gesteht: „Das trifft mich auch“

Bei seinen öffentlichen Auftritten hat der gebürtige Berliner bislang stets den Eindruck erweckt, das in der Branche dringend benötigte dicke Fell zu besitzen. Unangenehmes Nachhaken wies er schon einmal brüsk in die Schranken. Doch nun gewährte Kovac zumindest einen klitzekleinen Einblick in seine Gefühlswelt. „Ich lese sehr wenig. Aber mir wird natürlich was zugetragen“, verriet der Familienvater: „Das trifft mich auch, ich bin auch nur ein Mensch, aber ich versuche es auszublenden.“

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Diese Sätze könnten sich als kleiner Hilferuf verstehen lassen. Sie verdeutlichen: Auch an einem seit Jahrzehnten im beinharten Profigeschäft heimischen Winner-Typ, der aus dem Abstiegskandidaten Eintracht Frankfurt binnen anderthalb Jahren einen Champions-League-Anwärter geformt hat, prallt die öffentliche Kritik keineswegs spurlos ab. 

Ob er erhört wird? Das müssen die kommenden Tage zeigen. Für die Aufklärung der genauen Umstände, nach der die Öffentlichkeit weiterhin lechzen wird, dürfte sich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch genügend Gelegenheit bieten. Etwa im Sommer zum Start von Kovac' Mission an der Säbener Straße. Dann sollten zumindest weit weniger Emotionen im Spiel sein.

mg

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