Renato Sanches
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Platz da! Europameister Renato Sanches (r.) in Aktion.

Golden Boy über Kritik, Auszeichnungen & Karriere

Sanches im Interview: Das sagt er zur Scholl-Kritik

  • José Carlos Menzel López
    vonJosé Carlos Menzel López
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München - Was Renato Sanches von den Kritiken hält, wie es um seinen Fitnesszustand steht und warum der Golden-Boy-Award keinen Druck für ihn bedeutet, verrät das 19 Jahre alte Juwel des Rekordmeisters im tz-Interview

Beim 3:1-Pokalsieg gegen den FC Augsburg durfte Renato Sanches wieder von Beginn an ran und zeigte, dass er sich langsam aber sicher an das neue Land, die neue Liga und den neuen Verein gewöhnt. Noch hat die Rastarakete die Form der überragenden EM nicht gefunden, in der tz bittet Renato daher noch um ein wenig Geduld. Sieht auch der Mister so. „Ich bin zufrieden mit ihnen“, so Carlo Ancelotti am Freitag im Bezug auf die von Mehmet Scholl kritisierten Sanches, Coman und Costa. „Vielleicht müssen sie es noch besser machen, aber sie sind noch jung. Darum bitte ich um Geduld!“

Was Sanches selbst von den Kritiken hält, wie es um seinen Fitnesszustand steht und warum der Golden-Boy-Award keinen Druck für ihn bedeutet, verrät das 19 Jahre alte Juwel des Rekordmeisters im tz-Interview:

Herr Sanches, zuletzt wurde viel über Ihren Fitnesszustand diskutiert. Wie fühlen Sie sich denn?

Ausgezeichnet: 35-Millionen-Mann Renato Sanches mit dem Nachwuchspreis für den besten Fußballer unter 21 Jahren.

Renato Sanches: Aktuell fühle ich mich ganz gut, vor allem nach den Spielen zuletzt. Je mehr ich auf dem Platz stehe, umso schneller komme ich in den Rhythmus. Klar, noch muss ich mich ein wenig an die Mannschaft anpassen und in meinen gewohnten Tritt finden, aber ich mache mir da keinen Druck. Ich bleibe ruhig.

Haben Sie die öffentliche Kritik – Mehmet Scholl meinte, Sie wären ein Störfaktor im Spiel der Bayern – mitbekommen? Beschäftigen Sie sich damit?

Sanches: Überhaupt nicht, das habe ich schon während meiner Zeit in Portugal nie getan. Das Einzige, was für mich zählt, ist meine Leistung auf dem Platz und deren Beurteilung durch den Trainer. Den Rest blende ich aus.

Wie steht es um den deutschen Fußball? Ist der Anpassungsprozess fertig oder hakt es noch?

Sanches: Natürlich gibt es noch einige Dinge, die ich verbessern muss. Bei so einem Wechsel ins Ausland ist das aber völlig normal, vor allem in meinem Alter. Wichtig ist, dass ich auf meine Minuten komme, denn nur so kann ich mich verbessern und das Niveau erreichen, das ich anstrebe.

Und für das Sie mit dem Golden Boy zum besten U 21-Spieler des Jahres ausgezeichnet worden sind. Bedeutet so ein Award zusätzlichen Druck oder empfinden Sie ihn nur als Bestätigung für Ihre Arbeit?

Sanches: Ganz im Gegenteil, so eine Auszeichnung bedeutet mir eine Menge. Ich sehe sie nicht als Belastung, sondern vielmehr als weiteren Ansporn dafür, weiterhin hart an mir zu arbeiten und mich beim FC Bayern durchzusetzen.

Wie sehen Ihre unmittelbaren Ziele aus?

Sanches: Zu spielen. Einfach nur zu spielen, mein Bestes auf dem Platz zu geben und dann von Spiel zu Spiel mehr Minuten vom Trainer zu bekommen. Der Rest kommt dann von ganz allein.

Interview: lop

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