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Hat im Urlaub vier Kilo abgenommen: Carlo Ancelotti will es in seinem zweiten Bayern-Jahr offenbar wissen. 

Parallelen zwischen Carlo und Triple-Coach

Rummenigge über den Bayern-Coach: Jupp Ancelotti

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Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, zieht Parallelen zwischen dem Coach und Heynckes im Jahr des Triple-Gewinns: „Schrauben angezogen“

München – Thomas Tuchel hat sich seinen „Twitter“-Account wenige Stunden vor seiner Trennung von Borussia Dortmund zugelegt, was ein Indiz dafür ist, dass er diese Kommunikationsform lediglich in wichtigen Situationen nutzt. Am Sonntag stellte er auf diesem Weg klar, er sei von München nach Dortmund geflogen – und nicht etwa mit dem FC Bayern nach China. Rein zufällig sei es bei der Abreise zum Zusammentreffen im Terminal gekommen. Bitte nichts fehldeuten.

Tuchels Klarstellung in allen Ehren – ganz so dringend war in diesem Fall eigentlich keine nötig. Carlo Ancelotti wurde zwar zum Saisonende kritisiert, doch die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist nicht in Frage gestellt. Dennoch steigt der Druck auf den 58-Jährigen, zumal er seine beiden Wunschspieler James und Corentin Tolisso bekam. Offiziell will es in der Führungsetage keiner sagen, aber hinter den Kulissen ist schon klar: Ancelotti soll in diesem Jahr die Gangart erhöhen.

Vor dem Abflug nach Asien wiederholte Karl-Heinz Rummenigge nun, was er unserer Zeitung bereits letzte Woche gesagt hatte: „Carlo erinnert mich an den Jupp Heynckes im Sommer nach der Saison, als wir drei Mal Zweiter geworden sind. Damals brannte Jupp noch mehr als vorher, er wollte mit aller Macht noch einmal Zeichen setzen. Das hat geklappt.“ Ein Jahr später feierten die Münchner das Triple – das erste und einzige Mal in 117 Jahren Historie.

„Carlo ist ein Typ, der immer mehr will“

Heynckes hätten die drei zweiten Plätze und die damit verbundenen Kritiken damals „ziemlich gewurmt, er hat dann Dinge verändert“, erinnert sich der Vorstandschef, „Carlo hat die Meisterschaft geholt, und wir sind damit sehr zufrieden – aber er ist schon auch ein Typ, der immer mehr will“. Rummenigge hatte im Laufe seines Urlaubs auf Sylt immer wieder mit dem Chefcoach Kontakt und dabei „das Gefühl gewonnen, dass er die Schrauben angezogen hat“. Er hat den Ruf, es lieber als Spielerversteher zu versuchen und die Intensität nicht zu hoch zu fahren, doch Rummenigge meint: „Carlo hat ein unglaubliches Gespür für seine Spieler, aber er macht ihnen jetzt auch deutlich, dass er viel von ihnen verlangt. Ich bin sicher, er findet die richtige Mischung.“ So wie einst Heynckes. Jupp Ancelotti quasi.

Dabei gibt es Tücken. Die Asienreise ist strapaziös, im Kader könnten sich Personalien wie Franck Ribery und Thomas Müller zu Sprengfallen entwickeln. Zu der Verpflichtung von James sagte Uli Hoeneß, „wir verlassen uns da voll auf Carlo Ancelotti. Der kennt ihn viel besser als wir. Es war sein Wunschspieler, und den hat er jetzt gekriegt.“ Da schimmert zwischen den Zeilen durch: Jetzt mach’ aber auch was draus! Heynckes bekam im Sommer 2012 seinen Wunschspieler Javi Martinez. Der war im Finale von Wembley ein Jahr später ein Schlüsselspieler.

Sollte Ancelotti nicht liefern, wird wieder mehr spekuliert, wenn die Bayern – zufällig oder nicht – mit anderen Trainern gesehen werden.

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