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Lahm bestätigt Karriereende im Sommer und FCB-Abschied

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Von: Florian weiß

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Philipp Lahm wird seine Karriere im Sommer offenbar beenden.
Philipp Lahm wird seine Karriere im Sommer offenbar beenden. © dpa

München - Das ist eine faustdicke Überraschung! Die Entscheidung um die Zukunft von Bayern-Kapitän Philipp Lahm ist gefallen - und sie wird viele Rote traurig machen.

Macht er weiter? Oder hört er ein Jahr früher als geplant auf und wechselt auf den Posten Sportdirektors beim FC Bayern? Die Antwort lautet: Weder noch! Philipp Lahm bestätigte nach dem 1:0-Erfolg des FC Bayern im Pokal-Viertelfinale gegen Wolfsburg einen Bericht der Sport Bild, dass er  nicht nur am Saisonende seine Karriere beenden (die Tendenz hatte der Kicker bereits thematisiert), sondern auch nicht in die Chefetage des Rekordmeisters wechseln wird.

"Das Ende meiner Karriere wollte ich selbst bestimmen. Ich habe beschlossen, am Ende der Saison mit dem Fußballspielen aufzuhören. Ich bin mir sicher, dass ich bis zum Ende der Saison meine Leistung abrufen kann, aber nicht darüber hinaus“, sagte Lahm den Medienvertretern nach der Partie. „Es gab Gespräche und am Ende habe ich mich entschlossen, dass es nicht der richtig Zeitpunkt ist beim FC Bayern einzusteigen. Ich habe das ja schon vor über einem Jahre angestoßen, dass man sich immer hinterfragen muss, wie ist das Gefühl, das man hat.“

Lahm: „Ab Sommer bin ich Privatier“

Zudem sagte der abtretende Weltmeister, dass er ab Saisonende eine Pause einlegen werde. Eine Pause wäre so oder so angesagt gewesen. „Da gibt es keine Planungen. Ab Sommer bin ich Privatier. Ich kann mich dann selbst auch etwas umschauen und mich umhören und dann wird man weitersehen.“

Die Sport Bild hatte zudem berichtet, dass der Verein dem 33-Jährigen tatsächlich den Posten des Sportdirektors angeboten haben soll. Aber: Einen Platz im Vorstand, wie ihn Matthias Sammer (2012 bis 2016) seinerzeit hatte, hätte Lahm zunächst nicht erhalten - so wie Sammers Vorgänger Christian Nerlinger (2009 bis 2012). Das aber reichte Lahm wohl nicht. Der Aufsichtsrat, der diese Berufung vornimmt, soll sich in diesem Punkt uneinig gewesen sein. 

Hoeneß wollte zuvor den Lahm-Rücktritt nicht bestätigen

„Wir können das jetzt nicht bestätigen“, sagte Uli Hoeneß nach dem Spiel noch in der ARD. „Wir müssen uns an das halten, was wir mit Philipp und seinen Beratern vereinbart haben. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Und weiter: „Wir haben die Gespräche jetzt geführt. Da haben wir vereinbart, dass wir eine gemeinsame Erklärung abgeben. Ich kann jetzt nichts dazu sagen, aber wir werden das in den nächsten Tagen tun.“ Etwa 20 Minuten später tat dies dann Lahm selbst.

Am Montag war Uli Hoeneß vom Aufsichtsrat des FCB wieder zum Vorsitzenden gewählt worden. Im Rahmen dieser Sitzung sei die Entscheidung von Lahm durchgesickert sein, wie Sky während der Live-Übertragung des Pokal-Spiels Bayern gegen Wolfsburg berichtete.

Wer jetzt jetzt neuer FCB-Sportdirektor

Nun stellt sich die Frage: Wer wird dann neuer Sportdirektor bei den Bayern, der laut Uli Hoeneß im Sommer 2017 seine Arbeit aufnehmen soll? Ins Spiel kommt mit der Lahm-Absage wohl auch wieder Max Eberl von Borussia Mönchengladbach. Der Manager gilt seit längerem als heißer Kandidat für den Posten beim FCB. Im Dezember hatte Eberl aber noch gesagt, es gebe keine Anfrage aus München.

Doch das könnte sich jetzt schnell ändern ...

fw

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