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Lewandowski-Streik beim FC Bayern? „Ich traue es Robert zu, dass er nicht zum Training erscheint…“

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Von: Christoph Klaucke

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Die Situation im Lewandowski-Streit zwischen dem FC Bayern und Barcelona ist verfahren. Der Ex-Berater des Polen warnt vor einem Streik.

München – Wohin führt das Lewandowski-Theater beim FC Bayern? Robert Lewandowski hat unmissverständlich klargemacht, dass er für sich keine Zukunft mehr in München sieht. Sein Ziel lautet FC Barcelona. Die Bayern dagegen wollen ihren Super-Stürmer nicht aus dem bis 2023 laufenden Vertrag lassen.

Zwar scheint das Basta-Machtwort von den Bossen um Oliver Kahn ein wenig zu bröckeln, doch auch das dritte Angebot der Katalanen über angeblich 40 Millionen Euro Ablöse plus fünf Millionen Boni dürfte die Bayern nicht zufrieden stellen. Der Rekordmeister fordert wohl mindestens 50 Millionen. Kommt es nicht zur Einigung, könnte Lewandowski seinen Wechsel womöglich mit einem Streik erzwingen wollen, wie sein Ex-Berater erklärt.

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 in Warschau (Polen)
Beim FC Bayern seit: Juli 2014
Pflichtspiele für den FC Bayern: 374 (344 Tore)
Länderspiele: 132 für Polen (76 Tore)

Lewandowski-Streik: Ex-Berater befürchtet Horror-Szenario für Bayern

„Ich traue es Robert zu, dass er nicht zum Training erscheint…“, sagte Lewandowskis Ex-Berater Maik Barthel der Bild. Spätestens am 12. Juli wird sich zeigen, ob es tatsächlich zum Streik kommt, dann wird der Pole nämlich an der Säbener Straße zum Training erwartet. Der 33-Jährige könnte den Trainingstart einfach schwänzen oder sich krank melden. Die Bosse um Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatten bereits mehrfach angekündigt, dass sie fest mit Lewandowskis Rückkehr zu diesem Termin rechnen.

Lewandowski hat jedoch mit dem FC Bayern München abgeschlossen und keinesfalls vor noch einmal zurückzukehren. Die Situation lässt Erinnerungen an den Wechsel-Streit 2013 hochkommen. Kurzer Rückblick: Damals bestand die Lewy-Seite auf eine mündliche Zusage, ein Jahr vor Vertragsablauf von Borussia Dortmund zu den Bayern wechseln zu dürfen.

Dem FC Bayern droht ein Streik von Robert Lewandowski.
Dem FC Bayern droht ein Streik von Robert Lewandowski. © Christian Schroedter/Imago

Robert Lewandowski: Streik-Plan vor Bayern-Wechsel enthüllt

„Es war schon angedacht, dass er nicht zum Training erscheint“, erinnert sich Barthel. Bayern soll jedoch nicht in die Streik-Pläne involviert gewesen sein. Lewandowski spielte am Ende dennoch widerwillig eine weitere Saison im BVB-Trikot und erzielte 20 Bundesliga-Tore. Der Unterschied: Damals war der Stürmer 24 Jahre alt und hatte seine Karriere noch vor sich, jetzt mit 33 hat er keine Zeit zu verlieren und will sich seinen Spanien-Traum erfüllen.

Vereinspatron Uli Hoeneß glaubt nicht an einen streikenden Lewandowski. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das provozieren würde. Robert ist ein Sportsmann. Er hat sich immer tadellos verhalten. Und ich bin sicher, wenn das Spiel zu Ende ist, wird er wieder in aller Ruhe seinen Beruf ausüben“, sagte der Ehrenpräsident am Rande des „Neuland“-Kongresses in Aachen.

Robert Lewandowski: FC Bayern und Barcelona führen Gespräche

Noch besteht für alle Seiten Hoffnung auf eine friedliche Lösung. Barcelona will der Bild zufolge ein Streik-Szenario vermeiden und steht in engem Austausch mit Lewandowski. Die verschuldeten Katalanen wollen jedoch vorerst kein neues Angebot liefern, obwohl man intern mit mindestens 50 Millionen Euro Ablöse kalkuliert.

Die Bayern dürften auch darauf aus sein, eine Schlammschlacht zu verhindern. Der Lewandowski-Streit könnte die Vorbereitung oder gar die Saisonziele gefährden. Deshalb soll es mittlerweile Gespräche mit Barca geben. Die Bayern haben bereits einen neuen Lewandowski-Nachfolger im Auge. (ck)

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